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Jaguar Zukunft als E-Marke: I-Pace überlebt

Jaguar Zukunft als E-Marke I-Pace überlebt, keine SUV, neue Panthera-Plattform

Die Marke Jaguar steht vor einem radikalen Umbruch: Neben dem I-Pace soll es zwei weitere E-Modelle geben.

Jaguar-Land-Rover-(JLR)-Boss Thierry Bolloré hatte im Rahmen seiner "Reimagine"-Strategie einen Zukunftsplan für Land Rover und Jaguar angekündigt. Um das Überleben der schwer angeschlagenen Traditions-Marke zu sichern, positioniert der Franzose Jaguar ab 2025 als reinen Elektro-Auto-Anbieter – mit weitreichenden Konsequenzen.

Alle bekannten Baureihen, wie die SUV F-Pace und E-Pace sowie die Limousinen und Kombi-Modelle XE, XF und XJ und der Sportwagen F-Type erhalten keinen direkten E-Nachfolger mehr. Einzige Ausnahme, der elektrische Jaguar I-Pace darf weiterleben. Stattdessen plant Bolloré eine komplett neue und luxuriöse Jaguar-Familie und ist auch bei der Suche nach einer maßgeschneiderten Elektro-Plattform für Jaguar fündig geworden.

Das Design

Unter Führung von JLR-Design-Chef Gerry McGovern haben drei Teams bereits das Design und die Modell-Versionen skizziert und festgelegt. Im Interview mit der britischen Autocar sagte Bolloré, die künftigen Jaguar-Modelle werden "wirklich moderne Luxusautos sein, die bei Stil und Design nichts imitieren, die Spitze bei Technologie und Raffinesse sind, aber nicht zurückblicken". Dabei seien die Proportionen entscheidend.

Die Plattform

Mit der Vorgabe der Designer ist JLR auf die Suche nach einer passenden Elektroplattform gegangen. Da das Design weitgehend vorgegeben ist, sollen es in Abhängigkeit der Elektro-Basis nur noch Anpassungen bei den Abmessungen geben. Sogar die Basis von Drittanbietern schloss man nicht aus. Nun ist aber klar, Jaguar entwickelt seine Elektroplattform für die kommenden Modelle selbst. Wie Bolloré vor Investoren bekannt gab, konnte keine externe Plattform und auch nicht die Plattformen von Land Rover (MLA High Platform für den neuen Range Rover oder die EMA-Plattform für einen kleineren Land Rover) die Vorgaben erfüllen. Der Name der Plattform: Panthera, der wissenschaftliche Begriff für Großkatzen.

Doch so ganz alleine kann JLR die Entwicklungsarbeit an der Panthera-Plattform nicht stemmen. Hier könnte der Automobilzulieferer Magna Hilfestellung leisten – nach einer Stellenausschreibung auf Linkedin bietet Magna aktuell Bewerbern die Möglichkeit, an einem Plattformprojekt mitzuwirken, und "eng mit JLR, Jaguar und Magna" an einer "ausgelagerten Ingenieursdienstleistungsbeziehung" zusammen zu arbeiten.

Die Modelle

Bis auf den I-Pace gibt es bei Jaguar künftig keine SUV- oder Crossover-Modelle mehr. Die neuen Elektro-Jags fallen niedrig aus, werden jedoch keine klassischen Limousinen mehr. Dem JLR-Boss ist an dieser Stelle wichtig, dass Jaguar-Modelle künftig einzigartig sind. Man wolle keine Alternative zu anderen Autoherstellern sein. Wie die Automobilwoche berichtet wird der I-Pace in Sachen Preis und Leistung knapp über dem Range Rover positioniert. Der Clou: Das Modell soll es mit zwei Radständen und zwei Dachformen geben. Zwei weitere Modelle werden das Portfolio ergänzen: So legen die Briten einen 2+2-Sitzer als Coupé und Cabrio auf, der die Eleganz des Jaguar XJ und des E-Type mit der Sportlichkeit eines F-Type verbinden soll. Fraglich ist, ob der Elektro-GT dann F-Type heißen wird.

Die Nummer drei um Bunde ist der Jaguar XJ – jedoch in einer anderen Form. Ursprünglich hatte Jaguar den elektrischen XJ für 2022 angekündigt, sogar Prototypen waren schon unterwegs. Dann machte das Unternehmen einen radikaten Cut. Das auf der MLA-Plattform aufbauende Modell hat man nach einer "gründlichen Technologie-Prüfung" nicht mehr weiterentwickelt und erkannt, dass der geplante XJ nicht mehr zur neuen Marke Jaguar passe. Auch hat wohl das Modell dem JLR-Eigner Ratan Tata nicht zugesagt. Allerdings schloss man schon Anfang 2021 einen weiteren komplett neuen anderen XJ nicht aus: "Zum neuen Angebot kann auch ein Modell mit dem Namen Jaguar XJ gehören", hieß es damals bei Jaguar. Nun scheinen die Pläne konkreter für den XJ Version 3.0 zu werden. Laut Automobilwoche soll der neue Jaguar XJ kompakter und dynamischer ausfallen und sich am Mercedes EQS orientieren. In Sachen Fahrdynamik wolle man sich an Porsche ausrichten und bei der Stilistik Bentley als Vorbild haben.

Die Positionierung

"Die Autos waren noch nie so gut wie 2021, aber die positiven Eigenschaften der Marke werden im Vergleich zur Konkurrenz nicht geschätzt", sagt der JLR-Chef und zieht eine ernüchternde Bilanz: "Wenn man heute Kunden zuhört, sehen sie einen Jaguar, mögen das Auto und testen es. Und dann kaufen sie einen Audi oder einen BMW. Das ist das Problem. Die Leute kaufen die Originale. Wir sind nicht die Originale. Wir müssen die Positionierung von Jaguar ganz anders, höher und origineller gestalten. Mit dieser Aussage dürfte dann auch der kolportierte kleine kompakte Jaguar Makulatur sein.

Als Benchmark bei der Positionierung sieht Bolloré die Partner-Marke Land Rover und hier im Speziellen Range Rover. Die Baureihe sei "einzigartig in ihrer Positionierung" und verkaufe sich gut. Der Plan für Jaguar bestehe darin, "unverwechselbare Autos ohne Überschneidungen" zu erschaffen.

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Fazit

Jetzt geht es ans Eingemachte. Der elektrische XJ ist gestorben, bevor er auf den Markt kam, trotz der Investitionen in die Entwicklung, XE und XF sind ebenfalls dem Tode geweiht, haben es nicht geschafft sich gegen Audi und BMW zu positionieren und SUV sind das Kerngeschäft von Land Rover. Was bleibt? Der elektrische I-Pace als eigenständiges Modell. Was kommt? Eine luxuriöse Jaguar-Familie, die sich nicht als Konkurrent sondern als einzigartige Alternative zu den arrivierten Autoherstellern funktionieren soll. Entsprechend werden die Preise ausfallen, wenn man die Range Rover-Baureihe als Benchmark nimmt. Ein preiswerter, volumenstarker und kompakter Jaguar ist damit hinfällig.

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