Kompakte Mercedes G-Klasse: Baby-G friert im Winter

Kleine Mercedes G-Klasse
Baby-G friert im Winter

ArtikeldatumVeröffentlicht am 20.02.2026
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Auf den Bildern ist trotz der noch recht starken Tarnung die charakteristische Linienführung, die für die G-Baureihe typisch ist, zu erkennen. Trotz der verkleinerten Abmessungen bleibt der kantige Auftritt erhalten, ergänzt durch markante Details, die auf eine eigenständige Designsprache hindeuten. Das Fahrzeug wirkt zugleich robust und kompakt.

Ex-Mercedes-Designchef Gorden Wagener erklärte unlängst, die kleine G-Klasse werde eine weiterentwickelte Interpretation der bekannten Formensprache erhalten. Sie bleibe klar als Mitglied der G-Familie erkennbar, setze jedoch auf modernere Proportionen und eine jüngere Lichtsignatur. "Man kann die G-Linie nicht groß verändern – sie ist ikonisch", betonte Wagener. Die kompaktere Version solle dennoch etwas mehr Präzision und Dynamik in der Linienführung zeigen.

"g-Klasse" mit klassischem Reserverad

Die Fronthaube fällt recht kurz aus, die Scheinwerfer liegen wie beim großen Vorbild tief in der Schürze. Auf den Bildern gut zu erkennen: der LED-Tagfahrlicht-Kreis, der oben noch ganz vollständig geschlossen ist. Die Seitenansicht ist geprägt von kräftig ausgestellten Radkästen, kurzen Überhängen vorn und hinten sowie dem typischen dreiteiligen Fensterband, ohne durchgehende Fensterlinien. Es zeigen sich zudem die klassischen Bügelgriffe an den Türen.

Am Heck dominiert die Reserveradhalterung, wie sie vom Vorbild bekannt ist. Tief darunter sitzen tief in der Schürze das eingezogene Kennzeichenfeld sowie rechts und links die schmalen Rückleuchten. Auch das typisch für die G-Baureihe bekannte aufgesetzte Dach findet sich beim kleinen Bruder wieder.

Erlkönig Mercedes g-Klasse Baby-G
Stefan Baldauf / Retusche Wittich

Auch das Interieur dürfte eine Mischung aus moderner Technik und funktionalem Geländewagen-Charakter bieten. Digitale Anzeigen, hochwertige Materialien und ein übersichtliches Bedienkonzept werden erwartet. Trotz der kompakteren Bauweise – die Länge dürfte bei knapp 4,30 Meter liegen – soll die Baby-G ausreichend Raumkomfort und Alltagstauglichkeit bieten.

Plattform des Baby-G

Laut dem Ex-Mercedes-Technikchef Markus Schäfer, der zum 1.12.2025 das Unternehmen verlassen hat, basiert die neue Baby-G-Klasse auf einer eigenständigen Plattform mit klassischem Leiterrahmen. Die Architektur sei speziell für dieses Modell entwickelt und nutze nahezu ausschließlich eigene Komponenten. Damit sollte die Offroad-Tauglichkeit des großen Vorbilds erhalten bleiben. Fahrwerk und Reifendimensionen orientieren sich an der bekannten G-Klasse, dennoch handle es sich um eine vollständige Neuentwicklung.

Eine Übernahme bestehender Pkw- oder SUV-Plattformen war laut Schäfer ausgeschlossen. Ziel war eine authentische Basis, die den hohen Ansprüchen an Geländegängigkeit gerecht wird. Auch die Karosseriestruktur ist weitgehend eigenständig aufgebaut und soll die charakteristische Stabilität der Baureihe sichern.

"Little g" auch als Hybrid

Aus anderen Quellen heißt es, die kleine G-Klasse kommt auf einer eng an die MMA-Plattform angelehnten Architektu. Die mit dem neuen CLA eingeführte Plattform bietet ein 800-Volt-System und bis zu 320 kW Ladeleistung. Das Reichweitenpotenzial für den Mini-G könnte so bis zu 500 Kilometer betragen. Anders als anfangs angekündigt kommt der Mini-G wohl nicht nur rein elektrisch. Hier hat man wohl aus den schwachen Absatzzahlen der elektrischen G-Klasse gelernt. Entsprechend dürfte sich zum E-Antrieb wohl auch der ebenfalls aus dem CLA bekannte Hybrid mit 1,5-Liter-Vierzylinder in unterschiedlichen Leistungsstufen gesellen. Allen Versionen gemein: das neue Betriebssystem MB.OS, das alle zentralen Fahrzeugfunktionen bündelt.

Präsentiert werden könnte der kleine G noch in 2026, auf den Markt kommen dürfte er aber erst 2027.








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