Land Rover Defender Family 2021 Land Rover
Land Rover Defender 2019
Land Rover Defender 2019
Land Rover Defender 2019
Land Rover Defender 2019 32 Bilder

Land Rover Defender Modellpflege 2021

Defender als Plugin-Hybrid und mit R6-Diesel

Der Defender ist für Land Rover nicht nur der Ursprung, er ist auch zu einer Gelände-Ikone gewachsen. Jetzt kommen neue Motoren mit bis zu 404 PS

Zum Modelljahr 2021 baut Land Rover das Motorenangebot des Defender um. Ein Jahr nach der Premiere wandern die Vierzylinder-Diesel aufs Altenteil und werden durch die neuen Ingenium-Diesel von Jaguar Land Rover ersetzt. Sechs Zylinder in Reihe und drei Liter Hubraum bedeuten dabei einen echten Aufstieg gegenüber den bisherigen Selbstzündern mit zwei Liter Hubraum und vier Zylindern.

Zusätzlich gibt es als weitere Version den Land Rover Defender Hard Top, der sich vornehmlich an Gewerbetreibende wendet (hier stellen wir den Defender Hard Top ausführlich vor). Als zusätzliche Option führt Land Rover außerdem die Ausstattungslinie Defender X-Dynamic mit speziellen Außendekors und individueller Ausstattung ein. Die Sechszylinder-Diesel kommen in drei Leistungsabstufungen mit 200 PS / 500 Nm, 249 PS / 600 Nm und als Topmotorisierung mit 300 PS / 650 Nm. So motorisiert, stürmt der Defender in 6,7 Sekunden auf Tempo 100.

Bärenstarker Plugin-Hybrid, soveräne Sechszylinder-Diesel

Das genügt jedoch nicht für die neue Plugin-Hybrid-Version, die Land Rover mit bemerkenswert aufwändiger Elektrotechnik bestückt. Zum Verbrenner, einem 300 PS starken Zweiliter-Vierzylinder-Benziner, gesellt sich ein mit 105 kW für einen PHEV außergewöhnlich starker Elektromotor. Die maximale Systemleistung liegt beim neuen Land Rover Defender P400e bei 404 PS, mit den versprochenen 5,6 Sekunden Spurtzeit von Null auf Tempo 100 wird man auch gegen sportliche Pkw ein Statement abgeben können.

Als Antriebsbatterie dient ein Akku mit 19,2 kWh (15,4 kWh nutzbar), was dem Defender P400e eine elektrische Reichweite von 53 Kilometer ermöglichen soll. Ebenfalls ungewöhnlich für einen PHEV: Der neue Defender P400e ist schnellladefähig und kann mit bis zu 50 kW an entsprechenden Ladesäulen nachtanken. Letzte für einen Plugin-Hybrid außergewöhnliche Daten: Mit 3.000 Kilo Anhängelast ist der Land Rover Defender P400e im Wettbewerbsumfeld weit vorne.

Für den Defender P400e wurden noch keine Preise genannt. Beim Defender 90 geht es für 48.740 Euro los, rund 300 Euro mehr als bisher. Der Defender 110 startet bei 54.198 Euro, der Preis bleibt in diesem Fall unverändert.

Der Defender 110 Hard Top im Video

Land Rover hatte sich mit dem 2019 erstmals präsentierten Defender an seine bedeutendste Ikone herangetraut. Auch das neue Modell ist wie der Vorgänger fast zwei Meter hoch und Seiten sowie Heck fallen beinahe senkrecht ab. Mit einer Breite von über zwei Metern sowie seinen kräftig ausgeformten Radhäusern steht der neue Defender optisch deutlich massiver da als sein Vorgänger. Optional schraubt Land Rover in Wagenfarbe lackierte Platten vor die hinteren Seitenfenster, was den Innenraum deutlich dunkler macht, dem Defender aber ein besonderes Aussehen verleiht. Ebenfalls gegen Aufpreis bieten die Briten bei vier Lackierungen eine spezielle Schutzfolierung an. Diese soll auch härtesten Bedingungen trotzen, einfach zu reparieren und jederzeit komplett entfernbar sein. Bei den Rädern können die Kunden zwischen zwölf verschiedenen Designs wählen – darunter ein weiß lackiertes 18-Zoll-Stahlrad. Und das am Heck montierte Reserverad war den Ingenieuren besonders wichtig – um diesen nostalgischen Ersatzrad-Ort in die Gegenwart zu retten, war einiges an Entwicklungsarbeit nötig. Schließlich dürfen beispielsweise die Rückleuchten nicht bei geöffneter Rücktür vom Reserverad verdeckt sein.

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Klar, übersichtlich, technisch: das Cockpit des neuen Land Rover Defender.

Dritter Sitzplatz vorn

Die Zeiten, in denen der Fahrer wegen Platzmangel seinen Ellenbogen aus der geöffneten Seitenscheibe des Defenders hängen ließ, sind vorbei: Der Neue ist so breit, dass gegen Aufpreis ein dritter Sitz für Reihe eins im Angebot ist – Land Rover nennt diesen Sitz "Jumpseat". Der Begriff ist aus Flugzeugen bekannt: Dort ist ein Jumpseat ein Klappsitz, auf dem Crewmitglieder während Start und Landung sitzen. Nach vorn umgeklappt, entsteht aus dem vorderen Mittelsitz im Defender eine Mittelkonsole mit Becherhalter. Je nach Wunschkonfiguration gibt es den Defender 90 mit fünf oder sechs Sitzen, den 110 mit fünf, sechs oder dreireihig mit fünf plus zwei Sitzen – ein Achtsitzer ist nicht im Angebot.

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Gegen Aufpreis gibt es einen Mittel-Klappsitz für die erste Reihe.

Technischer Look im Innenraum

Der moderne Innenraum ist technisch geprägt – Land Rover folgt der DNA des Form-follows-function-Vorgängers. Das Armaturenbrett besteht aus pulverbeschichtetem Magnesium. Es trägt einen Instrumentenbildschirm für den Fahrer und einen Infotainment-Bildschirm – gegen Aufpreis gibt es ein farbiges Headup-Display. Das Infotainment-System ist immer online, Land Rover kann jederzeit Updates aufspielen. Die Grafikkarten der Bildschirme lassen sich tauschen und USB-Steckplätze zum Laden mobiler Endgeräte gehören jetzt auch beim Defender zum Standard. Freunde echter mechanischer Bauteile freuen sich über die zahlreichen echten großen Schrauben, mit denen die Türinnenverkleidungen befestigt sind. Für einen robusten Auftritt gibt es Gummifußmatten – sie sind mit einer modernen Textur versehen und sollen sich leicht reinigen lassen.

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Wassertauglich: Die Wattiefe des neuen Defender beträgt 90 Zentimeter.

Gute Geländewerte

Als Fahrwerk kommt eine Einzelradaufhängung rundum zum Einsatz – die Zeit der Starrachsen ist vorbei. Dass die bei einem Geländewagen kein Muss sind, beweist unter anderem der Hummer H1, der seit Jahrzehnten mit Einzelradaufhängung unterwegs ist. Und bei der Geländegängigkeit des Defenders beweist Land Rover Ehrgeiz: Die Bodenfreiheit beträgt 291 Millimeter, der vordere Böschungswinkel 38 Grad und der hintere 40 Grad. Den Kippwinkel gibt Land Rover beim Defender 90 mit 31 Grad an, beim 110 mit 28 Grad. Die maximale Wattiefe beträgt 90 Zentimeter. Über das Terrain Response System lassen sich die Fahreigenschaften an das jeweilige Gelände anpassen. Besonderheit beim Defender: Die einzelnen Einstellungen lassen sich auch noch individuell konfigurieren. Die Kraftverteilung lässt sich über ein mechanisches Mittendifferential und ein aktives Differential an der Hinterachse steuern. In Nordamerika darf der Allrader bis zu 3.720 Kilogramm ziehen, in Europa müssen immer noch gute 3.500 Kilogramm reichen.

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An der Wand lang: Der neue Defender 90 (Bild) hat einen Kippwinkel in Höhe von 31 Grad (Defender 110: 28 Grad).

Schon aus dem Evoque bekannt: Für eine bessere Orientierung im Gelände gibt es auch beim Defender das "Clear-Sight Ground View" genannte System. Kameras zeichnen den Untergrund unmittelbar vor dem Fahrzeug auf und übertragen ein zusammengerechnetes Bild auf den Infotainment-Schirm – bei dem Bild fehlt der Vorderwagen, nur die Räder sind noch zu sehen. So kann der Fahrer den Untergrund deutlich besser beurteilen und die beste Fahrspur finden. Ebenfalls schon beim Evoque im Einsatz: Die in der Haifischflossen-Antenne sitzende Kamera für den Rückspiegel. Der lässt sich mit einem Knopfdruck von herkömmlicher Spiegelansicht auf die Kameraansicht umschalten.

Der neue Defender im Video

Nützliches Zubehör fürs Abenteuer

Land Rover hat für den Defender einiges an Zubehör und Ausstattungspaketen parat. Zum Zubehör gehören unter anderem ein Schnorchel für Wasserdurchfahrten, eine seitlich montierte und nach unten ausfahrbare Leiter zum besseren Erreichen eines Dachträgers oder Dachzeltes (die statische Dachlast beträgt manierliche 300 Kilogramm) und ein ebenfalls seitlich montierter Zusatzkoffer. Im Adventure Pack sind zudem beispielsweise ein Druck-Wasserbehälter mit 6,5 Litern Inhalt, ein Kompressor und ein 20-Liter-Rucksack enthalten. Und auch eine ferngesteuerte elektrische Seilwinde gibt es optional ab Werk. Diese ist im vorderen Stoßfänger untergebracht und zieht mit ihrem 40 Meter langen Kunststoffseil bis zu 4.536 Kilogramm. Die Fernsteuerung hat eine Reichweite von 45 Meter.

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Fazit

Zum Modelljahr 2021 erweitert Land Rover die Modellpalette des Defender deutlich. Der Defender 90 als kürzere Version ist nun lieferbar, mit dem X-Dynamic und der Nutzfahrzeug-Version Hard Top stehen außerdem weitere Optionen bereit. Die wichtigsten Neuerungen befinden sich jedoch auf der Antriebsseite. Mit den neuen Sechszylinder-Dieselmotoren ist der Defender künftig hochklassig unterwegs, der neue Plugin-Hybrid überrascht mit unüblich hohen Leistungswerten.

Land Rover Defender
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