Mazda 3 (2019) L.A. Autoshow 2018 Mazda

Mazda 3 (2019)

Mit Allradantrieb und Kompressionszündung

Der neue Mazda 3 wurde äußerlich und innerlich entschlackt, bekam ein neues Fahrwerk und als erstes Serienauto der Welt einen Motor, der die Prinzipien der Benzin- und Dieselverbrennung vereint. Premiere feierte er auf der L.A. Autoshow. Jetzt sind alle Versionen bestellbar.

Außen ist der neue Mazda 3 im Stil der Zeit glattgeschliffen, auf prägnante Charakterlinien verzichten die Japaner. Geschwungene Flächen sollen die Umgebung verschiedenartig spiegeln und für einen harmonischen Auftritt sorgen. Damit ist der Mazda 3 ganz nahe an der Studie Kai Concept geblieben, die im Oktober 2017 auf der Tokio Motor Show zum ersten Mal zu sehen war. Den Kompaktwagen wird es sowohl als Fünftürer als auch als viertürige Limousine geben – beide Karosserievarianten unterscheiden sich im Design deutlich: Der Fünftürer wirkt jugendlich spritzig, die Limousine gediegener und feiner.

Innen sind Knöpfe verschwunden und die Übersicht nach vorn wurde durch die Optimierung der A-Säulen-Form verbessert. Für eine bessere Sicht bei Regen arbeiten die Scheibenwischer jetzt einen größeren Bereich ab, die Wischdüsen sitzen auf den Wischern und die Wischer verschwinden bei Nichtgebrauch unter der Motorhaube. Der Radstand von 2,71 Metern sorgt für genügend Beinfreiheit vorn und hinten. Mazda betont, dass der Verstellbereich des Lenkrads in der Tiefe um zwei auf jetzt sieben Zentimeter erweitert wurde. Die Neigungsverstellung des Fahrersitzes gehört jetzt zum Serienumfang und für den Fünftürer gibt es erstmals eine dunkelrote Lederausstattung.

Aufgeräumt und Ergonomie verbessert

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8,8 Zoll groß ist der zentrale Bildschirm für das Infotainment.

Einer besseren Ergonomie zuliebe gibt es jetzt eine verlängerte Mittelarmlehne, einen nach vorn verlagerten Dreh-Drücksteller und einen nach vorne sowie oben versetzten Schalt- oder Gangwahlhebel. Die Schriftarten der verschiedenen Anzeigen inklusive des optionalen Head-up Displays wurden vereinheitlicht. Das Head-up Display ist jetzt keine billige Ausführung mit nach oben klappender Plastikscheibe mehr – die fahrrelevanten Informationen werden direkt in die Windschutzscheibe projiziert. Zudem gehört dieses nun vollwertige Display zum Serienumfang. Das zentrale Infotainment-Display ist nicht allzu üppige 8,8 Zoll groß. Für noch mehr Sicherheit kommt beim neuen Mazda 3 als erstem Modell der Japaner serienmäßig ein Fahrer-Knieairbag zum Einsatz. Neu ist zudem, dass die Seitenairbags zweistufig auslösen. Den Fußgängerschutz sollen ein neu gestalteter Stoßfänger und eine Motorhaube mit einer energieabsorbierenden inneren Struktur verbessern. Das Infotainment-System umfasst jetzt eine Bedienungsanleitungs-App. Erscheint im Display eine digitale Warnung, wird diese zum einen mit einem Hinweis zur Wichtigkeit der Warnung versehen, zum anderen gibt es einen Link zur digitalen Bedienungsanleitung, wo das Problem erklärt wird und Lösungen vorgeschlagen werden.

Zur Absenkung des Geräuschniveaus verfügt der Mazda 3 als erstes Modell der Marke über eine doppelwandige Struktur, die Raum zwischen der Karosserie und dem Teppich lässt. Hinzu kommen ein neues Fasermaterial für die Teppiche, die Reduzierung der Öffnungen im Fahrzeugboden und ein in Sachen Dämmeigenschafften verbesserter Dachhimmel. Auch das Audiosystem hat Mazda neu entwickelt: Die Basslautsprecher sitzen jetzt in den Ecken, die Mitten- und Hochtöner schallen von den Fensterdreiecken und oberen Türbereichen. Das Standard-System umfasst acht Lautsprecher, das aufpreispflichtige System von Bose ist mit zwölf Lautsprechern dabei.

Erstmals mit Allrad

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Die Limousine wirkt gediegener und feiner.

Der neue Mazda 3 soll steifer sein als sein Vorgänger. Dafür wurde der Anteil der hochfesten Stähle an der Karosseriestruktur von drei auf 30 Prozent erhöht, außerdem werden Front und Heck durch zusätzliche Streben verbunden. Vorn arbeiten McPherson-Federbeine, hinten übernimmt ein neu entwickeltes Verbundlenker-System die Radführung. Außerdem gibt es für den Mazda 3 erstmals einen Allradantrieb. Dieser verteilt das Drehmoment bedarfsgerecht zwischen Vorder- und Hinterachse. Das Einlenkverhalten wird durch ESP-gesteuerte Bremseingriffe an den jeweils kurveninneren Rädern verbessert. Gegenüber den Allradsystemen anderer Mazda-Modelle sollen zudem die Reibungsverluste um enorme 60 Prozent reduziert worden sein.

Neue Assistenten

Zu den Assistenten, die das Fahren sicherer und einfacher machen, zählt im Mazda 3 jetzt ein Müdigkeits- und Aufmerksamkeitswarner. Dieser bestrahlt das Gesicht des Fahrers über LEDs mit Infrarotlicht und beobachtet es gleichzeitig mit einer Infrarot-Kamera. Im Hintergrund wertet ein Rechner Parameter wie Winkel von Mund und Gesicht, Öffnung der Augenlieder, Häufigkeit von Blinzeln, Blickrichtung und Augenbewegungen aus. Erkennt das System Schläfrigkeit, warnt es den Fahrer akustisch, außerdem kann es einen aktiven Bremseingriff veranlassen. Zudem gibt es jetzt einen Querverkehrswarner für die Front und einen adaptiven Abstandstempomaten mit Spurhaltefunktion. Auch wenn der Fahrer zu lange abgelenkt ist, weil er beispielsweise auf sein Smartphone schaut, warnt ihn das System.

Erstmals mit Benzin-Kompressionszündung

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Im neuen Mazda 3 sorgt der Radstand von 2,71 Metern für genügend Beinfreiheit vorn und hinten.

Beim Mazda 3 kann der Kunde zwischen drei Motorisierungen wählen: Einem Skyactive-G-Benziner mit zwei Litern Hubraum und 122 PS (Verbrauch: : 5,2-5,1 l/100 km), einem Skyactive-D-Diesel mit 1,8 Litern Hubraum und 116 PS (Verbrauch 4,2-4,1 l/100 km) sowie dem neuen Skyactive-X-Benziner mit ebenfalls zwei Litern Hubraum und 180 PS und 224 Nm Drehmoment. Das Skyactive-G-Triebwerk wurde gründlich überarbeitet: Eine neue Form der Einlasskanäle und der Kolben, eine getrennte Einspritzung und ein neues Kühlmittel-Regelventil sollen die Effizienz steigern. Spektakulär aber ist der erstmals in einem Serienfahrzeug eingesetzte Benzinmotor mit Kompressionszündung. Dabei arbeitet der Benziner zu weiten Teilen wie ein Diesel mit Selbstzündung durch Kompression. Dies sorgt zwar nicht für monströse Leistungsdaten, soll aber beim Verbrauch zu signifikanten Einsparungen führen – der Durst soll mit dem des Dieselmotors vergleichbar sein. Beide Benziner sind zur weiteren Effizienzsteigerung serienmäßig an ein 24-Volt-Mildhybrid-System gekoppelt.


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Marktstart und Preis für den Mazda 3

Der neue Mazda 3 ist in Deutschland ab März 2019 zu haben, die Version mit dem neuen Skyactive-X-Motor kommt im Juni 2019 auf den Markt. Der 122 PS starke Mazda3 Skyactive-G 2.0 M-Hybrid mit dem manuellen Sechsgang-Getriebe kostet ab 22.990 Euro. Der Diesel mit 116 steht ab 25.290 Euro in der Preisliste. Das Hybrid-Modell kommt später. Gegen Aufpreis von 2.000 Euro können die Kunden auch die Sechsstufen-Automatik Skyactiv-Drive ordern. Der 180 PS starke Benziner mit Kompressionszündung steht mit wenigstens 26.790 Euro in der Preisliste. Die Fastback-Variante kostet ab 27.290 Euro. Ausgeliefert werden die Skyactive-X-Modelle ab September 2019.

Zu einem Einstiegspreis von 22.990 Euro bietet der neue Mazda 3 eine Serienausstattung zum Beispiel mit Voll-LED Scheinwerfern, Klimaanlage, Alufelgen, teildigitaler Instrumenteneinheit, Head-up-Display mit Projektion in die Windschutzscheibe, Mazda Connect mit 8,8-Zoll Bildschirm inklusive Navigation, Verkehrszeichenerkennung, Apple CarPlay, Android Auto sowie ein DAB Radio. Ergänzend sind ab Werk immer eine radargestützte Geschwindigkeits-Regelanlage inklusive Bremseingriff und Stauassistenzfunktion (letztere nur in Verbindung mit Automatikgetriebe), ein City-Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, ein Spurwechselassistent und eine Ausparkhilfe für den Heckbereich an Bord.

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Fazit

Der neue Mazda 3 ist optisch außen und innen wie aus einem Guss. In Sachen Assistenten ist er auf der Höhe der Zeit, ohne sonderlich herauszuragen. Für das jetzt echte und zudem serienmäßige Head-up Display hat Mazda allerdings ein großes Sonderlob verdient. Interessant sind die neue Allradoption und das Skyactive-X-Triebwerk mit Benzin-Kompressionszündung, mit dem Mazda beim Spritsparen wieder einmal einen Weg abseits der Masse beschreitet – womit die Japaner bisher immer sehr erfolgreich waren.

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