Unter der Tarnung zeichnet sich bereits ein deutlich verändertes Design ab. Außerdem verdichten sich Hinweise darauf, dass Hyundai die kompakte Limousine nach Jahren wieder auf den europäischen Markt bringen könnte. Offiziell bestätigt ist eine Rückkehr allerdings bisher nicht.
Die aktuelle Elantra -Generation wurde 2020 vorgestellt und wird auf vielen internationalen Märkten unter anderem als Avante verkauft. Während das Modell in Nordamerika und Südkorea zu den wichtigsten Fahrzeugen der Marke zählt, verschwand die Baureihe in Europa weitgehend aus dem Programm. Stattdessen konzentrierte sich Hyundai hier zuletzt auf SUV-Modelle und den elektrischen Ioniq 6.
Ungeachtet der Europa-Premiere gibt es zu den Antrieben keine offiziellen Angaben. Es sollten weiterhin klassische Benzinmotoren sowie Hybridversionen am Start sein. Darüber hinaus gilt auch eine neue Elantra-N-Version als wahrscheinlich.
Beim Design setzt man auf Kante
Die neuen Erlkönige zeigen, dass Hyundai die bisher sehr kantige Linienführung offenbar deutlich entschärft. Während die aktuelle Generation durch zahlreiche scharf gezeichnete Sicken und markante Flächen auffällt, wirkt der Nachfolger insgesamt ruhiger und klarer gestaltet.
An der Front fällt vor allem ein durchgehendes LED-Lichtband auf, das sich nahezu über die gesamte Fahrzeugbreite erstreckt. Darunter sitzen die eigentlichen Hauptscheinwerfer, die tiefer in die Front integriert wurden. Auch die Form des Kühlergrills unterscheidet sich deutlich vom bisherigen Modell. Auffällig sind auch die geradlinige Lichtsignatur und einzelne geometrische Elemente. Insgesamt drängen sich Design-Parallelen zur N Vision 74-Studie.
Auffällige Heckpartie mit neuer Lichtgrafik
Auch das Heck erhält eine vollständig neue Gestaltung. Erkennbar ist auch hier ein durchgehendes Leuchtenband, das die Rückleuchten miteinander verbindet. Ergänzt wird es durch senkrechte Leuchtelemente an den Fahrzeugaußenseiten.
Die Seitenansicht zeigt außerdem eine neu gestaltete C-Säule mit einem kleinen zusätzlichen Seitenfenster. Mehrere Prototypen verfügen zudem über aerodynamisch optimierte Felgen. Bei einem Testfahrzeug ist zudem ein großes Panorama-Glasdach zu erkennen.
Innenraum soll auf neue Softwareplattform setzen
Fotos des Innenraums liegen bisher nicht vor. Allerdings setzt Hyundai dem Vernehmen nach erstmals das neue Infotainmentsystem Pleos Connect ein. Das feierte vor kurzem im überarbeiteten Grandeur seine Premiere.
Erwartet wird ein großer zentraler Bildschirm sowie eine neue Sprachsteuerung mit KI-Unterstützung. Hyundai bezeichnet diese unter dem Namen Gleo AI. Nach Herstellerangaben soll sie unter anderem Fahrzeugeinstellungen steuern und internetbasierte Suchfunktionen ermöglichen.
Europa-Rückkehr bleibt offen
Besonders interessant sind die europäischen Testfahrten inklusive Bremsanhänger. Mehrere Prototypen wurden mit deutschen Kennzeichen sowie in Österreich beobachtet. Ein Einsatz deutscher Kennzeichen bedeutet allerdings nicht automatisch, dass Hyundai den Elantra wieder offiziell in Europa anbieten wird. Der Hersteller betreibt in Rüsselsheim sein europäisches Technikzentrum, in dem Fahrzeuge regelmäßig für verschiedene Märkte getestet und abgestimmt werden.
Gleichzeitig wäre eine Rückkehr nicht selbstverständlich. Der Markt für klassische Stufenheck-Limousinen ist in Europa in den vergangenen Jahren deutlich geschrumpft.





