Hyundai Grandeur 2026: Mit Mega-Facelift fast ein Genesis

Hyundai Grandeur 2026
Mit Mega-Facelift fast ein Genesis

ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.05.2026
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Die erste Grandeur -Generation startete 1986. Seit November 2022 beackert die siebte Generation das Oberklasse-Segment. Die erhält jetzt ein so umfangreiches Facelift, dass Hyundai selbst von einem quasi neuen Modell spricht und der Modellpflege entsprechend den Namen "New Grandeur" umhängt. Die Stoßrichtung geht klar in Richtung noch mehr Luxus.

Außen dezent veredelt

Um das Thema Premium optisch zu unterstreichen, wurde die Karosserie in vielen Punkten verfeinert. Die aufgewertete Frontpartie zeichnet sich durch eine längere Motorhaube, eine markantere Haifischnase und einen Kühlergrill mit neuem Gittermuster aus. Die schmaleren und längeren, rahmenlosen LED-Scheinwerfer unterstreichen den futuristischen Charakter des neuen Grandeur, während die neu gestalteten Seitenblinker an den vorderen Kotflügeln die Kontinuität der Designlinien von der Front bis zum Heck betonen.

Das Heck zeichnet sich durch schmalere Rückleuchten und in die obere Zierleiste integrierte, verdeckte Blinker aus, was den Hightech-Eindruck und die harmonische Designsprache verstärkt. Um die sportliche Ausstrahlung zu unterstreichen, wurde die Stoßstange mit einer flügelförmigen Zierleiste, die sich breit über die gesamte Karosserie zieht, auf schwarzem Grund versehen.

Mit den Designanpassungen legt der Grandeur in der Länge um 15 Millimeter auf nun 5.050 Millimeter zu. Auch wenn der Zuwachs minimal ist, sprechen die Koreaner von einem noch ausgewogeneren Seitenprofil und perfektionierten Gesamtproportionen. Abgerundet wird der aufgefrischte Look durch die neue Außenfarbe "Artistic Burgundy (Pearl/Matte)" im Lackangebot.

Komplett neues Cockpit

Revolutionärer sind die Koreaner im Innenraum vorgegangen. Hier wurde die komplette Cockpitlandschaft neu gestaltet. Im Zentrum der neuen Armaturentafel steht jetzt ein 17 Zoll großer Touchscreen. Für wichtige Funktionen sind zusätzlich physische Tasten harmonisch am unteren Rand des Zentraldisplays angeordnet. Oben auf dem Armaturenbrett sitzt vor dem Lenkrad das kleine digitale Kombiinstrument. Die in einer horizontalen Fuge verborgenen Belüftungsdüsen werden elektronisch gesteuert.

Neue Oberflächenmaterialien sollen zusammen mit neuen Applikationen aus Echtholz und Metall die Wertigkeit erhöhen. Die neu gestaltete Ambientebeleuchtung sorgt für mehr Atmosphäre. Das neue Glasdach lässt sich elektrochromatisch und in mehreren Zonen eingeteilt verdunkeln.

Neues Pleos Connect-System

Als Premiere startet im neuen Grandeur auch das von Hyundai Pleos Connect getaufte Infotainment-System. Pleos kombiniert ein intuitives Bedienkonzept mit Sprachsteuerung, großem Bildschirm und physischen Tasten für komfortable und sichere Fahrzeugsteuerung. Das integrierte Navigationssystem bietet eine intuitive, datengestützte Routenführung mit Online-Karten und KI-Unterstützung. Das Pleos-System lässt sich zudem durch Over-the-Air-Software-Updates (OTA) kontinuierlich um neue Funktionen und Leistungsverbesserungen erweitern. Das erste Fahrzeug in Europa, das mit Pleos Connect ausgestattet sein wird, wird der neue Hyundai Ioniq 3 sein.

Der große Touchscreen ist in drei Hauptbereiche unterteilt. Der Fahrinformationsbildschirm zeigt wichtige Daten wie Geschwindigkeit und Warnmeldungen sowie 3D-Grafiken von Objekten und Personen in der Umgebung an. Der App-Bildschirm dient der Navigation, der Medienwiedergabe und der Nutzung von Anwendungen von Drittanbietern. Er kann zwischen dem Einzelbildschirm-Modus für immersive Inhalte und dem geteilten Bildschirm für Multitasking umgeschaltet werden. Die untere Leiste bietet mit einem Fingertipp Zugriff auf zuletzt verwendete oder angeheftete Apps.

Ein schlankes Display vor dem Lenkrad ist optimal für den Fahrer positioniert, damit dieser den Blick nach vorne richten kann, und zeigt wichtige Informationen wie Geschwindigkeit, Medien und detaillierte Wegbeschreibungen direkt in seinem Blickfeld an.

Bekannte Motoren

Das weiterhin unveränderte Antriebsportfolio des Grandeur startet mit einem 1,6-Liter-Turbobenziner. Darüber rangiert ein 2,5 Liter großer Saugbenziner. Top-Motor ist ein 3,5-Liter-V6, der wahlweise auf Benzin oder Gas (LPG) ausgelegt ist. Angetrieben werden in der Regel nur die Vorderräder. Nur der Top-Motor lässt sich auch mit Allradantrieb kombinieren.

Preise für das aufgefrischte Top-Modell nennt Hyundai noch nicht. Die aktuelle Version ist in Korea ab umgerechnet rund 22.000 Euro zu haben. Ganz schön günstig für ein Auto mit Oberklasse-Format und Premium-Anspruch.

Fazit