Neuer Kia K4 Kombi ist 100 Euro billiger als der kürzere Hatchback

Neuer Kia K4 Sportswagon für unter 30.000 Euro
Kia K4 Kombi 100 Euro billiger als der Hatchback

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.01.2026
Als Favorit speichern

Mit dem K4 regelt Kia die Nachfolge für den Kia Ceed und bestückt die Kompaktklasse neu. Nach dem Ende 2025 vorgestellten K4 Hatchback geht jetzt der lange Kombi K4 Sportswagon an den Start, der es mit seinen stattlichen 4,7 Meter mit Wettbewerbern wie dem Skoda Octavia Combi aufnimmt. Technisch eng mit dem K4 Hatchback verwandt, richtet sich der Sportswagon entsprechend an Käufer mit höherem Platzbedarf. Der sichtbarste Unterschied liegt in den Abmessungen. Mit 4.695 mm fällt der K4 Sportswagon knapp 26 Zentimeter länger aus als der Hatchback. Der Radstand bleibt bei beiden Varianten identisch und misst 2,72 Meter. Der zusätzliche Längenzuwachs kommt damit vollständig dem Laderaum zugute.

Über 1.400 Liter Ladevolumen

Während der K4 Hatchback ein Gepäckraumvolumen von rund 438 Litern bietet, fasst der K4 Sportswagon je nach Antrieb bis zu 604 Liter. Damit wächst das Ladeabteil um 166 Liter. Durch Umklappen der geteilt ausgeführten Rücksitzlehne lässt sich das Volumen auf bis zu 1.439 Liter erweitern. Die Heckklappe ist je nach Ausstattung elektrisch und sensorgesteuert ausgeführt, zusätzliche Ablagen im Ladeboden sowie ein Trennsystem unterstreichen den funktionalen Anspruch des Kombis.

Bei der Motorisierung unterscheidet sich der Sportswagon nicht vom Hatchback. Beide Modelle greifen auf identische Turbobenziner zurück. Den Einstieg bildet ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 85 kW und 115 PS, der serienmäßig mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert ist. Alternativ steht dieser Motor als 48-Volt-Mildhybrid zur Verfügung, gekoppelt an ein Siebenstufen-Doppelkupplungsgetriebe. Darüber rangieren zwei Leistungsstufen des 1,6-Liter-Turbobenziners mit 150 oder 180 PS, jeweils serienmäßig mit Doppelkupplungsgetriebe. Die Fahrleistungen entsprechen zumindest in den technischen Daten denen des Hatchback, ebenso die Anhängelasten, die bei den 1,6-Liter-Versionen bis zu 1.410 Kilogramm erreichen. Für Ende des Jahres ist eine Vollhybridvariante angekündigt, die ebenfalls für beide Karosserieformen vorgesehen ist.

Warum ist der Kombi billiger?

Etwas komplizierter fällt der Vergleich bei Preisen und Ausstattung aus. Der K4 Sportswagon startet nominell bei 29.890 Euro und liegt damit 100 Euro unter dem Einstiegspreis des Hatchback. Das liegt allerdings daran, dass Kia für den Sportswagon eine zusätzliche, tiefer positionierte Basisversion einführt, die sich vor allem an Gewerbe- und Flottenkunden richten dürfte. Während der Hatchback in Deutschland erst mit der Linie Vision angeboten wird, erhält der Sportswagon zusätzlich die Basisversion Core. Diese Einstiegsvariante ist ausschließlich mit dem 1,0-Liter-Motor erhältlich und fällt spürbar einfacher aus. Sie bietet zwar bereits Navigation, Smart-Key, LED-Scheinwerfer, Klimaanlage und Rückfahrkamera, verzichtet aber auf Ausstattungsdetails, die beim Hatchback Vision serienmäßig sind. Dazu zählen unter anderem Leichtmetallfelgen, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Sitzheizung vorn oder ein beheizbares Lenkrad, die beim Core fehlen. Auch das größere digitale Kombiinstrument ist beim Sportswagon Core nicht enthalten.

Vergleicht man identische Ausstattungslinien, liegt der Sportswagon durchgehend über dem Hatchback. In der Linie Vision kostet der Kombi 1.900 Euro mehr, in den höheren Linien Spirit und GT-Line beträgt der Abstand jeweils 1.500 bis 1.600 Euro. Dafür bringt der Sportswagon in diesen Stufen zusätzliche, kombispezifische Inhalte mit. Ab Vision gehört eine vollwertige Dachreling zur Serienausstattung, während der Hatchback lediglich eine Vorbereitung bietet. Zudem verfügt der Sportswagon in vergleichbaren Versionen über zusätzliche Ablagen im Gepäckraum sowie teils umfangreichere Assistenzsysteme.

In der Ausstattung Spirit erhält der Sportswagon serienmäßig Elemente, die beim Hatchback nicht oder nur optional vorgesehen sind. Dazu zählen eine elektrische Heckklappe mit Sensorsteuerung sowie ein Gepäckraum-Trennsystem. Auch im Bereich der Fahrerassistenzsysteme ist der Kombi teilweise früher mit erweiterten Funktionen ausgestattet, etwa beim Frontkollisionswarner oder beim Autobahnassistenten in Verbindung mit dem Doppelkupplungsgetriebe. Beim Sportswagon GT-Line kommt außerdem serienmäßig der Ausstiegsassistent (Safe Exit Assist, SEA) hinzu.

Ergänzend zur Serienausstattung strukturieren Kia K4 und K4 Sportswagon ihre aufpreispflichtigen Optionen über mehrere Ausstattungspakete, die weitgehend identisch sind, im Detail jedoch Unterschiede aufweisen. Speziell für den Sportswagon ist in der Basisversion Core ein eigenes Komfort-Paket erhältlich, das für 790 Euro unter anderem Sitzheizung vorn, beheizbares Lenkrad, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, ein erweitertes Klimabedien-Display, das große digitale Kombiinstrument sowie ein zusätzliches Ablagefach im Gepäckraumboden bündelt. Ebenfalls Core-spezifisch ist das DriveWise-Paket, das je nach Getriebevariante für 790 beziehungsweise 990 Euro Assistenzsysteme wie Totwinkelassistent, Querverkehrwarner mit Notbremsfunktion, Ausstiegswarner und den erweiterten Frontkollisionswarner umfasst. Die

Marktstart

Der Kia K4 Sportswagon kann ab sofort bestellt werden, die Auslieferungen sollen laut Kia Deutschland im Mai starten. Die Preisliste des Kia K4 Sportswagon finden Sie über dem oberen Absatz zum Download.

Fazit