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SUV

Opel Mokka (2021): Reichweiten-Plus für die E-Variante

Opel Mokka / Mokka-e (2021) Reichweiten-Plus für die E-Variante

Opel hat dem Mokka im vergangenen Jahr ein neues Markengesicht und eine Variante mit Elektroantrieb verpasst. Letzterer gönnen die Rüsselsheimer durch technische Veränderungen jetzt noch etwas mehr Reichweite.

Nachdem DS und Peugeot ihren Modellen DS3 Crossback e-Tense, Peugeot e-208 und e-2008 seit kurzem etwas mehr Ausdauer attestieren, kriegt nun auch der Opel Mokka-e parallel zu den Stellantis-Schwestermodellen und noch rechtzeitig zu Weihnachten ein kleines Reichweiten-Plus. Dazu unten mehr..

Nach dem Ausstieg von General Motors und dem Einstieg des PSA-Konzerns bei Opel waren die Tage des Opel Mokka gezählt. Das kleine SUV basierte bis dato auf einer General Motors-Plattform – dass mit der neuen deutsch-französischen Liaison ein neues Kapitel aufgeschlagen werden musste, war klar. Seit September 2020 ist die zweite Generation des Opel Mokka ab 19.990 Euro bestellbar, die Auslieferung startete Anfang 2021. Für den elektrischen Mokka-e ruft Opel 34.110 Euro auf.

Kürzer als sein Vorgänger

Bei den Abmessungen des neuen Opel Mokka gibt es, ungewöhnlich für ein Nachfolgemodell, einen Rückschritt. 12,5 Zentimeter kürzer ist die zweite Generation, damit auch einige Zentimeter kürzer als der Opel Crossland X. Der Radstand ist um zwei Millimeter angewachsen – kürzere Überhänge bei ähnlichen Platzverhältnissen für die Insassen sind die Folge. Der 4,15 Meter kurze Mokka hält einen Laderaum von 350 Liter Volumen bereit, bringt aber bei vergleichbarer Ausstattung bis zu 120 Kilogramm weniger auf die Waage als das alte Modell.

Opel Mokka 2021
Opel
Startschuss für das "Opel Visor" Frontdesign, das künftig alle Modelle mit auf den Weg bekommen

Gleichzeitig begann mit dem neuen Mokka auch eine neue Designsprache für alle Opel-Modelle, die verschiedene Elemente kombiniert. Dazu gehören die neuen flügelförmigen Tagfahrlichter und zwei sich im Zentrum der Kühlermaske treffende Linien, deren Vertikale durch eine Sicke in der Motorhaube dargestellt wird. Die trifft sich optisch unter dem Kühlergrill mit einem kleinen Dreieck. "Vizor" nennen die Designer diesen Stil mit dem komplett umrandeten Gesicht, der alle künftigen Modelle kennzeichnet.

Gleich zum Anfang als Elektroauto

Den Fokus legte Opel auf die Elektroversion Mokka-e. Dieser ist im Wortsinne die spannendste Variante des Mini-SUV. Und er kam gleich zum Auslieferungsbeginn zu den Händlern: "Der Mokka ist der erste Opel, der vom Marktstart an elektrisch vorfährt – und damit ein klarer Beweis dafür, dass Opel elektrisch wird", sagte Ex-Opel-Chef Michael Lohscheller. Die E-Maschine im Elektro-Modell leistet 100/kW/136 PS, das maximale Drehmoment liegt bei 260 Newtonmetern. 9,1 Sekunden braucht der Stromer aus dem Stand bis Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 150 km/h abgeregelt.

Zu Weihnachten ein paar Extra-Kilometer

Im Mokka-e deponiert Opel eine 50 kW-Batterie, die aus 216 Zellen in 18 Modulen besteht. Die Standard-Reichweite im "Normal"-Modus der drei Fahrstufen (Sport, Eco und Normal) liegt laut Datenblatt bisher bei 322 Kilometern nach WLTP-Zyklus. Jetzt steigert Opel den Wert durch technische Modifikationen nochmal um 16 auf 338 Kilometer. Dafür ziehen die Rüsselsheimer andere Reifen mit geringerem Rollwiderstand auf die 17-Zoll-Felgen und verbauen ein neues Reduktionsgetriebe mit optimierter Übersetzung. Zudem montiert Opel eine effizientere Wärmepumpe. Auch in der Pressemitteilung von Peugeot zur Reichweiten-Steigerung des e-208 und e-2008 war davon die Rede. Laut dem französischen Hersteller ist die Pumpe mit einem Feuchtigkeitssensor verbunden. Der findet sich oben an der Windschutzscheibe und übermittelt Informationen für eine genaue Umluft-Steuerung im Fahrgastraum. Das steigert die Effizienz von Heizung sowie Klimaanlage und spart somit Energie. Opel kommuniziert die Funktionsweise weniger exakt. Es liegt aber nahe, dass im Mokka-e dieselbe Technik steckt wie in seinem Stellantis-Pendant Peugeot e-2008.

Neben der Schnellladefähigkeit (bis 100 kW Gleichstrom) zeigt sich der neue Opel Mokka-e auch bei Wechselstrom kontaktfreudig: Das Bordladegerät verarbeitet (optional) auch dreiphasige Ladung und kann an der heimischen Wallbox entsprechend mit bis zu 11 kW nachtanken. Auf die Batterie gewährt Opel eine Acht-Jahres-Garantie.

Verbrenner mit 100 bis 130 PS

09/2020, Opel Mokka GS-Line
Opel
Die Benzin- und Dieselmotoren des neuen Opel Mokka leisten zwischen 100 und 130 PS.

Als Statement dürfte auch gelten, dass jeder angebotene Verbrenner-Antrieb weniger Leistung bietet als der Mokka-e. Als Benzinmotor kommt ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbo in den Leistungsstufen 100 und 130 PS sowie mit 205 beziehungsweise 230 Newtonmeter zum Einsatz. Die Fahrleistungen: elf Sekunden von Null auf Hundert und 182 km/h Topspeed bei der 100-PS-Variante und 9,2 Sekunden für den Standardsprint sowie 202 km/h Höchstgeschwindigkeit bei der 130-PS-Version. Ein manuelles Sechsgang-Getriebe ist Standard, aber die stärkere Version lässt sich auch mit einer Achtgang-Automatik kombinieren.

Der 110 PS und maximal 250 Newtonmeter starke 1,5-Liter-Turbodiesel arbeitet ebenfalls mit drei Brennräumen und ist ausschließlich mit Sechsgang-Handschaltung erhältlich. Der Diesel beschleunigt den Mokka in 10,8 Sekunden auf Tempo 100 und auf Wunsch bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h. Genau wie die Benziner erfüllt auch der Selbstzünder dank aufwändiger Abgasreinigung die Euro 6d-Norm.

Digitales Cockpit mit zusammengefasstem Bildschirm

Der neue Opel Mokka hat, nicht nur im Mokka-e, als erstes Modell der Marke das volldigitale "Opel Pure Panel"-Cockpit. Das in zwei Bildschirme aufgeteilte und hinter einer gemeinsamen Front zusammengefasste Display kann bei den wichtigsten Funktionen weiterhin über Bedientasten gesteuert werden.

Opel Mokka 2021 SPERRFRIST
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Zwei Bildschirme unter einer Abdeckung vereinen sich zum neuen Digital-Cockpit

LED-Beleuchtung rundum ist beim Opel Mokka serienmäßig, optional kann er sogar mit dem IntelliLux LED-Matrixlicht mit 14 Elementen geordert werden. Eine adaptive Geschwindigkeitsregelung, 180-Grad-Rückfahrkamera und ein aktiver Spurhalte-Assistent stehen als Extra bereit, die Verkehrsschilderkennung beherrscht der Mokka serienmäßig. Typisch Opel: eine Auswahl verschiedener Ergonomie- und Komfortsitze, wahlweise aus Leder, klimatisiert und mit Massagefunktion.

Extra sportliche GS Line

Die Multimediasysteme sind für Apple Car-Play und Android Auto ausgerüstet und verfügen über eine integrierte Sprachsteuerung. Smartphones lassen sich induktiv in der Mittelkonsole aufladen. Die OpelConnect Dienste kommen mit Live Navigation, Notruf und Pannenhilfe, das Navi Pro mit Europa-Navigation mit 3D-Ansicht daher. Beim Mokka-e kommen noch die beiden Applikationen Free2Move für die Nutzung von über 195.000 Ladepunkten europaweit inklusive Bezahlung sowie myOpel App zur Überwachung des Ladezustands, der Programmierung von Innenraumtemperatur und der Ladezeiten hinzu.

Als erster Opel erhält der Mokka die sportlich angehauchte GS-Line-Ausstattung. Diese zeichnet sich durch schwarze Felgen, eine Zweifarblackierung und rote Design-Akzente außen und innen aus.

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Fazit

Nach dem vergleichsweise biederen und konventionell gestalteten ersten Opel Mokka mutet die neue Generation dynamisch und futuristisch an. Gleichzeitig ist der Mokka Marken-Vorreiter: Die Designsprache und das Digitalcockpit erhalten künftig alle neuen Opel-Modelle. Gleich zum Verkaufsstart kam der Opel Mokka-e mit 100 kW starkem Elektroantrieb und 322 Kilometer Reichweite. Jetzt, gut ein Jahr später, soll das kleine Elektro-SUV technisch leicht verändert nochmal 338 Kilometer schaffen.

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