Mit dem Luce hat Ferrari gerade erst ein komplett neues und zudem kontrovers diskutiertes Modell vorgestellt. Abseits des ersten Elektro-Ferrari bauen die Italiener ihr Modellportfolio aber auch mit konventionelleren Modellen aus.
Zumindest hat sich der Sportwagenbauer beim italienischen Patentamt am 20. Mai 2026 insgesamt 13 neue Modellbezeichnungen sowie schon am 9. April 2026 drei weitere neue Modellnamen schützen lassen. Klar, nicht jede Patentanmeldung mündet schließlich auch in ein neues Modell. Zumindest zeigen die Patentanmeldungen aber auf, was unter dem Cavallino Rampante kommen könnte.
Was Besonderes zum 100. Geburtstag
Starten wir mit dem FX100, der auch in den Schreibweisen FX-100 und FX 100, geschützt wurde. Angelehnt an den F80, der zum 80. Markengeburtstag aufgelegt wurde, könnte Ferrari damit ein Modell zum 100. Geburtstag im Auge haben. Da die Marke Ferrari aber erst 1947 gegründet wurde, würden die Italiener damit den Blick extrem weit in die Zukunft richten. Alternativ steht 2029 der 100. Geburtstag des Rennteams Scuderia Ferrari an, das Enzo Ferrari bereits 1929 gegründet hatte. Welches Konzept sich hinter den FX-100-Versionen verbergen könnte, bleibt allerdings bislang völlig offen.
Weitere 296er-Modelle
Deutlich vorhersehbarer sind die Modelle, die sich hinter den Bezeichnungen Ferrari 296 Challenge Evo, Ferrari 296 Challenge Omologato, 296 CS und Ferrari 296 Challenge Stradale verbergen. Der Evo (oder auch Omologato) dürfte eine neue Rennvariante des Ferrari-Einstiegsmodells sein, der Stradale (oder auch CS) entsprechend eine davon abgeleitete verschärfte Straßenversion.
12-Zylinder als Handschalter und als GTO
Auch für den neuen Frontmotorsportwagen 12Cilindri hat sich Ferrari weitere Modellvarianten schützen lassen. Hinter den Labeln Ferrari 12Cilindri MM und Ferrari 12Cilindri MM Aperta dürften sich neue Versionen des GT und des entsprechenden Spider-Modells verstecken. MM steht in der Ferrari-Historie für Mille Miglia. Eine vom Rennsport angehauchte Ausstattung dürft damit als gesetzt gelten.
Hinter dem Ferrari 12Cilindri TG soll sich angeblich eine exklusive Kleinserie des Zwölfzylinders verbergen, die mit einem manuellen Schaltgetriebe ausgerüstet ist. Dieses Modell bleibt aber nur ausgewählten Ferrari-Kunden vorbehalten und wird entsprechend auch nicht über den Handel zu haben sein. Dem entsprechenden Kundenkreis vorgestellt werden soll das Modell angeblich im Rahmen des Ferrari Cavalcade am 29. Juni 2026. Die Öffentlichkeit bekommt ihn dann später zu sehen.
Ebenfalls sehr exklusiv klingt die neu geschützte Modellbezeichnung Ferrari 12Cilindri GTO. Der Zusatz GTO gilt als eine der ikonischsten Bezeichnungen der Italiener. GTO steht für Gran Turismo Omologato (ital. für "homologierter GT-Rennwagen"). Dieses Kürzel wurde bislang nur drei Mal vergeben – an den 250 GTO aus den 1960er-Jahren, den 288 GTO von 1984 und zuletzt an den 599 GTO von 2010 – den seinerzeit schnellsten Farrari-Sportwagen für die Straße. Genau an letzteren könnte der 12Cilindri GTO anknüpfen. Zu erwarten sind damit weniger Gewicht, eine radikale Optik, eventuell auch das Schaltgetriebe und vielleicht noch mehr Power für den V12.
Super-Hybrid für die Rennstrecke
Abgerundet wird der Markenausblick mit den neu geschützten Bezeichnungen F80 Targa, F80 Roadster, FXX80 und F80XX. Targa oder Roadster zielen klar auf eine offene Version des Hybrid-Hypercars. Die Doppel-X-Modelle stehen traditionell für extrem ausgelegte Rundstreckenmodelle in limitierter Auflage. Hier hat Ferrari zudem noch die Bezeichnung FXX-H schützen lassen. Die könnte als weitere Alternative zu F80XX und FXX80 dienen, wobei das H in der Bezeichnung für Hybrid stünde.





