Renault Twingo E-Tech: Vom Kleinwagen zum Mini-Transporter

Renault Twingo E-Tech Cargo-Konzept
Der Twingo wird zum Mini-Transporter

ArtikeldatumVeröffentlicht am 30.03.2026
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Renault hat im Rahmen der Testfahrten des neuen Twingo E-Tech auf Ibiza eine ungewöhnliche Variante seines Elektro-Kleinwagens präsentiert: den sogenannten Twingo Van EDF. Dieses Fahrzeug ist allerdings nicht für die Serie gedacht, sondern ein Showcar, das Renault für den französischen Energieversorger EDF umgebaut hat.

Hauptsächlich geht es darum, im Fahrzeug mehr Laderaum zu schaffen. Die Techniker haben dazu die Rücksitze entfernt und durch eine Kunststoffwanne ersetzt. Der Umbau kann jederzeit wieder rückgängig gemacht werden. Die Umsetzung erfolgte durch die Renault-Tochter Qstomize. Eine gitterartige Trennwand grenzt den Laderaum von der Fahrerkabine ab und eine Abdeckung der Wanne soll deren Inhalt vor neugierigen Blicken schützen.

Gesteigertes Ladevolumen

Durch den Umbau wächst das Ladevolumen des Twingo deutlich. Insgesamt stehen bis zu 797 Liter zur Verfügung, davon rund 480 Liter unterhalb der Laderaumabdeckung. Zum Vergleich: Das Serienmodell kommt auf maximal etwa 360 Liter. Damit bietet der kleine Elektro-Twingo mehr als doppelt so viel Stauraum wie in der Standardkonfiguration. Die Auslegung zielt klar auf gewerbliche Nutzer ab, etwa im urbanen Einsatz bei Energieversorgern oder Serviceflotten.

Optisch hebt sich das Showcar vom Serien-Twingo ab. Die auffällige blaue Lackierung greift die Unternehmensfarben von EDF auf, ergänzt durch schwarze Scheinwerferumrandungen. Zudem sind die hinteren Seitenscheiben stark getönt, um den Laderaum zusätzlich abzuschirmen.

M1-Zulassung statt klassischem Nutzfahrzeug

Der Twingo Van basiert auf einer sogenannten M1-Zulassung, also einer Pkw-Homologation mit umkehrbarem Umbau. Eine klassische N1-Nutzfahrzeugvariante, bei der der Umbau nicht rückgängig gemacht werden kann, ist laut Renault weder für Frankreich noch für andere Märkte geplant. Auch insgesamt bleibt das Konzept vorerst ohne konkrete Serienperspektive.

Renault knüpft mit dem Konzept zudem an frühere Ideen an: Bereits in den 1990er-Jahren gab es eine Transporterversion des ersten Twingo, die heute allerdings kaum noch anzutreffen ist. Auch andere Hersteller setzten immer wieder auf Pkw-basierte Nutzfahrzeuge, etwa mit Varianten des Ford Ka oder Fiat Panda. Nach Jahren mit rückläufiger Bedeutung erlebt dieses Segment zuletzt wieder etwas Aufwind – etwa durch neue Modelle wie den Renault 4 in Nutzfahrzeugausführung oder den Citroën ë-C3 als Van.

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