Skoda Kamiq (2019)

Neuer Kompakt-SUV als Yeti-Nachfolger

Skoda Kamiq Foto: Skoda
Auto Salon Genf 2019

Skoda präsentiert auf dem Genfer Autosalon sein drittes europäisches SUV-Modell. Der kleinste SUV der Marke ist optisch nah an seinem Vorboten, der Studie Vision X.

Der bisher als Polar bekannte, kompakte Crossover heißt Kamiq. Kamiq? Da war doch was! Richtig, 2018 hatte Skoda für den chinesischen Markt ein SUV-Modell unter dem gleichen Namen, jedoch nicht auf MQB-Basis präsentiert. Mit dem Skoda Kamiq für Europa hat die noch auf der alten PQ34-Plattform des VW Golf VI basierende China-Version aber nichts zu tun.

Skoda Kamiq: Wie eine zweite Haut

Dass es einen kompakten SUV der VW-Marke geben wird, war schon seit geraumer Zeit bekannt. Zunächst firmierte das Modell unter dem Arbeitstitel „Polar“, schließlich musste aber das Modell mit „K“ beginnen und mit „q“ enden, um sich in der Modell-Bezeichnung „Karoq“ und „Kodiaq“ einzureihen. Nun also Skoda Kamiq, was soviel bedeutet wie ein „Der Zustand, wenn etwas wie eine zweite Haut in jeder Situation perfekt passt.“ So sagen es die im Norden Kanadas und in Grönland lebenden Inuit.

Skoda Kamiq Foto: Skoda
Die Frontgestaltung des Kamiq orientiert sich an Kodiaq und Karoq.

Der Kamiq ist nach Skoda-Diktion ein „kompaktes und lifestyle-orientiertes Einstiegsmodell“ und „verbindet die Agilität und das Fahrverhalten eines Kompaktfahrzeuges mit den klassischen Vorteilen eines SUV – höhere Sitzposition, bessere Übersicht, bequemeres Ein- und Aussteigen sowie eine größere Bodenfreiheit.“

Der neue Skoda Kamiq basiert auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) und kommt auf eine Länge von 4.241 Millimeter, eine Breite von 1.793 Millimeter sowie eine Höhe von 1.531 Millimeter. Der Radstand beträgt 2.651 Millimeter, und soll so für großzügige Platzverhältnisse für fünf Passagiere bürgen. Das Kofferraumvolumen beträgt 400 Liter. Bei umgeklappten Rücksitzlehnen erhöht sich das Volumen auf insgesamt 1.395 Liter. Optional ist auch die Rückenlehne des Beifahrersitzes umklappbar, so lassen sich auch besonders lange Gegenständen von bis zu 2.447 Millimeter Länge problemlos transportieren.

Seine Frontgestaltung mit den zweigeteilten LED-Scheinwerfern und obenliegenden LED-Tagfahrlichtern folgt der Designsprache von Kodiaq und Karoq. Der Kühlergrill trägt Doppelrippen, die Motorhaube starke Konturen. Der Frontspoiler in Unterfahrschutzoptik soll Robustheit signalisieren. Die Rückleuchten tragen das typische C-Form-Design, der Diffusor in der Heckschürze bringt etwas sportliche Würze. Optional zu haben sind dynamische Blickleuchten mit Lauflicht.

Im Innenraum folgt der Kamiq der Studie Vision RS und wartet mit einem freistehenden 9,2-Zoll-Bildschirm auf der Armaturentafel auf. Optional ist das Virtual Cockpit zu haben. Die seitlichen Lüftungsdüsen reichen bis in die Türen, die Applikationen zeigen sich großflächig, die Ambientebeleuchtung wird in den Farben kupfer, rot oder weiß bestellbar sein. Dazu gibt es neu genarbte Oberflächen und Bezugstoffe. Für Komfort sollen Heizungen in den Sitzen vorne und hinten sowie im Lenkrad und in der Frontscheibe sorgen. Das Infotainmentangebot hält drei Systeme sowie verschiedene Vernetzungsoptionen zur Auswahl bereit.

Fünf Motoren im Angebot

Das Motorenportfolio des Skoda Kamiq umfast fünf Motoren – alle mit Turboaufladung. Basistriebwerk ist ein Einliter-Dreizylinder-TSI mit 95 PS, 175 Nm und Fünfgang-Schaltgetriebe. Dessen 115-PS-Version mobilisiert 200 Nm und kommt wahlweise mit 7-Gang-DSG oder Sechsgang-Handschaltung. Beide Schaltoptionen gibt es auch für den 1.5 TSI mit 150 PS und 250 Nm sowie den einzigen Diesel, den 1.6 TDI mit 115 PS und SCR-Kat. Abgerundet wird das Motorenprogramm mit einem Dreizylinder-Erdgasmotor. Der 1.0 G-Tec leistet 90 PS und 160 Nm und kommt ausschließlich mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe.

Skoda Kamiq
Skoda Kamiq: Das ist der Yeti-Nachfolger 3:08 Min.

Das Fahrwerk des Kamiq liegt gegenüber dem Scala um 37 mm höher, kann aber mit einer Sportoption mit adaptiven Dämpfern wieder um zehn Millimeter tiefergelegt werden.

Zum Sicherheitspaket des Kamiq zählen unter anderem City-Notbremsassistent, Spurhalteassistent, adaptiver Abstandstempomat, Müdigkeitsassistent und Multikollisionsbremse. gegen Aufpreis sind noch ein Tot-Winkel-Warner, eine Rückfahrkamera, ein Parkassistent, ein Farnlichtassistent und ein Querverkehrswarner hinten zu haben. Immer mit an Bord ist ein automatisch ausklappender Türkantenschutz. gegen Aufpreis gibt es eine automatisch öffnende Heckklappe oder auch eine elektrisch schwenkbare Anhängerkupplung. Preise für den neuen Kamiq nennt Skoda allerdings noch nicht. Der Grundpreis dürfte aber bei rund 19.000 Euro liegen. Zu den Händlern rollt er im Spätsommer.

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Vision X gab einen Ausblick auf den Kamiq

Das Concept Car Vision X war mit 4,25 Meter rund 10 Zentimeter länger als der Arona und gut 2,5 Zentimeter länger als einst der Skoda Yeti. Somit könnte man den Kamiq auch als den Nachfolger des 2017 zugunsten des Karoq eingestellten Yeti sehen, der noch nicht auf dem MQB aufbaute.

Skoda Vision X Foto: Ivo Hercik
Der Skoda Vision X gibt die Richtung für den kleinen SUV vor. Das Conceptcar wurde 2018 in Genf gezeigt.

Der Kamiq ist als etwa so lang wie ein VW Golf – auch Breite, Höhe und Radstand unterscheiden sich kaum von den Abmessungen des Wolfsburger Bestsellers. Was die Motorisierungen betrifft, liegt es nahe, auf Drei- und Vierzylinder-Benziner von 95 bis 150 PS zu spekulieren. Auch die Erdgasvariante des 1,5-Liter TSI wäre denkbar, schon allein, weil das Aggregat bereits im Concept Car verbaut war. Unwahrscheinlich ist dagegen ein mechanischer Allradantrieb – dafür könnte eine elektrifizierte Hinterachse zum Einsatz kommen.

SUV und Kompaktwagen in einem

Ziel des Crossover ist es wie so oft, das beste aus zwei Welten zu verbinden. In diesem Fall die erhöhte Sitzposition und gesteigerte Übersichtlichkeit mit dem agilen Fahrverhalten eines Kompaktwagens. Da Skoda selbst von einem „urbanen Crossover“ spricht, wird ein Allradantrieb vermutlich nicht Optionskatalog stehen. Dafür verspricht der Hersteller aber die neuste Generation von Assistenzsystemen und zahlreiche Simply Clever-Features, was auf Deutsch so viel bedeutet wie „Regenschirm in der Fahrertür“ oder „Taschenlampe im Kofferraum“.

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