Sonderwunsch-Porsche: 911 S/T im Retrolook einer Rennserie von 1973

Porsche 911 S/T Sonderwunsch Camel GT Challenge
Neuer Porsche 992 im 70er-Look

ArtikeldatumVeröffentlicht am 27.03.2026
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Porsche hat einen 911 S/T der aktuellen Baureihe 992 gebaut, der sich im Design an einem historischen Vorbild von 1973 orientiert. Das Fahrzeug entstand in Zusammenarbeit mit einem Schweizer Sammler.

Rennhistorie dokumentiert 27 Einsätze

Das 1972 gebaute Original, ein 911 S/T, war von 1973 bis 1978 in der Camel GT Challenge in den USA und Kanada eingesetzt. Es absolvierte 27 Rennen, unter anderem in Sebring, Daytona und Indianapolis. Die "Equipe de Course Marc Dancose" nutzte das Modell, vorbereitet und optimiert vom US-Team Brumos Racing. Auffällig waren die phoenixrote Lackierung sowie die unterschiedlichen Räder an Vorder- und Hinterachse. Das kam daher, dass das Team an der vorn Standard-Felgen nutzt und hinten breitere Räder montierte. Die Einsatzgeschichte des Fahrzeugs endete 1978 mit einem Unfall auf der Rennstrecke von Trois-Rivières in Quebec. Später wurde das Fahrzeug restauriert und Teil einer Schweizer Sammlung.

Neuinterpretation ohne Sponsorenaufkleber

Der jetzige Eigentümer ließ sich durch das historische Vorbild zu einer Neuanfertigung auf Basis des Porsche 911 S/T anregen. Die Umsetzung erfolgte durch das Sonderwunsch-Programm von Porsche. Die Farbgebung lehnt sich an das Original an: Ein Rest Signalgelb ist an der vorderen Stoßstange erhalten, die restliche Karosserie ist in Phoenixrot lackiert. Weil die in den 70er-Jahren allgegenwärtige Tabakwerbung inzwischen tabu ist, wurde auf die Sponsorenaufkleber verzichtet; stattdessen gestaltete Designer Grant Larson eine Lackierung mit roten und gelben Flächen im Verlauf.

Das Fahrzeug nimmt einzelne Details des historischen Modells auf, interpretiert sie aber neu. Motive aus der Camel GT Challenge finden sich unter anderem als Stickereien auf den Kopfstützen, auf Zierblenden im Innenraum, an den Türeinstiegsleisten und als Prägung im Ablagefach der Mittelkonsole. Auch das aus der Werbung bekannte Kamel – inzwischen Nichtraucher – erscheint als Lichtprojektion auf dem Boden.

Historische Farbe rekonstruiert

Die auffällige Radgestaltung des historischen Vorbilds – vorn Standardfelgen, hinten breitere Räder – wurde für die Neuinterpretation übernommen. An der Hinterachse sind Aero-Discs von Manthey-Racing montiert. Sie dürfen nur im Stand eingesetzt werden und sind für Fahrten demontierbar. Laut Porsche erfüllen sämtliche Umbaumaßnahmen die regulären Produktionsstandards. Das Fahrzeug ist weiterhin alltags- und rennstreckentauglich. Der historische Farbton Phoenixrot wurde für das Einzelstück rekonstruiert.

Fazit