Totale Antriebsvielfalt: Nächster Toyota Yaris als Verbrenner, Hybrid und Elektro

5. Generation als Verbrenner, Hybrid und Elektro
Nächster Yaris bietet die totale Antriebsvielfalt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.02.2026
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Die aktuelle Generation des Toyota Yaris mit dem Werkscode XP21 (siehe Fotoshow) ist seit Jahresbeginn 2020 auf dem Markt. Das bedeutet: Ende 2027 oder spätestens 2028 steht die Einführung einer komplett neuen Generation des japanischen Kleinwagens an. Es ist seine fünfte, und der Modellwechsel wird dem Yaris wohl eine Antriebsvielfalt wie nie zuvor bescheren. Denn erstmals in seiner Geschichte könnte Toyotas A-Segment-Modell eine rein elektrische Variante erhalten.

Mehrere parallele Antriebskonzepte

Toyotas Europa-Vizepräsident für Strategie und Marketing macht die Marschrichtung klar: "Wenn Elektrifizierung die Richtung ist, können wir es nicht vermeiden, eine vollständig elektrifizierte Version zu haben", sagte Andrea Carlucci dem britischen Magazin "Auto Express". Gleichzeitig betont er den Anspruch, den Markenkern zu bewahren: "Meine Hauptsorge ist sicherzustellen, dass wir eine Authentizität zu dem, was wir tun, beibehalten." Genau daraus leitet Toyota beim kommenden Yaris einen Ansatz ab, der nicht auf ein Antriebskonzept setzt, sondern mehrere parallele ermöglicht.

Der nächste Toyota Yaris (Mk5) soll weltweit als Baukastenmodell mit unterschiedlichen Antrieben antreten: als klassischer Verbrenner (ICE), Hybrid (HEV) und vollelektrisch (BEV). Carlucci spricht dabei explizit von einer "Multi-Energie"-Strategie: Die Plattform müsse vor allem bei Kleinwagen stark genug sein, um Hybride effizient darzustellen – und zugleich die Basis für weitere Antriebe liefern. "Ein Multi-Energie-Ansatz ist nicht nur eine Lösung. Er muss die Lösung sein", so Carlucci.

Technisch läuft das auf eine neue, besonders flexible Architektur hinaus, die stark an die Strategie erinnert, die Toyota bereits für die nächste Corolla-Generation angekündigt hat. Ziel: gleiche Optik, gleiche Markenwelt, gleiche Technik- und Bedienlogik – aber je nach Markt und Kundenwunsch ein anderer Antrieb. Für Käuferinnen und Käufer soll das bedeuten, dass die Entscheidung nicht mehr zwischen völlig unterschiedlichen Modellen fällt, sondern innerhalb einer Baureihe.

Toyota mit anderer Strategie als die Konkurrenz

Für den Elektro-Yaris, dessen Marktstart-Zeitpunkt Carlucci explizit offenlässt, legt Toyota die Messlatte hoch: Gut 400 Kilometer Reichweite stehen als Zielgröße im Raum – damit spielt er in einer Liga mit den künftigen Konkurrenten wie Renault 5 E-Tech Electric, VW ID. Polo oder Cupra Raval. Gleichzeitig muss die Hybridversion viel mehr als eine Nebenrolle spielen: Der aktuelle Yaris Hybrid gilt als Effizienzmaßstab; entsprechend müsste die neue Generation mindestens das heutige Niveau mit einem Durchschnittsverbrauch von ungefähr 3,5 Litern pro 100 Kilometer erreichen oder sogar übertreffen.

Mit dieser Mehrfachstrategie geht Toyota einen anderen Weg als einige Wettbewerber. Volkswagen und Renault trennen ihre Kleinwagen-Angebote stärker nach Antriebsart: Der elektrische ID. Polo soll neben einem weiterentwickelten Polo existieren, Renault wiederum positioniert den rein elektrischen Renault 5 klar separat vom Clio Hybrid. Toyota will hingegen die Vielfalt der Antriebe unter einem Yaris-Dach bündeln – ohne Kunden in eine reine E- oder Hybrid-Ecke zu drängen. Mit einer neuen, besonders heißen GR-Variante sollen weiterhin sportliche Fahrernaturen an die Marke und Baureihe gebunden sowie der große Erfolg des aktuellen GR Yaris reproduziert werden. Allerdings gibt es noch kleine Fragezeichen hinsichtlich der Hot-Hatch-Variante des kommenden Yaris.

Design soll Antriebsart kaschieren

Auch optisch soll der Yaris künftig weniger "antriebsgebunden" wirken: Schärfere Linien, technisch gezeichnete Leuchten und ein moderner Auftritt sollen die Plattform- und Antriebsvielfalt kaschieren. Innen kündigt sich ein radikalerer Digital- und Packaging-Schritt an – mit offenerem Raumgefühl, größeren Glasflächen, schwebenden Screens und smarteren Ablagen. Unterm Strich zielt Toyota damit auf einen Kleinwagen, der nicht billig wirken soll, sondern wertiger, technischer und – je nach Energieform – passend für möglichst viele Kundinnen und Kunden.

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