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Toyota Aygo X: Neuer Mikro-SUV für die Stadt

Toyota Aygo X (2022) Mikro-SUV für die Stadt ab 15.390 Euro

Toyota präsentiert mit dem Aygo X ein Kleinst-SUV für europäische Städte. Das Auto muss also und dürfte mit Enge und Schlaglöchern zurechtkommen. Die Preise starten ab 15.390 Euro.

Der Aygo ist Toyotas kleinstes Auto im Sortiment. Seine neueste Version ist kein direkter Nachfolger, sondern ein winziges SUV. Das Fahrzeug haben Designer am Toyota-Lexus-Designzentrum in der Nähe von Nizza entworfen, die Produktion erfolgt im tschechischen Kolín – der Aygo X ist für den europäischen Markt gedacht.

Der Aygo X basiert auf der Toyota New Global Architecture (TNGA), die auch schon unter dem neuen Yaris und dem Yaris Cross steckt. Ausgangs-Modell für das Design war die Studie Aygo X prologue. Das Serienmodell fällt durch seine serienmäßige Zweifarblackierung auf. Der Frontgrill ist trapezförmig – diese Form kehrt an der Außenhaut des Aygo X an verschiedenen Stellen wieder. Das Tagfahrlicht und die Blinker arbeiten in höheren Ausstattungen mit LED-Technik. Bei den möglichen Farben haben sich die Designer von Gewürzen inspirieren lassen: Der Grünton heißt im Marketing-Sprech Cardamom (Kardamom), Chilli (Chili) ist ein kräftiger Rotton, den Blaumetallic-Partikel dunkel machen, Ginger (Ingwer) steht für beige und Juniper (Wacholder – hier sind Wacholderbeeren gemeint) ist ein dunkles Blau, dem rötliche Untertöne die Kälte nehmen.

09/2019, Toyota-Kleinwagenplattform GA-B
Technik erklärt

Klein und wendig

Die Überhänge des Aygo X sind kurz und seine Gesamtlänge beträgt nur 3,7 Meter. Den Wendekreis gibt Toyota mit 9,4 Meter an – damit ist der Aygo schon recht wendig, kann als Viersitzer aber nicht mit den Zweisitzern Smart Fortwo oder Renault Twingo mithalten (6,95 Meter Wendekreis). Für eine hohe Bodenfreiheit sorgen die serienmäßig 18 Zoll großen Räder. Ob die Ingenieure die üppige Dimensionen mit einem trotzdem komfortablen Fahrwerk verbunden haben, müssen wir in späteren Tests herausfinden – Toyota verspricht schon mal im Vergleich zum Aygo reduzierte Nick- und Wankbewegungen. Allradantrieb ist aber natürlich nicht vorgesehen. Für enge Städte ist der Aygo X dafür eher dank seiner geringen Breite von nur 1,74 Meter geeignet. Trotzdem ist der kleine SUV 1,51 Meter hoch, was im Innenraum viel Platz nach oben verspricht. Das Kofferraumvolumen gibt der Hersteller mit 231 Liter an.

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Der zentrale Infotainment-Bildschirm hat eine Diagonale von neun Zoll (zirka 23 Zentimeter).

Drahtlose Updates

Der Innenraum des Aygo X soll unter anderem dank des großzügigen Einsatzes von Dämmmaterialien leiser sein als beim Aygo. Für Audiofans gibt es gegen Aufpreis eine JBL-Soundanlage mit 300-Watt-Verstärker, vier Lautsprechern und einem Subwoofer im Kofferraum. Frischluft gelangt durch das optionale elektrisch öffnende Stoff-Faltdach in den Innenraum. Für eine angenehme Innenraumstimmung gibt es Ambiente-Licht. Der Infotainment-Bildschirm am oberen Ende der Mittelkonsole hat eine Diagonale von neun Zoll (zirka 23 Zentimeter). In das Infotainment-System sind Android Auto und Apple Carplay eingebunden, über die Toyota eigene App MyT lassen sich beispielsweise Daten wie der Standort der Fahrzeugs oder der Füllstand des Tanks auslesen. Softwareupdates sind Over the Air (OTA), also drahtlos möglich.

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Das optionale Stoff-Faltdach öffnet elektrisch.

Top Sicherheits-Ausstattung

Zu den Sicherheitssystemen gehört beim Aygo X Technik, die aktuell kaum ein anderer Hersteller im Kleinstwagen-Segment anbietet. An der Fahrzeugfront sitzen eine Kamera und ein Millimeterwellen-Radar. Das Pre-Crash-System ist jetzt auch bei höheren Geschwindigkeiten aktiv und die Fußgängererkennung funktioniert nun bei Tag und Nacht, während die Radfahrererkennung auf den Tag beschränkt ist. Außerdem gibt es einen adaptiven Abstandstempomaten, einen Spurhalte-Assistenten und einen Notfall-Lenkassistenten.

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Von links: Chilli (Chili/rot), Juniper (Wacholder – hier sind Wacholderbeeren gemeint/blau), Ginger (Ingwer/beige) und Cardamom (Kardamom/grün) heißen im Marketing-Sprech die Lackfarben des Aygo X.

Marktstart im Frühsommer, Preise ab 15.390 Euro

Für den Antrieb des Aygo X ist ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Motor (Baureihe 1KR-FE) mit 72 PS im Einsatz. Die fünf Gänge legt der Käufer der Basisversion per Hand ein, gegen Aufpreis gibt es ein stufenloses Getriebe mit fünf virtuellen Gängen.

Sein neues Kleinst-SUV Aygo X liefert Toyota in Deutschland ab Mai/Juni 2022 aus. Zum Marktstart können Kunden ein halbes Jahr lang ein gut ausgestattetes Limited-Modell bestellen, das hierzulande auf 500 Exemplare begrenzt ist – wie viele Limited-Modelle in ganz Europa auf den Markt kommen, gibt Toyota aktuell nicht bekannt. Toyota positioniert den Aygo X nicht als direkten Nachfolger des Aygo, sondern als eigenständiges SUV. Während der Einstiegspreis des Aygo 13.300 Euro betrug, steigt er beim Aygo X auf wenigstens 15.390 Euro.

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Absolut: Wenig Platzverbauch, viel Platz nach oben und schön wendig - so muss ein Stadtauto sein.
Schluss mit der Kleinstwagen-Propaganda - ich möchte auch in der Stadt großzügig reisen.

Fazit

Toyota hat beim neuen Aygo X den jungen europäischen Stadtbewohner im Visier: Das Auto ist ein Mikro-SUV mit hoher Bodenfreiheit, überschaubaren Abmessungen und schnittigem Design. Trotzdem soll es innen auch groß gewachsenen Menschen Platz bieten. Die 18-Zoll-Räder sind für so ein kleines Auto üppig – leisten aber ihren Beitrag zur größeren Bodenfreiheit und sorgen mit für einen bequemen Einstieg. Der Wendekreis von nur 9,4 Metern ist besonders in engen Städten von Vorteil und die Sicherheits-Ausstattung mit Frontkamera, Radar, Fußgängererkennung bei Tag und Nacht sowie adaptivem Abstandstempomaten setzt im Kleinstwagensegment Maßstäbe.

Den Preis des Aygo X erhöht Toyota im Vergleich zum Aygo ganz ordentlich auf mindestens 15.390 Euro. Aber zum einen ist es nicht leicht, einen Kleinstwagen wirtschaftlich zu produzieren und zum anderen kriegt der Kunde mit dem Aygo X eben ein modernes Mikro-SUV.

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