Toyota renoviert den legendären Hiace-Kastenwagen: Erstes Update für den Van seit 22 Jahren

Toyota Hiace Facelift 2026
Erstes Update seit 22 Jahren

ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 25.01.2026
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Bei Toyota hatte man es noch nie besonders eilig, bewährte Nutzfahrzeuge aufzupeppen, der Land Cruiser J7 ist ein schönes Beispiel dafür. Mit dem Hiace haben die Japaner einen solchen Dauerläufer im Programm, der robuste Kastenwagen kam 2004 auf den Markt. Jetzt, 22 Jahre später, startet Toyota eine umfangreiche Modellpflege. Allerdings, da bleibt die Marke der Tradition treu, ohne grundlegende Strukturänderungen bei Antrieb und Karosserie. Was millionenfach funktioniert und für Laufleistungen bis in den siebenstelligen Kilometerbereich gut ist, muss nicht zwingend modernisiert werden.

Optisch bleibt der Hiace seiner vertrauten Form treu. Neu gestaltet wurden lediglich die (optionalen) LED-Scheinwerfer. Das grundsätzliche Design bleibt unverändert. Auch das Leiterrahmen-Chassis sowie die grundsätzliche Fahrzeugarchitektur werden unverändert übernommen.

Erstmals mit Digital-Instrumenten

Im Innenraum vollzieht Toyota ein etwas größeres Update. Serienmäßig erhält der Hiace ein acht Zoll großes Touchscreen-Display in der Mittelkonsole, das unter anderem Navigationsfunktionen übernimmt und als Anzeige für das Panorama-View-Kamerasystem dient. Ergänzt wird dies durch ein neu entwickeltes, sieben Zoll großes digitales Kombiinstrument, das ebenfalls in allen Varianten zur Serienausstattung gehört. Damit hält erstmals eine vollständig digitale Anzeige im traditionsreichen Transporter Einzug. In höher positionierten Ausstattungen wie dem Super GL sind außerdem beheizbare Vordersitze serienmäßig an Bord.

Einen zentralen Schwerpunkt der Modellpflege bildet die Sicherheitstechnik. Der Hiace wird für 2026 mit einer weiterentwickelten Version von Toyota Safety Sense ausgestattet. Das System umfasst ein erweitertes Pre-Crash-System, das neben Fahrzeugen und Fußgängern auch Radfahrer sowie Motorräder erkennt. Hinzu kommt eine Verkehrszeichenerkennung, die unter anderem Geschwindigkeitsbegrenzungen, Stoppschilder und Ampeln erfasst und den Fahrer visuell sowie akustisch warnt. Der adaptive Tempomat arbeitet mit Radarunterstützung über den gesamten Geschwindigkeitsbereich und berücksichtigt Kurvenverläufe durch eine automatische Geschwindigkeitsanpassung. Ergänzt wird das Assistenzpaket durch Funktionen wie Spurwechselunterstützung.

Robuste Technik

Antrieb und Fahrwerk bleiben unverändert. Der Hiace setzt weiterhin auf einen Leiterrahmen mit mittig platziertem Motor unter der Kabine. Angeboten werden zwei Motorisierungen: ein 2,0-Liter-Benziner mit 118 kW (160 PS) und 182 Newtonmetern Drehmoment sowie ein 2,8-Liter-Diesel mit 111 kW (151 PS) und 300 Newtonmetern. Beide Aggregate sind serienmäßig mit einer sechsstufigen Automatik gekoppelt und wahlweise mit Hinterrad- oder Allradantrieb erhältlich. Neben den bekannten Antrieben wird der Hiace in einzelnen Märkten weiterhin auch mit einem 2,7-Liter-Benzinmotor angeboten.

Der Marktstart in Japan ist für den 2. Februar vorgesehen. Angeboten wird der Hiace weiterhin als Kastenwagen, Kombi und Kleinbus. Die Preise beginnen bei umgerechnet rund 17.800 Euro für die Benzinversion des Basismodells DX und reichen bis etwa 29.300 Euro für den Diesel in der gehobenen Ausstattung Super GL Dark Prime II (Angaben beziehen sich auf den japanischen Markt).

Die Modellgeschichte des Hiace reicht bis ins Jahr 1967 zurück. Seitdem hat Toyota den Transporter über mehrere Generationen hinweg kontinuierlich weiterentwickelt und weltweit in unterschiedlichsten Karosserie- und Antriebsversionen angeboten. Während der Hiace in Europa zuletzt nur noch eine Randerscheinung war und die aktuelle Generation offiziell nicht mehr vertrieben wird, zählt er in vielen Regionen Asiens, Afrikas und Ozeaniens weiterhin zu den festen Größen.

Ende 2026 hatte Toyota eine Hiace-Studie vorgestellt, die man als Nachfolge-Generation vestehen könnte. Damit könnte der Hiace auch wieder eine Chance auf dem streng reglementierten EU-Markt haben. Der jetzige Hiace, Generation 6, dürfte nach dem Update aber noch eine Weile weiterfahren.

Fazit