Mit dem Modelljahr 2027 vollzieht der Toyota Highlander einen grundlegenden Antriebswechsel. Die fünfte Generation des Mittelklasse-SUV wird in den USA ausschließlich als batterieelektrisches Fahrzeug angeboten. Damit ist der Highlander das erste Siebensitzer-SUV-Elektroauto der Marke und zugleich das erste in den USA produzierte Elektroauto von Toyota.
Zwei Antriebsvarianten
Der neue Highlander basiert auf einer modifizierten TNGA-K-Architektur, die für die Integration einer großvolumigen Hochvoltbatterie angepasst wurde. Der Radstand wächst auf 3.051 Millimeter, die Breite auf 1.989 mm. Die Gesamtlänge beträgt 5.050 mm, die Höhe 1.710 mm. Im Vergleich zum Vorgänger sinkt die Dachlinie leicht, während Spurweite und Radstand zulegen. Die Proportionen verändern sich zugunsten einer flacheren Silhouette und eines längeren Achsabstands, was dem Innenraum zugutekommt.
Je nach Version kommen Lithium-Ionen-Batterien mit 77,0 oder 95,8 Kilowattstunden Bruttokapazität zum Einsatz. Die Varianten mit 95,8 kWh erreichen laut Toyota eine Gesamtreichweite von bis zu 515 Kilometern. Modelle mit 77,0 kWh liegen bei 462 Kilometern mit Frontantrieb beziehungsweise 435 Kilometern mit Allrad.
Der Highlander wird in zwei Ausstattungslinien angeboten, XLE und Limited. Frontantrieb ist ausschließlich für den XLE mit 77,0-kWh-Batterie vorgesehen. Die Allradversionen verfügen über zwei Elektromotoren. In der stärksten Ausführung mobilisieren sie eine Systemleistung von 252 kW (343 PS) und ein maximales Drehmoment von 438 Newtonmetern. Die frontgetriebene Variante kommt auf 165 kW (224 PS) und 268 Newtonmeter.
Mit 400-Volt-Technik
Geladen wird über einen in den USA üblichen NACS-Anschluss für Gleichstrom-Schnelllader. Unter Idealbedingungen soll sich die Batterie an DC-Säulen von zehn auf 80 Prozent in rund 30 Minuten laden lassen. An Bord ist außerdem ein 11-kW-Wechselstromlader. Ein 120/240-Volt-Ladekabel gehört zum Lieferumfang. Eine Batterievorkonditionierung bringt den Energiespeicher vor dem Schnellladen auf Temperatur, manuell oder automatisiert bei aktiver Navigation zu einer Schnellladestation. Zudem unterstützt das System Plug & Charge zur automatisierten Authentifizierung an kompatiblen Ladesäulen.
Zur Ladeleistung und Systemarchitektur gibt es von Toyota noch keine Informationen. Die Angaben zur Ladezeit lassen aber darauf schließen, dass ein 400-Volt-Netz eingesetzt wird, kein schnelleres und moderneres System mit 800 Volt-Technik, wie es der direkte Wettbewerber Kia EV9 verwendet.
Erstmals in einem in den USA angebotenen Toyota integriert der Highlander eine Vehicle-to-Load-Funktion. Über entsprechende bidirektionale Adapter können externe Verbraucher mit Strom versorgt werden. Damit lässt sich das Fahrzeug beispielsweise als mobile Energiequelle einsetzen. Details zur Leistungsabgabe nennt der Hersteller noch nicht.
Sieben Sitze in drei Reihen
Im Innenraum bietet der neue Highlander drei Sitzreihen mit bis zu sieben Plätzen. Hinter der dritten Reihe stehen 450 Liter Stauraum zur Verfügung. Bei umgeklappter dritter Reihe wächst das Ladevolumen auf rund 1.291 Liter. Die Batterieintegration unter dem Fahrzeugboden beeinflusst das Raumkonzept nicht sichtbar, da die Plattform von Beginn an für diese Architektur ausgelegt wurde.
Zur Serienausstattung zählen ein 35,6-Zentimeter-Touchscreen, ein 31,2-Zentimeter-Kombiinstrument sowie ein 5G-fähiges Infotainmentsystem mit Cloud-Navigation. Ein Head-up-Display ist für die höhere Ausstattung vorgesehen. Softwarefunktionen wie Fernüberwachung des Ladevorgangs und Ladezeitplanung lassen sich über eine Smartphone-App steuern. Ein integrierter Fahrdatenrekorder speichert bei Bedarf kurze Videosequenzen über die Außenkameras.
Marktstart und Preis
Produziert wird der Highlander im Werk Georgetown, Kentucky. Die Batteriemodule stammen aus dem neu eröffneten Batteriewerk in North Carolina sowie von einem US-Zulieferer. Der Marktstart ist für Ende 2026 vorgesehen. Preise hat Toyota noch nicht bekannt gegeben.












