Was ursprünglich als Aprilscherz in den sozialen Medien begann, entwickelte sich innerhalb weniger Monate zu einem kompromisslosen GT3-Kombi. Der BMW M3 GT3 Touring sorgte beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2026 nicht nur für volle Tribünen und Millionen Klicks im Netz, sondern überzeugte auch sportlich auf ganzer Linie. Trotz aerodynamischer Nachteile der Kombi-Form gelang BMW gemeinsam mit Schubert Motorsport ein bemerkenswert konkurrenzfähiger Rennwagen.
Schon im Qualifying überraschte der Touring mit starken Rundenzeiten, im Rennen selbst kämpfte der Fan-Liebling zeitweise sogar um das Gesamtpodium. Am Ende stand ein sensationeller fünfter Gesamtrang sowie der souveräne Sieg in der SPX-Klasse. Technisch basierte das Einzelstück weitgehend auf dem BMW M4 GT3 Evo, kombiniert mit der Karosserie des BMW M3 Touring. Unter der Haube arbeitete der bekannte P58-Reihensechszylinder mit bis zu 590 PS.
Wie geht es mit dem BMW M3 GT3 Touring weiter?
Eine Fortsetzung des Projekts scheint derzeit ausgeschlossen. BMW plant weder eine Homologation noch den Verkauf an Kundenteams. Der M3 Touring 24H soll ein exklusives Einzelstück bleiben. Ganz verschwinden wird der außergewöhnliche Renn-Kombi allerdings nicht: In den kommenden Monaten soll das Fahrzeug bei mehreren großen Motorsport-Events und Demonstrationsfahrten erneut öffentlich auftreten – unter anderem in Le Mans, Spa und beim Goodwood Festival of Speed.
Besonders spannend: Weil der Überrollkäfig bereits für einen möglichen Beifahrersitz vorbereitet wurde, könnte der Touring künftig sogar als Renntaxi eingesetzt werden. Gleichzeitig hatte BMW M-Chef Franciscus van Meel während eines Renninterviews bestätigt, dass der Wagen bereits vor dem 24-h-Rennen an einen privaten Sammler verkauft wurde. Um wen es sich genau handelt, ob der Investor vielleicht sogar am Aufbau des Wagens beteiligt war, ist bislang noch nicht klar. Fest steht aber schon jetzt: Der BMW M3 Touring 24H war weit mehr als nur ein Internet-Gag. Der Renn-Kombi hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einer Motorsport-Ikone entwickelt – und dürfte genau deshalb noch lange Gesprächsthema bleiben.







