24h-Rennen Nürburgring 2018

Zeitplan, Livestream, Ticker und Bilder

Porsche 911 GT3 R - Startnummer #912 - 24h-Rennen Nürburgring 2018 - Nordschleife - 13.5.2018 Foto: Stefan Baldauf / Guido ten Brink 235 Bilder

Das 24h-Rennen am Nürburgring ist legendär. Hier finden Sie den aktuellen Zeitplan 2018, alle Fahrer und Teams sowie den Livestream direkt von der Nordschleife. In unserem Ticker fassen wir Ihnen die wichtigsten Ereignisse zusammen. Natürlich finden sie hier auch das Ergebnis des Rennens.

Das Rennen im Livesteam

15:30 Der Manthey-Porsche #912 von Fred Makowiecki, Patrick Pilet, Nick Tandy und Richard Lietz gewinnt das 24h-Rennen Nürburgring 2018. Als zweites kreuzt der #4 Black Falcon-Mercedes von Adam Christodoulou, Maro Engel, Dirk Müller und Manuel Metzger die Ziellinie. Die beiden Rivalen trugen nach dem Restart ein enges Duell aus, doch am Ende setzte sich der Elfer mit über einer halben Minute Vorsprung ab. Eine Runde zurück, aber nicht weniger hart, ging es um Platz drei. Hier setzte sich der #5 Black-Falcon Mercedes durch. Den vierten Platz belegt der Aston Martin vor dem privat eingesetzten Black Falcon #6. Der beste Audi landet auf dem sechsten Rang und kommt aus dem Team Land, das den Triumph im Vorjahr holte.

15:20 Das Führungsduo steuert zum letzten Boxenstopps. Beide haben auf dem Papier dieselbe Mindeststandzeit. Es sieht alles nach einem Porsche-Erfolg aus. Es wäre der 12. Und der erste seit 2011.

15:12 Die Mindeststandzeiten gelten übrigens bis zur letzten Rennminute! Es gibt dafür eine spezielle Tabelle, in der die Zeiten aufgelistet sind. In diesem Moment kommt #1 Audi von Land in die Box. Der Stint ging nur acht Runden. Im Regen können die meisten allerdings neun Runden fahren.

15:04 Entscheidung um Platz drei: Yelmer Buurman geht im #5 Black Falcon-Mercedes auf der Kuppe am Schwedenkreuz am Aston Martin von Maxime Martin vorbei. Buurman scheint sich im Regen extrem wohlzufühlen und überzeugt mit schnellen Zeiten.

14:59 132. Runde: Makowiecki fliegt in 9:55.854 Minuten über den Zielstrich. Sein Verfolger verliert weitere neun Sekunden. Abstand: 21,352 Sekunden. Aus eigener Kraft wird es für Christodoulou jetzt ganz schwer. Entweder sein Mercedes ist beim dem Ausrutschen in Galgenkopf beschädigt worden. Oder er hat das Vertrauen verloren. Die schnellste Runde dreht Buurman auf dem vierten Rang. Er ist noch einmal drei Sekunden schneller als der Führende. Platz drei liegt in Reichweite. Der Manthey-Porsche mit der Startnummer 12 hat gedreht. Lars Kern sitzt am Steuer. Auch der Hyundai i30N TCR verabschiedet sich.

14:49 131. Runde: Es klafft eine große Lücke zwischen Platz eins und Platz zwei. Makowiecki fährt fast 12 Sekunden schneller als sein Verfolger im AMG GT3. Auch Maxime Martin schwimmt sich frei. Yelmer Buurman gibt allerdings noch nicht auf.

14:34 Was für ein irrer finaler Sprint im Regen. Die Bedingungen fordern Lenkradabrobatik. Zwischenzeitlich hat Christodoulou im #4 Black Falcon-Mercedes kurz die Mauer im Bereich Galgenkopf berührt. Das scheint dem Auto aber keinen Abbruch getan zu haben. Inzwischen hat er sich wieder an Makowiecki im #912 Manthey-Porsche rangerobbt und die vorherigen 3,637 Sekunden Abstand auf 0,933 Sekunden verkürzt. Besonders spannend ist das Duell durch die vielen Überrundungen. Der Regen hat auch ein weiteres Opfer gefordert. Marcel Fässler schmeißt den #25 Audi von Mücke weg. Der Kampf um Platz drei ist nicht minder spannend – hier balgen sich der #6 Black Falcon-Mercedes von Hubert Haupt, der #7 Aston Martin und #5 Black Falcon-Mercedes von Buurman, der seinen Dreher vom Restart mit einer sensationellen Zeit von 9.48 Minuten wieder hereingefahren hat. Aktuell liegt der Aston auf Podiumskurs, dahinter kommen Buurman und Haupt, der zuletzt verloren hat.

14:18 Das Duell an der Spitze entlädt sich. Christodoulou schlingert hinaus auf Start-Ziel. Das ist die große Chance für den Grello-Porsche. Makowiecki setzt sich auf der Anfahrt zur ersten Kurve auf der Bremse daneben. Christodoulou macht die Bremse auf, doch er kann den Elfer nicht vollends verzögern. Makowiecki zieht auf der Außenseite vor Kurve zwei vorbei. Christodoulous Konter misslingt. Er lehnt sich am Elfer an und verliert beim Rausbeschleunigen die Kontrolle über seinen AMG GT3. Nach einem halben Dreher geht es aber weiter. Er hat den Spitzenreiter immer noch in Sichtweite. Da ist noch alles drin für Mercedes und Black Falcon.

14:09 Christodoulou behauptet sich. Erste fliegende Runde im Regen: 9:48.647 Minuten. Makowiecki kreuzt den Zielstrich 0,683 Sekunden später In Kurve eins bremst er wesentlich später, doch Christodoulou bleibt cool. Die beiden fahren in einer eigenen Liga. Sie sind über zehn Sekunden schneller als ihre Hintermänner. Beide gehen volles Risiko. Hier geht es um den Sieg. Hier geht es um die Ehre.

14:02 Tatsächlich! Die Fahrer dürfen wieder angasen. Christodoulou verteidigt die Spitzenposition. Makowiecki lässt sich aber nicht abschütteln. Um den dritten Rang balgen sich Hubert Haupt und Maxime Martin. Der Fahrer von Aston Martin drückt. Aus einem Dreikampf um Platz drei ist ein Zweikampf geworden. Weil sich Yelmer Buurman in der ersten Kurve gedreht hat. Die Sicht ist schlecht, für die Rennleitung aber gut genug, um fahren zu lassen.

13:40 Die Autos reihen sich auf der Zielgeraden auf. Noch immer deckt dichter Nebel die Nordschleife zu. Sollte das Rennen wirklich wieder aufgenommen werden, erwartet uns ein heißer Tanz. Black Falcon nomminiert Adam Christodoulou als Startfahrer. Manthey-Porsche Fred Makowiecki. Die beiden liegen in derselben Runde. Die beiden werden den Gesamtsieg untereinander ausfechten. Auf einer pitschnassen Strecke. Das kann ja heiter werden. Auch um den letzten Podestplatz würde ein Kampf entbrennen. Der Black-Falcon-AMG mit der Startnummer #6, der Aston Martin mit der #7 und der Black Falcon mit der #5 sind überrundet, allerdings als Trio innerhalb einer Runde.

13:11 Neue Info von der Rennleitung: Um 13.15 Uhr schaltet die Boxenampel auf grün, damit die Autos sich für den Restart formieren können.

12:44 Die Uhr tickt übrigens weiter runter. Sollte es noch zum Restart kommen, würden alle Autos innerhalb derselben Runde noch um den Sieg kämpfen. Die Zeitabstände innerhalb einer Runde sind dann null und nichtig. Das würde dann für den #4 Black Falcon Mercedes und den #912 Manthey-Porsche gelten, denn es zählt Runde 125, also die vor dem Rennabbruch. Man verfolgt dieses Prozedere, um nicht zwei Teile addieren zu müssen und womöglich einen anderen Rennsieger zu haben als derjenige, der die Ziellinie als Erster kreuzt. Damit würden wir noch einmal einen verdammt spannenden Kampf um den Sieg sehen. Die Teams dürfen in der Pause übrigens auch an ihren Autos arbeiten. Die letzte Info von der Rennleitung: Es geht nicht vor 13.45 Uhr weiter. Die nächste Info gibt es um 13.15 Uhr.

12:20 Die Rennleitung fällt die erste Entscheidung: Das Rennen bleibt bis mindestens 13:15 Uhr unterbrochen.

12:15 Es ist das siebte Mal in der Geschichte des 24h-Rennens, dass während der 24 Stunden abgebrochen wird. 1973 (planmäßig wegen der Ölkrise), 1992 (Nebel), 1994 (Sturm), 2007 (Regen & Nebel), 2013 (Regen). Und 2016: Sie erinnern sich sicher an das chaotische Regen mit Hagel. Damals kamen selbst 500 PS starke Regenwagen nicht mehr den Adenauer Forst hoch. Wetterkapriolen gehören zum Nürburgring wie der Eiffelturm zu Paris. Die Verantwortlichen um Rennleiter Walter Hornung sind erfahren genug zu wissen, wann es nicht mehr geht. Wird das Rennen überhaupt noch einmal angepfiffen? Die Verantwortlichen tagen.

11:59 Rote Flagge 3:30 Stunden vor Rennende. Die Bedingungen haben sich zu sehr verschlechtert. Nebelschwaden machen sicheres Fahren unmöglich. Die Sicht ist zu stark eingeschränkt. Döttinger Höhe und Zielgerade sind zum Beispiel in dichten Nebel gehüllt. Es führt zum Zeitpunkt des Abbruchs der Black-Falcon-Mercedes mit der Startnummer 4. Die weiteren Positionen. 2. Platz: Porsche 911 GT3 R (#912). 3. Platz: Mercedes-AMG GT3 (#6). 4. Platz: Aston Martin Vantage GT3 (#7). Mercedes-AMG GT3 (#5).

Die Autos müssen zurück an die Box. Die Mechaniker dürfen sie reparieren, sofern notwendig. Weil keine Parc-Fermé-Bedingungen herrschen. Die Rennleitung berät. Die Wetterexperten sind jetzt besonders gefragt.

10:20 Es regnet wieder stärker. Und es gibt schlechte Nachrichten für Porsche. Die Rennleitung brummt dem Elfer mit der 912 eine Zeitstrafe von 3:32 Minuten auf. Weil man vor sechs Stunden in einer Code-60-Zone zu schnell unterwegs war. Um genau zu sein, um 22,6 km/h. „Der Verstoß wurde intensiv geprüft, weil das Fahrzeug um die Spitze fährt. Es lag aber eindeutig ein Fehlverhalten vor, was anhand von GPS, Fahrzeugdaten und Videoaufnahmen nachgewiesen werden konnte“, rechtfertigen sich die Sportkommissare.

Das Quartett um Maro Engel, Adam Christodoulou, Manuel Metzer und Dirk Müller ist damit den schärfster Rivalen los. Die Führenden müssen jetzt nicht mehr das letzte Risiko suchen. Der Aston Martin Vantage GT3 auf Position drei dürfte indes dort bleiben, wo er ist. Also hinter Mercedes und Porsche. Wie kam der Aston auf den Treppchenplatz? Kelvin van der Linde legte seinen Audi R8 LMS (#1) in Runde 114, also vor drei Umläufen, im Streckenbereich Hohe Acht ab. Der Südafrikaner verlor seinen Rennwagen, krachte zunächst frontal in die Leitplanke und drehte sich dann ein paar Meter weiter. Van der Linde kroch daraufhin mit dem waidwunden R8 zurück an die Box. Mit einem kaputten und krummen Rad hinten links und einem zersplitterten Frontdiffusor. Die Reparatur kostete Land-Audi viel Zeit. Aktuell lenkt Rene Rast den Vorjahressieger auf dem achten Rang.

Das Rennen im Livestream

09:10 Die Nacht forderte ihre Opfer. Der Mercedes-AMG GT3 von HTP verlor gegen 0:30 Uhr das linke Hinterrad nach einem Boxenstopp. Die Dodge Viper mit der 13 verunfallte im Streckenabschnitt Ex-Mühle. Der Toyota GT86 mit der 117 im Bereich der Hohen Acht. Den Peugeot 308 Racing Cup mit der 177 in Breidscheid. In der Mercedes-Arena erwischte es nacheinander den zweiten HTP-Mercedes (#47) und den Rowe-BMW (#98). Und in Metzgesfeld warf Jeff Westphal den Glickenhaus SCG003c weg, er fährt aber noch.

Das prominenteste Opfer ist der Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 911. Romain Dumas feuerte um 1:36 Uhr das Führungsfahrzeug in die Leitplanken. Der Franzose velor den Grello-Elfer auf schmutzigem Aspahlt im Streckenteil Schwalbenschwanz beim Überrunden. Die sichere und souveräne Führung war mit einem Schlag dahin. Stattdessen das Aus. Manche der Unfälle ereigneten sich im Trockenen. Wie der von Dumas. Manche im Regen. Um etwa 2:20 Uhr öffnete der Himmel über der Nordschleife die Schleusen. Seither ist das 24h-Rennen ein echter Eiertanz.

Inzwischen hat es aufgehört, zu regnen. Aber das muss so nicht bleiben. An der Spitze wechseln sich der zweite Manthey-Porsche (#912) und der Black-Falcon-Mercedes (#4) ab. Je nachdem, wie die Boxenstopps fallen. Beide fahren auf Michelin-Gummis, die im Regen besser funktionieren als die Konkurrenz-Produkte von Dunlop und Falken. Der Land-Audi mit der Startnummer 1 hat sich auf die dritte Position vorgearbeitet. Der Rückstand beträgt fast sechs Minuten. Bei Audi gibt man inzwischen zu: Die BoP ist doch nicht so verkehrt. „Ich muss mich korrigieren. Es liegt wohl doch vielmehr an der Fahrzeugabstimmung. Im Regen greift keine BoP.“ Auch der Aston Martin Vantage GT3 mischt im Spitzenfeld mit. BMW hat kein Eisen im Feuer. Das war aber schon nach neun Stunden so.

00:25 Bevor es in die Nacht geht, ist weiterhin Porsche tonangebend mit beiden Autos: #911 und #912. Auch das Black Falcon-Auto #4 und der Mercedes von HTP #47 sind noch an der Spitze dabei. Der bestplatzierte Audi liegt der Zeit auf Rang 5 von Phoenix. In der Box von den Titelverteidigern grummelt Teamchef Wolfgang Land: „Aus eigener Kraft haben wir keine Chance.“ Der #1 Audi liegt auf Rang 7 mit über 4 Minuten Rückstand. „Wenn ein Hersteller aus den ersten beiden Runden mit so viel Vorsprung zurück kommt, dann ist es eine dominante Vorstellung.“ Bei Porsche sieht man das natürlich etwas anders. Motorsportchef Dr. Frank Walliser meint: „Wir fahren sehr konstant und machen strategisch keine Fehler.“ Dabei geht es unter anderem auch darum, entsprechend dem Temperaturfenster die richtige Reifenwahl zu treffen. Das scheint mit Michelin kein Problem zu sein, nachdem man nach der Pleite im vergangenen Jahr nachgebessert hat.

In der Nacht droht Regen. „Oder spätestens morgen früh“, sagt Walliser.

23:06 In der Garage von Rowe Racing wird Pizza gegessen. Die Strafe für den M6 GT3 mit der 98 muss erst einmal verdaut werden. Wir sprechen mit BMW-Motorsportchef Jens Marquardt. Wie kam es zur Strafe? „Richard Westbrook hat am Eingang der Grand-Prix-Strecke in einer Code-60-Phase zu früh beschleunigt.“ Hat BMW überhaupt noch eine Chance? „In einem normalen Rennen nicht. Den Rückstand holst du nicht mehr auf. Wir wollen jetzt einfach ein sauberes Rennen fahren. Dann sehen wir morgen in der Früh weiter. Wir hoffen auf Regen.“ Ist die Balance of Performance verrutscht, weil Porsche so stark ist? Marquardt findet nicht. „Ich finde sie eigentlich ganz gut getroffen. Porsche war schon in der VLN schnell. Sie fahren mit ihrem Auto im letzten Jahr des Modellzyklus. Da müssen sie keine Rücksicht mehr nehmen, und sich keine Sorgen machen, dass sie später im Jahr eingebremst werden.“ Eines stößt BMWs Motorsportchef aber sauer auf: „Die ganze Jammerei und Nörgelei von gestern ist schon teilweise lächerlich, wenn ich sehe, wie schnell die Audi heute sind.“

22:06 Nichts Neues an der Spitze: Porsche hat alles im Griff. Earl Bamber kurvt um die Nordschleife. 11,024 Sekunden dahinter folgt Sven Müller im Black-Falcon-AMG, der allerdings auf einer anderen Boxenstrategie unterwegs ist. Wie Renger van der Zande, der auf Rang drei ist, dreht Müller die achte Runde in diesem Stint. Gleich muss er an die Box. Bamber hingegen hat erst den halben Weg in diesem Stint hinter sich gebracht.

Nach 43 Runden kämpft BMW um den letzten Strohhalm. Es gibt Disukssionen mit der Rennleitung, ob der Rowe-GT6 seine Zeitstrafe absitzen muss. Ein schwerer Unfall ereignete sich um 21:08 Uhr. Dries Vanthoor feuerte seinen Audi R8 LMS (#8) im Tiergarten in die Leitplanke. Dem Highspeed-Unfall entsprang einer unglücklichen Situation, die einen Reifenschaden am R8 zufolge hatte. Vanthoor sah den AMG GT3 von Patrick Assenheimer (#11) zu spät, wich nach rechts aus und traf deshalb mit der rechten hinteren Fahrzeugseite den Porsche Cayman GT4 CS mit der Startnummer 307. Das wiederum führte dazu, dass der Reifen in der Senke platzte.

20:45 Der nächste schwere Schlag für BMW. Ist das schon der Knockout? Die Rennleitung brummt dem Rowe-M6 mit der Startnummer 98 eine Zeitstrafe von 3:32 Minuten auf. Grund: „Fehlverhalten während einer Gelbphase.“ Derzeit belegt das Trio Catsburg/Westbrook/Edwards den vierten Platz. Das wirft das Team weit zurück. Der zweitbeste M6 GT3 (#102) findet sich auf der 20. Position wieder. Inzwischen gab es kurzzeitig einen Führungswechsel: Der #4 Mercedes AMG GT3 von Black Falcon kassierte den #911 Porsche ein. Dann ereignete sich eine chaotische Szene während einer Gelbphase. Christodoulou im Mercedes war langsam unterwegs, von hinten kam der Manthey-Porsche angeflogen. Der sah bereits die grüne Flagge und flog deshalb vorbei. Ob Christodoulou durch eine Kettenreaktion noch gelb gezeigt bekommen hat oder ob er schlicht grün übersehen hat, ging aus den Bildern nicht hervor. Die schnellste Rennrunde erzielte bisher Patrick Pilet im Manthey-Porsche mit 8.17,340 Minuten.

20:00 Der Manthey-Porsche bestimmt das Rennen. In der Anfangsphase war der Grello mit der Startnummer #911 nicht zu halten. Seither zerrt er von seinem Vorsprung. Aktuell liegt Laurens Vanthoor gute 90 Sekunden vor seinem ersten Verfolger. Der kommt ebenfalls aus dem Porsche-Lager. Sven Müller lenkt den Falken-Porsche auf dem zweiten Rang. In Runde 28 gab es für ihn einen Schreckmoment. Beim Überrunden touchierte Müller das vorausfahrende KTM X-Bow mit der Startnummer #201.

Sowohl Vanthoor als auch Müller befinden sich in der sechsten Runde ihres Stints. Heißt: Sie sind im selben Boxenstoppfenster. Das gilt nicht für die Audi-Fahrer, die auf den weiteren Rängen folgen. Das Kräfteverhältnis nach viereinhalb Stunden stellt sich so da: Porsche hat das schnellste Auto. Audi schwimmt eher unauffällig mit, hält sich aber aus Zwischenfällen heraus. Im Gegensatz zu BMW, das den Rowe mit der Startnummer #99 schon im Rennen um den Gesamtsieg wegen eines Kühlerschadens verloren hat. Der Falken-BMW mit der Startnummer 33 plagte sich mit defekten Motorsensoren herum, die getauscht werden mussten, und kriecht nun auf dem 37. Platz herum. Der M6 GT3 mit der #102 hatte in der Frühphase eine Kollision. So befindet sich nur der Rowe mit der #98 in einer ordentlichen Position. Mercedes, BMW und Audi scheinen von der Performance auf einem ähnlichen Niveau zu sein. Auf einer trockenen Strecke kann aber keiner der drei nach aktuellem Stand die Porsche schlagen. Aber das Rennen ist ja noch lang.

18:15 Nachdem Manthey-Racing mit dem #911 Porsche 911 GT3 R in der Anfangsphase dominiert hat, wechseln sich am frühen Abend an der Spitze verschiedene Teams ab – immer abhängig vom Boxenstopp-Rhythmus. Denn einige Autos stoppten nicht nach den standardmäßigen 7 Runden (plus Einführungsrunde), sondern bereits nach 4 beziehungsweise 5 Runden – möglicherweise sehr günstig, denn gleichzeitig war Code 60 im Bereich Galgenkopf angesagt, nachdem Hubert Haupt im #6 Black Falcon-Mercedes etwas unsanft einen Cup-Porsche touchierte. Der #6 Mercedes nutzte danach selbst die Code 60-Phase für den Stopp, daneben auch der #98 BMW M6 GT3 von Rowe Racing und der #47 Mercedes AMG GT3 von HTP Motorsport.

Letztere beiden Mannschaften ereilte auch schon nach den ersten 2,5 Stunden die ersten Schicksalschläge. Bei HTP Motorsport verlor Renger van der Zande mit dem #48 Mercedes AMG GT3 die Kontrolle auf der Grand Prix-Strecke, als er sich einen Zweikampf mit dem #25 Mücke-Audi lieferte. Der Einschlag in die Mauer war so heftig, dass eine längere Reparaturphase folgte, die die Besatzung aus dem Kampf um den Sieg schmiss. Rowe Racing musste einen Dämpfer einstecken, weil Connor de Phillippi das Auto #99 mit einem Kühlerschaden im Bereich Breidscheid im Notausgang parkte. Und auch die Nummer #31 von Frikadelli Racing musste schon Prügel einstecken. Norbert Siedler berührte nach einem Zusammenstoß mit einem BMW M3 mit dem Heck die Leitplanke und beschädigte sich dabei den Auspuff. Eine Strafe gab es bereits für eines der Top-Autos von Mercedes: Die #5 von Black Falcon hat die Mindeststandzeit unterschritten.

16:31 Hochbetrieb in der Boxengasse: Die ersten 14 Autos stehen zum Reifenwechsel und Nachtanken. Audi hofft auf Regen. Christopher Mies von Land schimpft auf die Balance of Performance: „Ein Hersteller dominiert.“ Gemeint ist Porsche. „Wir hoffen auf Regen. Je früher, desto besser. Ansonsten sind wir chancenlos. Die Porsche ziehen aus den Kurven weg, weil sie mehr Drehmoment haben. Selbst im Windschatten kann ich nicht mithalten.“

15:57 3. Runde: Es bleibt eine One-Man-Show von Kevin Estre. Dirk Werner kreuzt den Zielstrich erst 12 Sekunden nach ihm. Maro Engel hängt dem Falken-Porsche im Heck. Noch hat der Black Falcon-Fahrer aber keinen Weg vorbei gefunden. Beide peitschen im Parallelflug an den Überrundeten vorbei. Hinter Werner und Engel klafft die nächste Lücke. Marco Seefried hat im Frikadelli-Porsche einen ganzen GT3-Zug hinter sich. Der reicht bis Oliver Kainz im Ferrari 488 GT3 auf dem 12. Platz. Die erste halbe Stunde entwickelt sich für Audi zum Desaster. Christopher Mies liegt auf Position 15 schön über 37 Sekunden hinter dem Spitzenreiter.

15:39 Kevin Estre gewinnt den Start und fliegt auf den folgenden 25,378 Kilometern davon. Die erste fliegende Runde von 8:18.473 Minuten ist eine Ansage. Der Elfer-Pilot knöpft seinem Dirk Werner fast fünf Sekunden ab. Auf den dritten Platz hat sich Maro Engel geschoben, der auf den ersten Metern Marco Seefried kassierte. Estre führt, beim Teamkollegen gibt es das erste Drama: Der Manthey-Porsche mit der Startnummer #912 steht an der Box. Grund ist ein schleichender Plattfuß vorne links. Der beste BMW belegt derzeit den neunten Rang. Audi muss sich mit Platz 17 begnügen.

15:20 Noch eine Meldung zur Balance of Performance, bevor die Fahrer richtig angasen. Audi und BMW werden nach den durchwachsenen Leistungen in der Qualifikation für das Rennen besser eingestuft. Die Audi R8 LMS dürfen 10 Kilogramm ausladen. Die BMW M6 GT3 erhalten 10 mbar mehr Turbo-Boost.

15:10 Grüne Flagge: Die Top 30 macht sich auf in die Einführungsrunde. Auch die zweite Startgruppe macht sich auf. Die Dritte muss noch für einen Moment warten.

14:54 150 Autos wurden für das 24h-Rennen gemeldet. Ein paar können nicht am Rennen selbst teilnehmen. Weil sie entweder im Training oder im Qualifying verunfallten. Die Schäden waren nicht zu kitten in der Kürze der Zeit. Zwei Beispiele: der Walkenhorst-BMW (#101) und der Audi TT (#89) aus der SP3T. Das Feld teilt sich in 24 Klassen. Die Topautos starten in der SP9. Wir zeigen Ihnen alle Rennwagen in unserem großen Fotokatalog.

24h-Rennen Nürburgring 2018
Das sind alle Autos

14:45 Seit einer Stunde ist die Boxenstraße geöffnet. Die Fans fluten die Startaufstellung. Die Stars sind nicht die Fahrer, sondern ihre Autos. Und die Grid Girls, die sich vor den Rennwagen in Szene setzen. In 45 Minuten wird Rennleiter Walter Hornung das 46. 24h-Rennen der Geschichte freigeben. In der ersten Reihe starten Kevin Estre im Porsche 911 GT3 R (#911) und Dirk Werner. Ebenfalls im 911 GT3 R. Allerdings im Falken-Porsche. Dahinter lauern Marco Seefried (Frikadelli-Porsche #31) und Maro Engel (#4, Mercedes-AMG GT3).

12:25 In gut drei Stunden geht es rund auf der Nordschleife: Dann jagen Porsche, BMW, Audi, Mercedes, Ferrari und Co. nach dem Gesamtsieg beim 24h-Rennen. Wir berichten live vom Nürburgring. Hier erfahren Sie alle wichtigen Hintergründe zum großen Langstrecken-Klassiker. Das Rennen können Sie im Livestream verfolgen.

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