BMW M6 GT3 - Startnummer 99 - 24h Rennen Nürburgring - Nürburgring-Nordschleife - 27. September 2020 Stefan Baldauf
147 Bilder

24h-Rennen Nürburgring 2020

Rowe siegt für BMW

Rowe-BMW hat das Saisonhighlight auf der Nürburgring-Nordschleife gewonnen. Car Collection-Audi belegte vor dem Schnitzer-BMW den zweiten Platz. Mercedes-AMG und Posche erlebten ein Desaster.

14:00 bis 15:30 Uhr

Das 24h-Rennen Nürburgring 2020 ist Geschichte. Rowe Racing holt mit Nicky Catsburg, Nick Yelloly und Alex Sims für BMW nach zehn Jahren den 20. Sieg in der Geschichte. Es ist am Ende ein echter Nervenkrimi. Der Car Collection-Audi (#3) mit Christopher Haase am Steuer jagt Nicky Catsburg im Rowe-BMW (#99), der beim vorletzten Boxenstopp in Führung geht, als man auf Regenreifen wechselt. Zwischenzeitlich ist Haase dem Holländer dicht auf den Fersen und verkürzt den Abstand bis auf 13 Sekunden, aber auch nach dem finalen Boxenstopp, den Haase eine Runde später macht, bleibt es bei der Hackordnung BMW vor Audi. Das Podium komplettiert der Schnitzer-BMW (#42). Man erbt Platz drei noch kurz vor Schluss, weil sich Dries Vanthoor im Audi #1 von Phoenix Racing noch einen Leitplanken-Kuss leistete.

12:45 bis 14:00 Uhr

Die Ereignisse überschlagen sich. Während es an der Spitze ein Duell zwischen dem Car Collection-Audi (#3) und dem Rowe-BMW (#99) gegeben hat, bei dem sich der Audi behauptet hat, wird nun alles wieder durcheinander gewirbelt. Gegen 13.40 Uhr beginnt es zu regnen. Darauf reagieren manche schneller, andere langsamer. Aus der Spitzengruppe kommen alle Fahrzeuge an die Box zum Reifenwechsel – bis auf eine Ausnahme. Der Car Collection-Audi mit Christopher Haase bleibt eine Runde länger draußen.

Im Nachhinein erweist sich das als Fehler. Der Rowe-BMW profitiert davon, sich nach zwei Runden auf Slicks ohne zu Zögern für die Regenreifen entschieden zu haben und übernimmt die Führung vor dem Car Collection-Audi mit über einer halben Minute Vorsprung. Dahinter liegt der Phoenix-Audi (#1), der womöglich noch mehr davon hat, denn man legt den Reifenwechsel durch den anderen Boxenstopp-Rhythmus des Autos nach sieben gefahrenen Runden ein. Mit 30 Sekunden Rückstand auf den Vordermann hat es sich der Schnitzer-BMW (#42) auf Platz vier eingerichtet.

11:10 bis 12:45 Uhr

Es hat gekracht. Herbie Schmidt übersieht in seinem Opel Astra (#90) in der Eiskurve den Porsche Cayman GT4 (#304) von Henning Cramer. Beide Autos landen in der Leitplanke. Die Rennleitung reagiert und ruft eine Code-60-Phase aus. Die Fahrer schleichen mit maximal 60 km/h an der Unfallstelle vorbei, damit die Streckenposten die havarierten Rennwagen sicher bergen können. Die Rundenzeiten steigen direkt um über 40 Sekunden an.

An der Spitze fahren seit circa 12 Uhr alle Autos mit Slickreifen. Die Ideallinie ist trocken. "Selbst das Überrunden ist kein Problem, weil die trockene Spur breit genug ist. Wir können sauber fahren", berichtet Martin Tomczyk, der nach einer Strafe mit seiner Schnitzer-Mannschaft auf den fünften Platz zurückgefallen ist. Auch das Auto von Titelverteidiger Audi (#1) hat seine 32 Sekunden abgesessen. Nico Müller übergibt danach an Frank Stippler. Der Phoenix-Audi fährt in einem anderen Boxenstopp-Fenster. Man kommt vier Runden vor der Konkurrenz rein.

Das Rennen spitzt sich auf zwei Kandidaten zu. Audi gegen BMW. Der 3er Audi (Bortolotti/Haase/Winkelhock) hat den Rowe-BMW (#99) von Sims/Catsburg/Yelloly/Eng im Rücken. Abstand: 6,7 Sekunden. Vor den beiden drehte sich gerade ein Porsche 911 GT3 Cup (#65) in der ersten Schikane der GP-Strecke. Den dritten Platz hält der nächste Rowe-BMW. Doppelstartet Philipp Eng liegt fast eine Minute zurück. Bei einem normalen Rennverlauf ist das eigentlich nicht mehr aufzuholen. Und Eng bekommt Besuch von Jaminet. Der Frikadelli-Porsche (#31) will aufs Podest.

9:20 bis 11:10 Uhr

Am Sonntagvormittag hat die Stunde von BMW geschlagen. Die Bayern drehen auf abtrocknender Piste voll auf. Sowohl Sheldon van der Linde im Schnitzer-BMW (#42) als auch Alex Sims im Rowe-BMW (#99). Beide sind teilweise 15 Sekunden pro Runde schneller als die Konkurrenz. Das bringt dem Südafrikaner in einer Runde gleich vier Positionen auf einmal und damit Platz zwei hinter dem Car Collection-Audi (#3) ein. Auch die #1 von Phoenix mischt noch vorne mit, bringt sich mit einem kurzen Stint von nur vier Runden aber aus dem Rhythmus der anderen. Bei Land (#29) experimentiert man mit einem Wechsel auf geschnittene Slicks, aber der Versuch erweist sich nicht als erfolgbringend.

Als noch fünf Stunden auf der Uhr stehen, hat auch Sims sich vorgearbeitet und liegt auf Platz drei. Die Rundenzeiten der BMW: Um die 9 Minuten-Marke. Christopher Haase rutscht indes unter Druck ins Kiesbett im Bereich Aremberg. "Mein Doppelstint war schwierig und etwas gefährlich", sagt Haase. "Man muss ein hohes Risiko gehen, um Speed zu haben. Bis auf einen Ausrutscher in Aremberg war ich aber gut unterwegs. Da zeigt sich aber, wie sehr wir auf der Messerspitze balancieren. Wir hoffen, dass wir jetzt den richtigen Reifen gewählt haben. Seit dem Restart ist das Rennen eher zum Sprint geworden."

Spannend wird es nach dem nächsten Stopp, bei dem die Top-Favoriten wieder Regenreifen aufziehen lassen. Martin Tomczyk im Schnitzer-BMW ist bis auf zwei Sekunden an Mirko Bortolotti im Car Collection-Audi herangefahren. Doch der große Showdown verliert an Spannung, weil Schnitzer wegen Unterschreitung der Mindeststandzeit eine Strafe von 32 Sekunden bekommt.

00:04 bis 9:20 Uhr

Über neun Stunden war das 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife unterbrochen. Nach einer Fahrt hinter dem Safety Car gibt die Rennleitung den Klassiker um 8:18 Uhr wieder frei. Die Strecke ist zwar nass, aber immerhin regnet es nicht mehr. Die deutschen Werke fahren den Sieg untereinander aus. Fünf Porsche, vier Audi, vier BMW und drei Mercedes sind noch in derselben Runde. 90 Autos von ursprünglich 97 sind im zweiten Teil des Rennens noch dabei. Das ist eine hohe Quote. Doch wir dürfen nicht vergessen: Die Mechaniker konnten in der Pause an den Autos arbeiten.

Audi tauschte vorsorglich das Getriebe im R8 LMS GT3 mit der Startnummer 1. Frank Stippler führt das Feld in den zweiten Rennteil, büßt seine Führung aber sofort ein. Die Teamkollegen fallen über ihn her. Erst René Rast (#29), dessen Land-Audi noch eine 32-Sekunden-Strafe absitzen muss, dann Christopher Haase (#3). Haase schnappt sich wenig später Rast auf der Döttinger Höhe. Der R8 mit der Startnummer 3 hat die besten Karten.

Dennis Olsen ist mit dem KCMG-Porsche (#19) auf dem Vormarsch – bis sich der Norweger auf dem Flugplatz überschätzt und nach einem Dreher zurückfällt. Noch schlechter ergeht es Maro Engel, dessen Vorwärtsdrang ein Problem bremst. Der Pole-Setter verliert ein Rad und muss ein zweites Mal zum Boxenstopp. Engel (#6) fällt bis auf den 16. Platz zurück. BMW hat mit dem nassen Untergrund mehr Probleme als die Konkurrenz. Es wirkt, als dass sich die Fahrer unheimlich schwertun, Temperatur in die Reifen zu bekommen. Die M6 rutschen vor allem am Kurvenausgang beim Beschleunigen.

00:04 Uhr

Kaum geschrieben, äußert sich Rennleiter Hornung ein weiteres Mal. Die Fans an den TV-Monitoren müssen sich gedulden. "Wir haben die Zeit genutzt, um uns aus verschiedenen Quellen zu informieren. Das Wetter soll zwischen 2 und 3 Uhr nochmals schlechter werden. Bis 7 Uhr soll es regnen. Wir haben die Teams informiert, dass bis dahin die Motoren ruhen. Die meisten können sich schlafen legen. Die Mechaniker haben Zeit, die Autos zu reparieren."

Die Zuschauer an der Strecke mussten die Tribüne um 23 Uhr verlassen. Um 7 Uhr dürfen sie wieder kommen. Durch den Abbruch verpassen sie nichts.

22:50 bis 0 Uhr

Die Fahrer pausieren, die Mechaniker arbeiten. Sie klopfen die Autos auf mögliche Schäden ab. GetSpeed richtet zum Beispiel den GT3-Renner von Marciello/Schiller/Götz/Buhk wieder her. Das Quartett belegt trotz des Unfalls immerhin noch den 19. Platz – mit einem Rückstand von zwei Runden. Schon jetzt ist klar: Es kämpfen noch maximal 16 Autos um den Gesamterfolg. Sie befinden sich innerhalb einer Runde. Der Rest müsste sich erst zurückrunden und noch mehrere Minuten aufholen. Das scheint ausgeschlossen.

Rennleiter Walter Hornung schildert, warum es keine andere Wahl zum Rennabbruch gab: "Das Wasser wollte nicht mehr abfließen. Es wurde zu gefährlich. Wir wollen den Teams um 00:30 Uhr ein Update geben. Aber ich schätze, dass das Wetter eine Wiederaufnahme erst in den frühen Morgenstunden zulässt."

22:00 bis 22:50 Uhr

Nach knapp mehr als sieben Stunden Fahrzeit zieht die Rennleitung die Reißleine. Es steht zu viel Wasser auf der Strecke. Der Langstreckenmarathon wird unterbrochen. Die Autos müssen zurück in die Boxengasse. Und alle Beteiligten sind zu einer Zwangspause verdonnert, bis sich das Wetter bessert. Offenbar will die Rennleitung bis mindestens 00:30 Uhr warten. Dann soll es ein Update geben. Allerdings wird noch mehr heftiger Regen in den nächsten vier bis fünf Stunden erwartet.

Beinahe hätte Audi vor dem Abbruch zwei Spitzenautos verloren. Der Führende R8 LMS GT3 (#1) schlitterte durchs Gras. Doch Dries Vanthoor schlägt nirgends ein. Genauso ergeht es Teamkollege Christopher Haase (#3), der zwar nach einem Dreher auf der Anfahrt zu Hatzenbach den zweiten Platz verliert, aus seiner Sicht aber keinen größeren Schaden anrichtet. Kelvin van der Linde und die Mannschaft von Land-Audi (#29) erben die zweite Position. Sie haben aber eine Bürde: Aufgrund Missachtung von Flaggensignalen bekommen sie eine Strafe von 32 Sekunden.

Audis Vorsprung von fast zwei Minuten ist durch den Rennabbruch verdampft. BMW, Porsche und AMG freuen sich. Beim Neustart werden sie keinem Rückstand mehr hinterherhecheln. Besonders das geprügelte Mercedes dürfte nun wieder mit einem Podestplatz frohlocken. Der schien nach den Unfällen des HRT- und GetSpeed-Mercedes außer Reichweite. Der bestplatzierte AMG GT3 (#6) hinkte bereits fast fünf Minuten zurück. Jetzt könnte wieder etwas gehen: Dass das Auto schnell ist, haben die ersten sieben Rennstunden bewiesen.

Die Reihenfolge: 1. Audi R8 LMS (#1) – 2. Audi R8 LMS (#29) – 3. Audi R8 LMS (#3) – 4. BMW M6 GT3 (#99) – 5. Porsche 911 GT3 R (#18) – 6. BMW M6 GT3 (#42) – 7. Audi R8 LMS (#5) – 8. Mercedes AMG GT3 (#6) – 9. Mercedes-AMG GT3 (#2) – 10. Porsche 911 GT3 R (#31).

20:00 bis 22:00 Uhr

Die letzten beiden Stunden des Rennens bieten wieder etwas mehr Action. Vor allem an der Spitze überschlagen sich die Ereignisse. Zunächst muss sich die #4 von HRT mit einer Strafe von 33 Sekunden wegen Unterschreitung der Mindeststandzeit abfinden. Doch das ist wenige Minuten später ohnehin schon egal. Denn bei stärker werdendem Regen verliert Manuel Metzger in Führung liegend auf dem Drying-Wet-Reifen den Mercedes-AMG im Bereich Schwalbenschwanz.

"Das ist hart und enttäuschend”, meint Metzger. "Den ersten Stint sind wir mit dem Full-Wet-Regenreifen gefahren. Weil es dann abgetrocknet hat, haben wir uns für den Drying-Wet entschieden. Das war auch eine perfekte Entscheidung. Aber dann sind die Luftdrücke und Temperaturen zusammengesackt. Ich bin geschlichen und sachte aus dem kleinen Karussell gefahren. Trotzdem habe ich das Auto schlagartig verloren.”

Der sogenannte Drying-Wet-Reifen von Michelin ist ein Regenreifen, der speziell für die abtrocknende Strecke gemacht ist. Damit fuhr Maro Engel am Vortrag auch die Pole-Position heraus. Metzger hatte allerdings noch keine Erfahrung mit dem Pneu, der wohl etwas schwierig zu handhaben ist.

Danach übernimmt der #9 GetSpeed-Mercedes die Führung. Doch das soll nicht lange halten. Erst erwischt es Maxi Götz, der beim Überrunden eines langsameren Fahrzeugs eine Berührung hat und den Konkurrenten umdreht. Damit nicht genug. Der zweite Schock für GetSpeed folgt um 22 Uhr: Raffaele Marciello, der sich zu Beginn als Regen-Spezialist in Szene gesetzt hat, kreiselt erst im Adenauer Forst weg. Offenbar hat der Mercedes dabei einen Schaden genommen, obwohl es zunächst nicht danach ausgesehen hatte. Marciello schlägt mit seinem AMG GT3 wenig später in Kallenhard ein und wird abgeschleppt. Das Resultat: Audi hat eine Dreifachführung mit dem Phoenix-Audi #1, dem Land-Audi #29 und dem #3 Car Collection-Audi.

17:55 bis 20:00 Uhr

Die Grüne Hölle kennt kein Erbarmen. Zunächst führt Franck Perera noch eine Gala-Vorstellung im Konrad-Lamborghini vor und überrascht alle mit Platz drei und von einer Sekunde auf die andere ist alles vorbei. Die Underdogs müssen ihre Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis um 18:08 Uhr begraben – nur 2,5 Stunden nach dem Start. Perera kommt im Bereich nach der Ex-Mühle an der Leitplanke zum Stehen. Offenbar aufgrund eines technischen Problems.

"Wir hatten plötzlich ein Problem kurz nach dem Boxenstopp", sagt Perera. "Irgendwas ist im Heck passiert. Ich habe langsam gemacht und dann gestoppt. Wir waren ziemlich easy auf Platz 3, Marco hatte einen mega ersten Stint. Das Team hat einen tollen Job gemacht. Es ist schade, dass wir nach drei Stunden schon aufhören müssen.”

An der Spitze geht es immer noch zwischen den beiden Mercedes von GetSpeed und HRT hin und her. Allerdings gab es einen Führungswechsel. Nun hat Manuel Metzger im #4 HRT-Mercedes den ersten Platz mit über 50 Sekunden Vorsprung inne. Zuvor knabberte Metzger seinem Markenkollegen Fabian Schiller Runde für Runde den Vorsprung von über eine Minute ab. Nun ist der Abstand allerdings etwas verzerrt, weil Metzger eine Runde eher zum Stopp kam und damit eine kürzere Mindeststandzeit hatte. Hinter den beiden Mercedes haben sich der #29 Land-Audi und der #3 Car Collection-Audi platziert.

Indes trocknet die Ideallinie immer weiter ab. Einige Teams überlegen, auf Slicks zu wechseln. Zu den ersten gehörte wohl auch der #19 KCMG-Porsche. Der hat allerdings auch noch eine Strafe von 32 Sekunden im Nacken, weil man unter Gelb überholt hatte.

16:00 bis 17:55 Uhr

Oft wird bei einem 24-Stunden-Rennen über die Fahrzeugeinstufung "Balance of Performance" gesprochen. Bis jetzt spielt die BoP wenn überhaupt eine untergeordnete Rolle. Die Nordschleife erlebt Wasserspiele. Und bei solchen Witterungsverhältnissen kommt es nicht auf zehn Kilogramm mehr oder weniger Gewicht an, Restriktorgrößen oder Nuancen beim Ladedruck, sondern auf den richtigen Luftdruck in den Reifen, das Fahrgefühl und die Bereitschaft zum Risiko.

Es regnet mal mehr, mal weniger. Das Wetterradar verspricht erst für morgen früh gegen 8 Uhr eine echte Besserung. Schnitzer-Pilot Augusto Farfus (Startnummer 42), der im zweiten Stint mit den Reifentemperaturen zu kämpfen hatte, fasst die Situation treffend zusammen: "Die Strecke ist sehr rutschig. Der Regen ist mal stärker, mal schwächer. Es geht darum zu überleben und keinen Unfall zu bauen."

Für die Piloten fühlt sich der Untergrund teilweise wie Glatteis an. Vor allem an Stellen wie Pflanzgarten I oder in Hatzenbach soll es extrem rutschig sein. Da passieren schnell Unfälle. So wie der von Mario van Bohlen, der den Walkenhorst-BMW (#100) ausgangs Brünnchen verliert und in der Leitplanke strandet. Die Frontpartie des M6 GT3 trägt schwere Schäden davon. Das Auto muss von den Streckenposten abgeschleppt werden. Die Rennleitung entscheidet sich für die zweite Code-60-Phase des Rennens. An dieser Stelle dürfen die Fahrer maximal 60 km/h schnell sein.

Raffaele Marciello fährt in einer eigenen Liga. Der Italiener hat nach 14 Runden alles im Griff. Nach einem Boxenstopp führt der GetSpeed-Mercedes (#9) mit über einer Minute vor Maro Engel im HRT-Mercedes mit der Startnummer 4. Eine weitere halbe Minute dahinter befindet sich Franck Perera im Konrad-Lamborghini – eine starke Vorstellung der Mannschaft, die sich vor den werksunterstützten Autos von Porsche und Audi hält.

Dennis Olsen brilliert im KCMG-Porsche 911 GT3 (#19). Der Norweger ist bis auf den vierten Platz vorgefahren. Rückstand auf die Spitze: 2.05 Minuten. Das Schwesterauto rodelte hingegen auf der Grand Prix-Strecke durchs Gras. Am Steuer sitzt aktuell der fünffache 24h-Nürburgring-Sieger Timo Bernhard. Audi hat drei Autos unter den besten zehn. Sie liegen auf den Positionen fünf bis sieben. BMW rutschte hingegen ab. Derzeit belegt Rowe (#99) mit Alexander Sims den achten Platz.

Start:

Das Rennen ist gestartet – mit 97 Autos, die die 24 Stunden überstehen wollen. Auf Fahrer und Teams wartet eine besonders schwere Aufgabe. Es ist windig und vor allem sehr nass. Da lauern überall Gefahren auf den 25,378 Kilometern. Ferrari erwischt den besten Start. Jonathan Hirschi überholt im Octane-Ferrari 488 GT3 Evo (#26) auf der Zielgerade den Mercedes-AMG GT3 von Maro Engel (#4).

Doch es ist nur ein kurzes Feuerwerk. Als es auf die Nordschleife geht, verliert Hirschi die ersten Positionen. Erst schlägt Raffaele Marciello im GetSpeed-Mercedes zu, im Hatzenbach-Geschlängel folgt Engel. Der Ferrari, der auf Goodyear-Regenreifen unterwegs ist, fällt Position um Position zurück. Die Rivalen fallen über den 488 her. Inzwischen belegt Hirschi den 29. Platz.

An der Spitze setzen sich nach drei Runden zwei Mercedes ab. Marciello führt 6,2 Sekunden vor Engel. Die Lücke nach hinten ist groß. Martin Tomczyk verliert in seinem Schnitzer-BMW bereits eine halbe Minute. Ein großer Sprung gelingt Frank Stippler. Audis Routinier marschiert in der nassen Startphase vom zwölften Startplatz bis auf die vierte Position. Die weiteren Plätze in den Top 10: Marco Mapelli (#21 Lamborghini), Nick Yelloly (#99 BMW), Markus Winkelhock (#3 Audi), Matthieu Vaxiviere (#8 Mercedes), Thomas Jäger (#22 Mercedes), Frederic Vervisch (#1) Audi. In der Spitzengruppe fahren alle Autos den Michelin-Regenreifen. Der beste Porsche belegt den elften Rang.

Mehr Motorsport Rennanalyse 24h-Rennen Nürburgring 2020 BMW als perfektes Wetter-Chamäleon

Wie wurde BMW beim 24h-Rennen Nürburgring vom Zero zum Hero? Und warum war es bei Mercedes andersherum? In unserer Rennanalyse geben wir Antworten.

Mehr Motorsport Ergebnis 24h-Rennen Nürburgring 2020 20. Sieg im Langstrecken-Klassiker für BMW

Rowe-BMW (#99) gewinnt ein verkürztes Rennen auf der Nordschleife. Starkregen zwingt die Rennleitung zu einer langen Unterbrechung. Audi wird Zweiter.

Mehr Motorsport Katalog 24h-Rennen Nürburgring 2020 Diese Autos müssen durch die Grüne Hölle

Zur 48. Ausgabe des 24h-Rennens auf dem Nürburgring sind keine 100 Autos gemeldet. Wegen Corona ist das Starterfeld stark ausgedünnt.

Mehr Motorsport Fotos 24h-Rennen Nürburgring 2020 Wetter-Roulette in der Grünen Hölle

Die Eifel zeigt sich beim 24h-Rennen Nürburgring launisch: Regen, Wind und eisige Temperaturen machen den 97 Startern das Leben schwer.

Mehr Motorsport 24h-Classic 2020 Verregnete Zeitreise über die Nordschleife

Drei Stunden lang balgten sich historische Schätze wie Porsche 911 RSR, BMW M3, Opel Ascona, Ford Escort oder NSU TT bei den 24h-Classic um den Sieg.

Mehr Motorsport 24h-Rennen Nürburgring 2020 - Top-Qualifying Mercedes-Pole dank Maro Engel

Mercedes und BMW sind die Gewinner des Einzelzeitfahrens. Maro Engel errang auf einer halbnassen Nordschleife die Pole-Position für das 24h-Rennen.

Mehr Motorsport 24h-Rennen Nürburgring 2020 - Quali 3 Generalprobe auf nasser Piste

Das dritte Qualifying zum 24h-Rennen Nürburgring hatte auf nasser Piste kaum Relevanz für schnelle Rundenzeiten, jedoch für die Rennabstimmung.

Mehr Motorsport 24h-Rennen Nürburgring 2020 - Quali 2 Rote Flagge beendet Nachttraining

Das zweite Qualifying zum 24h-Rennen Nürburgring ist mit der roten Flagge vorzeitig beendet worden.

Mehr Motorsport 24h-Rennen Nürburgring 2020 - Quali 1 Konrad-Lambo zum Auftakt vorn

Der Konrad-Lamborghini notierte sich die erste Bestzeit auf der Nordschleife. Dahinter folgten die deutschen Werke von Audi, Mercedes-AMG und Porsche.

Mehr Motorsport Vorschau 24h-Rennen Nürburgring Wer sind die Favoriten?

Porsche ist nach drei Corona-Fällen in Le Mans schwer gebeutelt. Wie steht es um Mercedes, Audi und BMW? Wir schauen voraus auf den 24h-Klassiker.

Mehr Motorsport Drei Corona-Fälle bei Porsche Keine Le-Mans-Fahrer am Nürburgring

Chaos bei Porsche: Drei positive Corona-Fälle in Le Mans bedrohen den Einsatz beim 24h-Rennen am Nürburgring. Neun Werksfahrer fallen sicher aus.

Mehr Motorsport Corona-Virus fordert nächstes Opfer 24h-Rennen am Nürburgring in September verlegt

Die Fans müssen sich umstellen. Das 24h-Rennen am Nürburgring wird vom Mai in den September verschoben.

Mehr Motorsport 24h-Classic Nürburgring 2019 Über 200 Schätze auf der Nordschleife

Bei den 24h-Classic heizen Rennwagen wie Ford GT40, Porsche 911 RSR, Mercedes Benz 190E 2.5-16, Opel Kadett C Coupé und BMW M3 E30 den Zuschauern ein.

Mehr Motorsport Rennanalyse 24h Nürburgring 2019 Warum nicht der Schnellste siegte

Dieses Jahr ging es beim 24h-Rennen Nürburgring ums nackte Überleben. Porsche und Mercedes verschenkten den Sieg, Audi griff dankbar zu.

Mehr Motorsport 24h Nürburgring 2019 - Rennergebnis Audi gewinnt abgedrehtes Rennen

Pierre Kaffer, Frank Stippler, Frédéric Vervisch und Dries Vanthoor bescheren Audi den fünften Gesamtsieg am Nürburgring.

Mehr Motorsport Fans beim 24h-Rennen Nürburgring 2019 Ein Dachs für Breidscheid

Das 24-Stunden-Rennen schreibt seine großen und kleinen Geschichten. Auf den Campingplätzen verwandeln die Fans den Nürburgring zu einem Rummelplatz.

Mehr Motorsport Bilder 24h-Rennen Nürburgring 2019 Ein GT3-Ferrari brennt ab

Die Jagd nach dem größten Langstreckenpokal im deutschen Motorsport läuft. 155 Autos fetzen sich beim 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife.

Mehr Motorsport 24h-Rennen Nürburgring 2019 (Top-Qualifying) Erste Startreihe für Mercedes

Mercedes nimmt beim 24h-Rennen die erste Startreihe für sich ein und hat Porsche und Audi hinter sich gelassen. BMW nur mit Platz 13.

Mehr Motorsport Fan-Autos 24h-Rennen Nürburgring Pimp my ride

Die Vielfalt auf den Landstraßen rund um den Nürburgring ist genauso groß wie auf der Rennstrecke. Wir zeigen Ihnen die coolen Kisten der Besucher.

Mercedes-AMG GT3 (2020) Mercedes präsentiert GT3-Evo 24h-Rennen

Mercedes hat am Freitag (21.6.) im Rahmen des 24h-Rennens Nürburgring eine neue Evo-Version des GT3-Modells Mercedes-AMG GT3 vorgestellt.

Mehr Motorsport Adenauer Racing Day 2019 Motorsport-Karneval in Adenau

Am Mittwoch (19.6.) bebte das Eifel-Städtchen Adenau. Wie jedes Jahr verwandelte sich die Hauptstraße in einen automobilen Laufsteg.

Mehr Motorsport 24h-Rennen Nürburgring 2019 Bereit für das verrückte 24h-Spektakel

Es ist fast alles angerichtet für das 24h-Rennen Nürburgring 2019. Die Teams trafen letzte Vorbereitungen, die Fans tüftelten an ihren Unterkünften.

Mehr Motorsport Vorschau 24h-Rennen Nürburgring Wer bezwingt die Hölle?

Porsche, Audi, Mercedes und BMW gehören beim 24h-Rennen Nürburgring zum Favoritenkreis. Wer wie gut aufgestellt ins Rennen geht, ist die Frage.

VLN Im Aston Martin beim 24h-Rennen Teil des Teams auf der Nordschleife

Chefreporter Jens Dralle fuhr das 24h-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings. In einem Aston Martin. Eine Team-Leistung, die ihn tief beeindruckt hat und zu seinen Höhepunkten des Jahres zählt. Sein Teamkollege hat dabei gefilmt und...

24h Classic 2018 Die Klassiker vom Nürburgring 24h-Rennen 2018

Bei diesem Aufgebot schnalzen Autofans mit der Zunge: BMW M1, Ford GT40, Porsche 935 K1, Ford RS 2000, Opel Kadett GSI 16 V und Mercedes-Benz 300 SE. Wir zeigen Ihnen die schönen Rennwagen vom 24h Klassikrennen auf der...

1 2 3 ... 7 ... 11