Verstappen-Nordschleifen-Wahnsinn: Nix geht mehr!

24h Nürburgring am Limit
Verstappen-Nordschleifen-Wahnsinn: Nix geht mehr!

24h-Rennen 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 16.05.2026
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Max Verstappen bringt das 24h Rennen Nürburgring an seine Grenzen. Der viermalige Formel-1-Weltmeister sorgte mit der Ankündigung den Eifel-Marathon zu fahren bereits für einen Hype. Kurz vor dem Start des Rennens ist er der Wahnsinn Realität geworden. Die Wochenend-Tickets und die Tickets für Samstag sind alle ausverkauft – das gab es noch nie in der Geschichte des Rennens! Insgesamt werden über 300.000 Zuschauer erwartet.

Entsprechend chaotisch geht es rund um den Nürburgring zu. Schon am Freitag gab es stundenlange Staus auf den Landstraßen rund um die Eifel-Rennstrecke. Das sah am Samstagmorgen nicht anders aus. Teams und Fahrer sowie alle, die im Fahrerlager arbeiten müssen, besorgten sich Fahrräder, Roller oder E-Scooter, um halbwegs pünktlich zur Arbeit zu kommen.

Die Zuschauer selbst haben noch ein weiteres Problem: Die Parkplätze verwandelten sich von den vielen Regenfällen in den letzten Tagen in ein einziges Schlammbad. Zeitweise rückten Traktoren an, um sie überhaupt befreien zu können.

Verstappen wohnt im Motorhome

Max Verstappen hat damit wenig zu tun. Der Formel-1-Pilot hat vorgesorgt und haust in seinem eigenen Motorhome in seinen eigenen vier Wänden an der Strecke. Damit er trotz der zahlreichen Autogrammjäger ohne Probleme ins Fahrerlager kommt, hat er wie bei den Rennen zur Vorbereitung seine eigenen Securitys dabei, die ihm den Weg bahnen.

In der Garage muss sich Verstappen ohnehin wenig Sorgen machen. Die teilt er sich zwar mit anderen Startern wie es beim 24h-Rennen Nürburgring üblich ist, doch Fans haben hier generell keinen Zugang zu den Boxen – anders als bei der Nürburgring Langstrecken-Serie.

Max Verstappen - Mercedes - Nürburgring-Nordschleife - 21. März 2026
24h-Rennen

Von einem Zugang zur Startaufstellung können Fans in der Formel 1 nur träumen. Beim 24h-Rennen Nürburgring hat hier aber eigentlich jeder Zutritt. Das ist in diesem Jahr etwas anders. Zum einen wird Verstappen mit einem Kleinbus in die Startaufstellung gefahren, damit er nicht von den Massen überrannt wird. Zum anderen müssen sich alle, die ins Grid wollen, nun an einer Sammelstelle außerhalb der Strecke zusammenfinden, um dann in die Startaufstellung gelassen zu werden. Das bedeutet einen erheblich längeren Fußweg als bisher. Vielleicht für viele ein Grund, den Aufwand gar nicht erst auf sich zu nehmen.

Verstappen-Auto startet von Platz vier

Sportlich gesehen läuft es für den Niederländer bisher ganz gut. Er startet mit seinen Fahrerkollegen Lucas Auer, Jules Gounon und Dani Juncadella vom vierten Platz ins Rennen. Er selbst war in Top Q2 am Steuer. "Ich habe mich gut im Auto gefühlt", sagte er. "Unser Ziel war es, in Top Q3 zu kommen. Meine letzte Runde war gerade gut genug."

Das Wetter könnte extrem wechselhaft werden. Es sind Temperaturen um die 4 Grad in der Nacht angesagt. Wie wenig Gnade die Eifel kennt, erlebte der Niederländer schon am Donnerstagabend im Nachttraining. "Es waren die wohl schlechtesten Bedingungen mit dem Regen und dem Nebel. Aber so weiß ich, was mich im Rennen erwarten könnte. Wir haben uns in den letzten Rennen gut vorbereitet und es ist eine sehr professionelle Mannschaft."

Max Verstappen - Mercedes - Nürburgring-Nordschleife - 21. März 2026
Baldauf

Verstappens Fahrerkollegen feiern ihn jedenfalls für seine Nordschleifen-Begeisterung. "Ich finde es wahnsinnig toll, dass sich Max Verstappen hier die Ehre gibt, trotz des engen Formel 1 Kalenders", sagt Timo Glock. "Seine Teilnahme gibt den 24h Nürburgring medial die Aufmerksamkeit, die dieses Event verdient."

Max Verstappen vs. Maro Engel

Verstappens Teamkollege Maro Engel, mit dem es im vergangenen Jahr noch Zwist um den Rundenrekord auf der Nordschleife gab, meinte: "Es ist fantastisch, dass ein mehrfacher Formel-1-Weltmeister wie Max Verstappen hier am Start ist. Das zeigt, dass er ein echter Racer ist. Mit dieser Einstellung hat er sich bei uns im Team nahtlos eingefügt und es macht Spaß, auch seine Sicht der Dinge zu erfahren. Im Team ist er einer von uns, der vielleicht mit einer Portion mehr Talent gesegnet ist. Er macht auch kein Thema daraus, dass er Formel-1-Fahrer ist."

Fazit