Max Verstappen war die Hauptattraktion beim 24h-Rennen am Nürburgring 2026. Der viermalige Formel-1-Weltmeister kämpfte in einem Mercedes-AMG-GT3 des Winward-Teams um den Sieg. Erst ein Schaden an der Antriebswelle riss Verstappen und seine Fahrerkollegen Jules Gounon, Daniel Juncadella und Lucas Auer aus allen Träumen. Ohne den Defekt hätte Verstappen auf Anhieb beim Debüt gewonnen.
Der Superstar zeigte, zu was der wohl beste Rennfahrer der Welt in der Lage ist. Erfahrene Nordschleifen- und GT3-Kollegen blieben im Schatten Verstappens. Der Auftritt des Niederländers hat auch außerhalb Deutschlands und der Nordschleifen-Welt für Aufsehen gesorgt.
Das ist auch seinen Formel-1-Kollegen nicht entgangen. Die Nordschleife versprüht zudem auch in der Königsklasse ihren Charme. Einem hat sie es besonders angetan: Andrea Kimi Antonelli. Der WM-Führende hat zuletzt öffentlich mit dem Gedanken gespielt, die Nordschleife nicht nur als Fan zu erleben zu wollen, sondern selbst dort Rennen zu fahren. In einem kurzen Video wurde der Italiener von Gounon darauf angesprochen, wann er seine Rennlizenz machen will: "Ich will sie bis Ende des Jahres bekommen."
Absage von Mercedes
Ein Problem, sich auf die GT3-Autos einzustellen, hätte Antonelli keine. Sein Vater Marco besitzt das Rennteam Antonelli Motorsport, das in verschiedenen Serien mit einem Mercedes-AMG-GT3 antritt. Sohn Kimi saß bereits in der Flunder und drehte seine Runden mit dem V8-Monster.
Die Aussage Antonellis verbreitete sich schnell in den sozialen Medien und löste Spekulationen aus, ob der Mann aus Bologna nach Max Verstappen der nächste aktive Formel-1-Fahrer sein könnte, der auf der Nordschleife startet. Mercedes hat diese Diskussion nun aber vorerst gestoppt.
Beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring stellte der stellvertretende Teamchef Bradley Lord im Gespräch mit Nitro klar, dass Antonelli in diesem Jahr keine Permit machen wird. Lord sagte: "Nein." Der 45-Jährige erklärte außerdem, dass er mit Antonelli bereits darüber gesprochen habe und die Aussage nicht als konkreten Plan verstehe. "Ich habe mit ihm darüber gesprochen." Und er ergänzte: "Ich glaube, er hat das eher als Scherz gemeint."

Nicht nur im F1-Auto schnell: Andrea Kimi Antonelli ist der Mann der Stunde in der Königsklasse.
Nordschleife nicht im Fokus
Gleichzeitig machte Lord deutlich, dass die Nordschleife aus Mercedes-Sicht ein Thema für später ist. "Er kann es nach vier Weltmeisterschaften ja mal versuchen." Damit spielte der Brite auf Max Verstappen an, der auf dem Kurs schon deutlich mehr Erfahrung gesammelt hat. Lord ordnete das auch ein und sagte: "Er hat dank seiner Erfahrung vielleicht etwas mehr Bandbreite."
Für Antonelli gilt bei Mercedes derweil eine klare Priorität und die heißt Formel 1. Lord betonte das ausdrücklich und sagte: "Er soll sich vorerst voll auf die Formel 1 konzentrieren." Dort läuft es für den 19-Jährigen aktuell ohnehin hervorragend.
Nach drei Grand-Prix-Siegen in Serie führt Antonelli derzeit die Fahrerwertung an. Der Teenager hat 100 Punkte auf dem Konto. Sein erster Verfolger ist aktuell Teamkollege George Russell. Der Engländer hat 20 Zähler Rückstand. Die nächste Runde im WM-Duell steigt in Kanada am kommenden Wochenende (24.5.). In Montreal feierte Antonelli im Vorjahr seine erste Podestplatzierung in der Formel 1.












