08/2021, Mini Restomod mit Honda Mittelmotor Spectre Vehicle Design / Twitter
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08/2021, Mini Restomod mit Honda Mittelmotor 13 Bilder

Spectre Type 10: Mini-Restomod mit Honda-Mittelmotor

Spectre Type 10 Mini-Restomod Nein, die Lufteinlässe sind kein „Fake“

Spectre Vehicle Design stellt einen radikalen Restomod-Umbau des klassischen Mini vor. Die Kanadier tauschen nicht nur den Motor aus, sondern versetzen diesen auch.

Spectre? James-Bond-Kenner haben da alles im Kopf, nur keinen Restomod-Umbau des klassischen Minis. Eine in der kanadischen Metropole Vancouver ansässige Firma hat sich jedoch genau diesen Namen verpasst und stellt nun nach zweijähriger Entwicklungszeit im Rahmen der Monterey Car Week ihr neues Projekt vor: Einen in jeder Hinsicht optimierten britischen Oldtimer im Kleinwagen-Format, der dank Motortausch zur echten "Pocket Rocket" mutieren dürfte.

Im Gegensatz zu anderen Restomod-Projekten auf Mini-Basis schlägt sich Spectre Vehicle Design nicht mit dem aufwändigen Tuning des Original-Motors herum. Oder verpasst dem britischen Knirps einen Elektroantrieb. Nein, das Spenderherz stammt aus Japan und hört auf den Namen Honda K20. In besonders drehfreudigen Spezifikationen kam der Saugmotor in den Nullerjahren in fast allen Type-R- und Type-S-Modellen des Herstellers zum Einsatz.

Mittelmotor und Hinterradantrieb

Den Mini hebt der Zweiliter-Vierzylinder in neue Leistungs-Sphären. Von 233 PS konnte das Serienauto nur träumen. Weil die Power wahrscheinlich die Vorderräder überfordern würde, hat sich Spectre ein komplett neues Antriebs-Layout ausgedacht: Das Triebwerk rückt zwischen Passagiere und Hinterachse und gibt als klassischer Mittelmotor seine Kraft an die Hinterräder ab. Schade, dass die Kanadier bislang keine Fahrleistungen nennen. Angesichts des Leergewichts von gut 770 Kilogramm und des damit einhergehenden Leistungsgewichts von 3,3 Kilogramm pro PS dürfte in dieser Hinsicht einiges möglich sein.

08/2021, Mini Restomod mit Honda Mittelmotor
Spectre Vehicle Design / Twitter
Das Honda-Herz schlägt im Spectre Type 10 hinter den beiden Insassen.

Selbstverständlich zeigt sich der Rest der Technik an die neue Stärke angepasst. Spectre geht zwar bisher nicht ins Detail, verrät uns aber, dass das passende Motor-Management aus dem Hause Haltech stammt und das Triebwerk in einem verstärkten Hilfsrahmen sitzt. Für die Kraftübertragung sind ein manuelles Sechsgang-Getriebe und ein Sperrdifferenzial zuständig. Die Bremsanlage arbeitet rundum mit Scheiben sowie Vierkolben-Monoblock-Sätteln. Die dreiteiligen Zehn-Zoll-Felgen schneidern die Kanadier für ihren Restomod-Mini auf Maß; sie tragen Yokohama-Advan-Reifen im Format 165/70 R10.

Innen und außen konsequent puristisch

An der grundsätzlichen Mini-Ästhetik ändert Spectre beim Type 10 nichts. Prägnanteste Änderung sind die Lufteinlässe in den hinteren Seitenteilen, die dem Mittelmotor die dringend benötigte Frischluft zufächern. Innen präsentiert der Restomod-Mini unter anderem ein komplett aus Holz gefertigtes Armaturenbrett, in dem mittig die Instrumente positioniert sind, und einen Überrollbügel. Die Detailverliebtheit der Kanadier zeigt sich bei den Karbon-Schalensitzen im besonders schlanken Design, bei der liebevoll gestalteten Motor-Abdeckung und beim passgenau eingearbeiteten Panorama-Glasdach. Dass sich das innere und äußere Erscheinungsbild des Type 10 umfassend individualisieren lässt, versteht sich von selbst.

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Spectre Vehicle Design / Twitter
Durch das Panorama-Glasdach lässt sich das ziemlich hölzerne Interieur begutachten.

Um möglichen Problemen bei der Zulassung des Type 10 vorzubeugen, setzt Spectre Vehicle Design einen ungewöhnlichen Produktions- und Kaufprozess in Gang. Das Spenderfahrzeug wird nämlich in dem Land besorgt, in dem es die Kundin oder der Kunde künftig einsetzen möchte. Damit übernimmt der Type 10 sowohl die Fahrgestellnummer als auch die Zulassung des Basisautos. Die Mini-Embleme und Schriftzüge eliminiert die Truppe aus Vancouver allerdings.

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Fazit

Das hat sicher nicht nur markenrechtliche, sondern auch Prestige-Gründe: Wer mindestens 180.000 US-Dollar (aktuell etwa 153.500 Euro) für sein Auto ausgibt, will wahrscheinlich nicht einen Mini mit falschem Motor fahren, sondern einen echten Spectre. Der ist schließlich auf maximal zehn Exemplare limitiert und als eine solche Rarität definitiv ein Statussymbol. Und damit etwas, das das Original von 1959 nie sein wollte.

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