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Die Auto-Highlights der Hightech-Messe
Continental Sennheiser Ac2ated Soundsystem Continental
Continental Audiotechnik Auto als Klangkörper
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Continental Sennheiser Ac2ated Soundsystem 5 Bilder

Audio ohne Lautsprecher

Continental lässt Autoteile klingen

CES 2020

Der Automobilzulieferer Continental hat für Autos ein revolutionäres Audio-System entwickelt, das auf konventionelle Lautsprecher verzichtet, dafür aber das Fahrzeug als Klangkörper nutzt. Audiospezialist Sennheiser hilft bei der Klangbildung.

Fette Subwoofer im Kofferraum oder unter dem Sitz, filigrane Hochtöner in den A-Säulen und druckvolle Mitteltöner in den Türen – solche oder ähnliche Audioausbauten in Autos könnten bald der Vergangenheit angehören. Automobilzulieferer Continental hat mit Ac2ated Sound ein lautsprecherloses Fahrzeug-Audiosystem mit angeblich exzellenter Akustik entwickelt. Erstmals vorgestellt wurde das System auf der IAA 2017. Auf der CES 2020 präsentiert Conti mit Sennheiser einen neuen Entwicklungspartner. Die Audiospezialisten Sennheiser steuern zum Ac2ated-System ihre patentierte AMBEO 3D Audiotechnologie bei. Damit soll das Soundkonzept eine immersive Wiedergabe erreichen, die die Fahrzeuginsassen in eine vollkommen neue, lebensechte Klangwelt versetzt.

Continental Sennheiser Ac2ated Soundsystem
Continental
Sennheiser steuert seine AMBEO 3D Audiotechnologie bei.

Viel weniger Gewicht und Bauraum

Das herkömmliche Funktionsprinzip einer Audioanlage im Auto – Membrane in Lautsprechern zum Schwingen zu bringen – wird dabei komplett über Bord geworfen, hat es doch viele Nachteile. Unabhängig vom Fahrzeugsegment stellen Nutzer zumeist hohe Ansprüche an das Audiosystem eines Fahrzeugs. Aus diesem Grunde benötigen gängige Audiosysteme üblicherweise mehrere Lautsprecher und Kanäle, um ein dreidimensionales Klangerlebnis zu erzeugen. Die Integration der einzelnen Soundquellen stellt Fahrzeugdesign und -konstruktion häufig vor Herausforderungen.

Continental Audiotechnik Auto als Klangkörper
Continental
Die Schallwellen werden durch Aktuatoren erzeugt, die Bauteile im Auto in Schwingungen versetzen.

Das soll künftig einfacher werden. Inspiriert von der Funktionsweise von Saiteninstrumenten ersetzt das Continental-System konventionelle Lautsprecher durch Aktuatoren, die Schall erzeugen, indem sie bestimmte Oberflächen im Fahrzeug in Schwingung versetzen. Das lautsprecherlose Audiosystem bietet traditionellen Technologien gegenüber einige Vorteile: Es bringt deutlich weniger Gewicht auf die Waage, reduziert das benötigte Einbauvolumen erheblich und verbraucht auch noch weniger Strom.

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Lautsprecherloses Audiosystem von Continental
1:02 Min.

Verglichen mit gängigen High-End-Audioanlagen für Fahrzeuge verspricht Continental mit einer lautsprecherlosen Lösung ein zehnmal kleineres oder sogar noch geringeres Systemvolumen und das Gewicht der Anlage lässt sich auf einen Bruchteil des Gewichts von Lösungen mit Lautsprechern reduzieren. Um einen guten 3D-Klang zu erreichen, benötigen konventionelle High-End-Audiosysteme häufig zwischen 10 und 20 oder gar noch mehr Lautsprecher. Aufgrund der Konstruktion eines herkömmlichen Lautsprechers wiegt das System dadurch meist über 15 Kilogramm und bringt es insgesamt auf ein Einbauvolumen von zehn bis 30 Liter. Das lautsprecherlose Audiosystem von Continental kommt je nach Ausführung mit einem Gewicht von einem Kilogramm aus und benötigt ein Einbauvolumen von gerade einmal einem Liter. Die unsichtbare Fahrzeug-Audiotechnik kann zudem in alle Fahrzeugmodelle integriert werden – von der High-End-Limousine bis hin zum kleinen Elektrofahrzeug. Der Entfall von Lautsprechern bietet auch den Innenraumdesignern neue Möglichkeiten, da diese keinen Platz mehr für die Schallquellen einplanen müssen.

Bass aus dem Dachhimmel

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Continental
Das neue Continental-System soll exzellente Klangeigenschaften bieten.

Beim Ac2ated Sound-System von Continental werden die Schallwellen durch kompakte Aktuatoren erzeugt, die dem Kern eines herkömmlichen Lautsprechers ähneln. Diese Wandler bestehen aus einem Magneten und einer Spule, welche Mikroschwingungen erzeugen. Anstelle der schwingenden Membran eines gängigen Lautsprechers werden von den Wandlern allerdings im Fahrzeug bereits vorhandene, größere Bauteile und Oberflächen erregt, um Klang abzustrahlen.

Für die drei benötigten Hauptfrequenzbereiche bieten sich jeweils bestimmte Elemente im Fahrzeuginnenraum an. Die A-Säule eignet sich für hohe Frequenzen, Türverkleidungen können die Mitten übertragen große Bauteile wie die Dachauskleidung oder die Heckablage können niedrige Frequenzen und so einen druckvollen Bass erzeugen.

Das Conti-System lässt sich zudem skalieren. Eine günstige Einsteigeranlage mit drei Audiokanälen kann zu einer Anlage aus dem mittleren Preissegment mit vier bis sechs Kanälen und schließlich zu einer Premium-Lösung mit bis zu zwölf Kanälen aufgerüstet werden. Bei Letzterer werden sogar die Vordersitze als Klangkörper genutzt. Conti betont, dass dem System von unabhängiger Seite schon eine exzellente Akustik bescheinigt wurde.

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