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Hyundai Tucson Hidden Light Technik
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Hyundai Tucson Hidden Light Technik 18 Bilder

Hyundai Tucson: So funktioniert das versteckte Licht

Hyundai Tucson So funktioniert das versteckte Licht

Als Hyundai 2019 die Studie "Vision T Plugin Concept" auf der L.A. Autoshow präsentierte, wussten wir: Das ist der neue Hyundai Tucson. Was niemand ahnte, die Koreaner transportierten die expressive Front mitsamt den integrierten LED-Tagfahrlichter in die Serie.

Doch wie funktionieren die versteckten Lichter, die nur eingeschaltet sichtbar und im abgeschalteten Modus nicht als Lampen zu erkennen sind?

Die Front des Hyundai Tucson besteht aus einem sehr selbstbewussten Grill in einer Facettenoptik, der an der obersten Stelle über die gesamte Fahrzeugbreite reicht. In den äußeren Ecken sind die Tagfahrlichter nahtlos in die Diamantschliffoptik integriert – jeweils fünf pro Seite. Sie übernehmen auch die Blinkerfunktion, während die Hauptscheinwerfer etwas weiter unter in der Schürze untergebracht sind.

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SUV

Verschiedene Tarneffekte

Da das Tagfahrlicht aus unterschiedlich großen LED besteht – nach unten werden sie kleiner – mussten die Ingenieure verschiedene Techniken zum Verbergen anwenden. Für den Tarneffekt wird bei den kleineren LED eine Chromschicht zwischen der Leuchte und dem Lichtglas eingesetzt. Diese Schicht ist per Laser-Ätz-Verfahren in unterschiedlichen Stärken und Abständen aufgetragen. Optisch wirken sie dann wie ein verchromtes Zierlement, das jedoch weiterhin lichtdurchlässig ist.

Wenngleich diese Methode auch für die größeren Elemente denkbar wäre, so verlören die LED ihren Tarnmodus. Entsprechend wandte man hier eine Halbspiegeltechnik an, bei der eine dünne Metallschicht auf die Innenseite des äußeren Lichtglases aufgetragen wird. Diese Nickel-Chrom-Beschichtung erlaubt es, dass die LED-Tagfahrelemente im ausgeschalteten Modus wie die Facetten des Grills erscheinen. Ist das Licht eingeschaltet, so kann die Beschichtung Teile des Lichts gleichmäßig durchlassen.

Hitzesensor wacht über LED

Da die hitzebeständige Nickel-Chrom-Beschichtung weniger lichtdurchlässig ist, musste Hyundai die Anzahl der LED erhöhen, um damit die vorgeschriebene Helligkeit zu erreichen. Das hat allerdings zur Folge, dass im Inneren der Leuchten die Temperatur durch die erhöhte elektrische Leistung ansteigt. Ein Temperatursensor misst kontinuierlich, ob sich die LED-Einheit nicht überhitzt. Ist die Temperatur zu hoch, regelt der Sensor die Stromzufuhr "ohne die Helligkeit zu stark zu beeinträchtigen", so Hyundai.

Osram Night Breaker LED Nachruestlampe
Sicherheit

Auch am Heck kommt die Hidden Light-Technik bei den Rückleuchten zum Einsatz, wenngleich hier der Versteck-Modus nicht ganz so stark ausfällt. "Hinten erscheinen die versteckten Leuchten als dreieckige Elemente, sie sind jeweils auf der äußeren Seite eines sichtbaren vertikalen LED-Elements untergebracht. Solange die Rücklichter ausgeschaltet sind, absorbiert graues Glas teilweise das Umgebungslicht, sodass die Hidden Lights kaum zu erkennen sind", erklärt Hyundai. Allerdings ist bei den hinteren Leuchten keine Halbspiegeltechnik wie bei der Frontbeleuchtung verbaut. Stattdessen besteht das Glas aus lichtdurchlässigem und schwarzem Material, wobei die inneren Elemente zusätzlich in Schwarz gehalten sind, um den Versteck-Effekt zu verstärken.

Die Hidden-Light-Technik soll neben dem Tucson auch noch in weiteren Modellen Anwendung finden. Sie kann auch zukünftig Informationen an andere Verkehrsteilnehmer übermitteln.

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Fazit

Hyundai verpasst der Tucson-Front einen einzigartigen Auftritt. Doch hinter dem Facetten-Effekt mit den versteckten Leuchten steckt eine ausgeklügelte Technik, die nicht nur viel Entwicklungsaufwand bedeutet, sondern auch im täglichen Auto-Leben viel Zuwendung bedarf. Rechtfertigt die besondere Optik diesen Aufwand? Das muss jeder Käufer selbst entscheiden und auch wissen, dass besondere Technik auch im Fall eines Defekts besonders teuer werden könnte.

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