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Ex-BMW- und Byton-Manager

Carsten Breitfeld geht zu Faraday Future

Er war BMW-Manager, dann gründete er das Elektroauto-Startup Byton mit. Im April verließ Carsten Breitfeld das chinesische Unternehmen – und geht nun ins Silicon Valley.

Carsten Breitfeld wird zum Wandervogel zwischen den Elektroauto-Startups: Nach nur wenigen Monaten bei der chinesischen Firma Iconiq Motors heuert der Automanager in Kalifornien an: Bei der im Silicon Valley ansässigen und aus China finanzierten Marke Faraday Future. Diese wagt mit dem E-Auto-Spezialisten einen Neuanfang, nachdem die letzten Jahre geprägt waren von leeren Versprechungen und großen finanziellen Schwierigkeiten. Breitfeld soll das schaffen, was seinem ehemaligen BMW-Kollegen Stefan Krause nicht gelungen ist: Faraday Future wieder in die richtige Richtung zu entwickeln.

Von BMW zu Byton zu Iconiq Motors

Zu Iconiq Motors wechselte Breitfeld, nachdem er den chinesischen Konkurrenten Byton im April 2019 verlassen hatte. Das geschah während der gerade stattfindenden Automesse in Shanghai, in deren Rahmen Byton den Journalisten stolz seine Produktionsanlagen in Nanjing präsentierte. Zuerst hieß es damals, Breitfeld bliebe der Firma in anderer Funktion erhalten. Danach ließ Byton verbreiten, der Deutsche wolle sich neuen Abenteuern in der Startup-Branche zu widmen. Das Abenteuer Iconiq Motors scheint seinen Reiz schnell verloren zu haben. Dabei handelt es sich um eine Tochter von dem im Libanon gegründeten und in Dubai ansässigen Autohersteller W Motors. 2017 stellte Iconiq Motors mit dem Seven ein rein elektrisch betriebenes Crossover-Modell vor.

Byton M-Byte
Byton
Der Byton M-Byte soll Ende 2019 in China auf dem Markt kommen. Ex-Byton-Chef Carsten Breitfeld verließ das Unternehmen noch vor dem Produktions-Anlauf.

Breitfeld gründete Byton zusammen mit dem aktuellen CEO Daniel Kirchert 2016, mittlerweile soll die Firma 1.600 Mitarbeiter haben. Ende 2019 soll mit dem SUV M-Byte das erste Auto der Marke vom Band rollen, laut Herstellerangaben gäbe es bereits 50.000 Vorbestellungen. Der Marktstart ist zuerst in China geplant, 2020 kommen dann Nordamerika und später Europa hinzu. In diesem Sommer soll es eine dritte Finanzierungsrunde geben, bei der voraussichtlich ein Investor aus Asien die größte Rolle spielt, weiteres Geld soll aus Nordamerika kommen – Europa ist nicht mit von der Partie.

Finanzierung gesichert?

Laut einem Bericht des Manager-Magazins gibt es bei Byton möglicherweise Sorge, ob noch genügend finanzielle Mittel vorhanden sind und damit verbundene Gerüchte, dass weitere Führungskräfte dem Unternehmen den Rücken kehren könnten. Byton scheint sich seinerzeit länger auf den Abgang von Breitfeld vorbereitet zu haben. Im Januar gab der Hersteller bekannt, dass man in Zukunft die Rollen des COB (Chairman of the Board) und des CEO (Chief Executive Officer) trennen werde – bis dahin bekleidete Breitfeld beide Posten in Personalunion. Byton-Mitgründer Daniel Kirchert wurde dann CEO, während Breitfeld weiter COB blieb.

In der Vergangenheit hatte Carsten Breitfeld mehrfach darauf hingewiesen, dass es in China zirka 40 Unternehmen gäbe, die das gleiche vor hätten wie Byton. Außerdem hätten sich dort die Rahmenbedingungen für Startups in letzter Zeit deutlich verschlechtert. Vor seinem Engagement in China war Breitfeld BMW-Manager und trieb dort unter anderem die Entwicklung des Plug-in-Hybrid-Sportwagens i8 voran.

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Fazit

Hat Carsten Breitfeld in letzter Zeit vor allem nur Pech? Oder sucht der ehemalige BMW-Manager einfach nur immer größere Herausforderungen? Fakt ist: Nach den harten Aufgaben in China mutet er sich mit Faraday Future eines der schwierigsten Umfelder im E-Auto-Startup-Kosmos zu. Man sollte ihm viel Glück wünschen – er wird es brauchen.

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