Der Mini Aceman SE ist mit einer 49,2 kWh großen Batterie ausgestattet, die 160 kW Leistung liefert. Damit positioniert er sich als kompakter Crossover oberhalb des Cooper und bietet ein modernes Konzept für den urbanen Einsatz. Im Innenraum fällt das runde Zentraldisplay auf, das mit brillanter Darstellung punktet. Allerdings erfordert die Menüführung Eingewöhnung: Die dichte Struktur der Menüs erschwert die Bedienung während der Fahrt.
Das Platzangebot zeigt sich alltagstauglich: Im Fond finden Passagiere ausreichend Raum, und auch der Kofferraum bietet genügend Stauraum. Damit richtet sich der Aceman SE an Fahrer, die Praktikabilität und typisches Mini-Design schätzen.
Fahrverhalten: Stadtkomfort vs. Landstraßenherausforderung
In der Stadt überzeugt der Aceman SE durch seine Gelassenheit. Kanaldeckel und kurze Kanten werden von der Federung souverän abgefedert. Doch auf schlechteren Straßen zeigt sich eine andere Seite: Die Hinterachse wirkt unruhig, was den Fahrkomfort mindert.
Bei dynamischem Fahren offenbart sich ein weiteres Problem: Das hohe Drehmoment des Elektromotors überfordert die Vorderräder in Kurven. Besonders auf unebenen Straßen macht sich dies durch Antriebseinflüsse bemerkbar – das Lenkrad arbeitet merklich gegen die Kräfte an. Dieses Verhalten lässt das "Gokart-Gefühl" weniger präzise wirken.
Bedeutung für den Markenwandel
Der Aceman SE steht für Minis Wandel zur Elektrifizierung. Mit modernem Design und elektrischem Antrieb spricht er eine neue Zielgruppe an – doch dabei geht ein Stück der ursprünglichen Markenidee verloren. Während frühere Modelle durch Agilität glänzten, liegt der Fokus nun stärker auf Komfort und Technik.
Die Elektrifizierung ist jedoch zukunftsweisend: Angesichts strengerer Emissionsvorgaben muss Mini neue Wege gehen. Der Aceman SE zeigt dabei sowohl Potenziale als auch Herausforderungen auf.







