Gewinneinbruch bei BMW: Über 35 Prozent Rückgang

Gewinneinbruch bei BMW
Über 35 Prozent Rückgang

ArtikeldatumVeröffentlicht am 30.07.2026
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Für BMW ist der chinesische Markt vom Wachstumsmotor zum Sorgenkind geworden. Die Verkäufe im einst wichtigsten Markt brachen im zweiten Quartal 2026 um mehr als ein Drittel ein und rissen die gesamte Bilanz des Konzerns nach unten. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sank um 35,1 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz schrumpfte um fast acht Prozent auf 31,3 Milliarden Euro.

Die Kennzahlen für das zweite Quartal belegen die angespannte Lage, besonders im automobilen Kerngeschäft. Dort brach das operative Ergebnis (EBIT) um über 60 Prozent auf nur noch 629 Millionen Euro ein. Die entsprechende EBIT-Marge liegt bei 2,3 Prozent. Damit verdiente BMW im abgelaufenen Quartal mehr mit Finanzdienstleistungen als mit dem Bau und Verkauf von Autos.

Die Verkaufsstatistik zeigt eine tiefe Spaltung des Weltmarktes. Während die Auslieferungen in Europa (+7,6 %) und den USA (+11,9 %) zulegten, konnte dieses Wachstum den Absturz in China (-30,2 %) nicht ausgleichen. Diese Entwicklung trifft die Münchner in einer heiklen Phase, nur wenige Wochen nach dem Amtsantritt des neuen Vorstandschefs Milan Nedeljković Mitte Mai.

Sparprogramm und Personalabbau

Nedeljković reagiert nun mit einem Effizienzprogramm. In Absprache mit dem Betriebsrat legt BMW ein Abfindungsprogramm auf, um Personal abzubauen. "Die Herausforderungen in der gesamten Automobilindustrie nehmen rasant zu", so Nedeljković. Es gelte nun, "schlank und agil zu sein". Auch Finanzvorstand Walter Mertl kündigte an, die Effizienzmaßnahmen zu intensivieren, um die Kostenbasis zu senken.

Einige Lichtblicke finden sich dennoch im Portfolio. Der Absatz reiner Elektroautos (BEV) entwickelte sich vor allem in Europa positiv, wo er um fast 38 Prozent zulegte. Auch die Marke Mini stemmte sich mit einem Verkaufsplus von 17,1 Prozent gegen den negativen Konzerntrend, angetrieben von den vollelektrischen Modellen. Große Hoffnungen setzt das Management auf die Modelle der Neuen Klasse, für deren erstes Fahrzeug, den iX3, eine hohe Nachfrage besteht. Eine schnelle Erholung erwartet der Konzern nicht. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt BMW die Prognose einer EBIT-Marge im Autogeschäft von nur 1 bis 3 Prozent.

Fazit