Toyota Yaris Cross Rossen Gargolov
Toyota Yaris Cross
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Toyota Yaris Cross 6 Bilder

Toyota Yaris Cross im Test

Toyota Yaris Cross im Test Frecher und sparsam

Ein freches Crossover fehlte noch im Portfolio. Nun ist er da – mit Hybridantrieb. Test.

Jeder Toyota-Händler dürfte doch beim Anblick des Yaris Cross vor Freude durch den Laden hüpfen. Denn während Marken wie Renault, Opel, Kia und VW mit Captur, Mokka, Stonic und T-Cross prächtig Geld verdienen, konnten mit dem vergleichbaren C-HR von Toyota nur wenig Käufer gefunden werden. Nun also der vielversprechendere Yaris Cross. Zehn Zentimeter höher und 24 Zentimeter länger als ein Schrägheck-Yaris passt er mit seiner robusten Beplankung gut ins Beuteschema typischer Crossover-Käufer. Innen gefällt der Toyota mit einem harmonisch geformten Armaturenbrett, farblich abgesetzten Lüftungsdüsen und straffen Sitzen mit viel Beinauflage und Seitenhalt.

Toyota Yaris Cross
Rossen Gargolov
Dreizylinder-Reihenmotor, Hubraum 1.490 cm3, Leistung 68 kW (92 PS) bei 5.500/min, max. Drehmoment 120 Nm bei 3.600/min, Elektromotor, Leistung/Drehmoment 59 kW/141 Nm, Systemleistung 85 kW (116 PS). Höchstgeschwindigkeit 170 km/h, Beschleunigung 0 – 100 km/h 11,7 s, Grundpreis 29.990 Euro.

Im Maschinenraum arbeitet ein 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner im Verbund mit einem 59 kW starken Elektromotor (141 Nm). Die Systemleistung beträgt 116 PS. Hinzu kommen ein Planetengetriebe für die Kraftübertragung und die 27 kg schwere Lithium-Ionen-Batterie (mit 0,8 kWh) unter der Rücksitzbank.

Das klingt nicht üppig, und tatsächlich benötigt der Toyota für den Spurt auf 100 km/h 11,7 Sekunden. Das Konzept hat aber einen großen Vorteil: Der Yaris Cross wiegt für einen Vollhybrid mit 1.251 kg vergleichsweise wenig. Sein Ziel ist ein cleveres Zusammenspiel von E-Motor und Verbrenner, um Letzteren möglichst häufig abzuschalten. In der Stadt und bis etwa 130 km/h bei gemäßigtem Gasfuß schiebt der E-Motor meist alleine an oder rekuperiert fleißig – falls gewünscht sogar in einem verzögerungsstarken B-Modus. Nur bei Fahrten gen Höchstgeschwindigkeit (170 km/h) ist der Benziner wirklich gefordert. Sein maximales Drehmoment von 120 Nm liegt erst bei 3.600 Touren an. Ergo sind hohe Drehzahlen angesagt, und da der Dreizylinder kernig klingt, wird es innen lauter. Aber: Der Hybrid-Ansatz lohnt sich. Am Ende ergibt sich ein Verbrauch von lediglich 5,6 Litern. Minimal beließ es der Hybrid sogar bei 4,5 l/100 km. Beachtliche Werte, von denen Kontrahenten mit Turbobenzinern nur träumen können.

Toyota Yaris Cross
Rossen Gargolov
Fünfsitziger SUV, L x B x H 4.180 x 1.765 x 1.595 mm, Radstand 2.560 mm, Kofferraum 397–1.097 l, Leergew. /Zuladung 1.251/439 kg.

In der Stadt etwas zu herb

Da blieb offenbar keine Entwicklungskapazität mehr für eine ausgewogene Fahrwerksabstimmung. Der Viertürer lenkt zwar willig ein, bremst kräftig und wankt kaum. Doch insbesondere im Stadtverkehr informiert der mit 18-Zoll-Rädern üppig bereifte Testwagen, ein teurer Yaris Cross Elegant für fast 30.000 Euro, bereitwillig über jede Fuge.

Also zu früh gefreut? Nein. Schließlich ist die Konkurrenz auf diesem Gebiet auch nicht viel besser.

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Soll der Kauf von Plug-in-Hybriden auch in Zukunft vom Staat gefördert werden?
Nein, denn viele Kunden nutzen zu oft den Verbrenner.
Ja, wer häufig elektrisch fährt, spart sehr wohl CO2.

Fazit

Der Toyota ist ein top ausstaffiertes und sicheres Crossover mit ausreichend Platz und einem sehr sparsamen, aber auch kraftlosen Antriebskonzept. Fahrspaß kommt daher nur selten auf.

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