Toyota Tundra TRD Hammer Offroad-Pick-up: Toyota plant Angriff auf den Ford F-150 Raptor

Toyota Tundra TRD Hammer Offroad-Pick-up
Toyota plant Angriff auf den Ford F-150 Raptor

ArtikeldatumVeröffentlicht am 20.03.2026
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03/2026 Toyota Tundra Desert Chase Concept SEMA
Foto: Toyota

Toyotas großer Pick-up Tundra ist in den USA eine feste Größe, kommt aber seit Jahren nicht an die Erfolge der Fullsize-Modelle von Ford General Motors und Ram Trucks heran. Das könnte auch daran liegen, dass die Japaner gegenüber F-150 und Co. immer ein bisschen braver wirken. Das könnte sich jetzt womöglich ändern, was ein neuer Patentantrag verrät.

Name patentiert

Diese Markenanmeldung in den USA, welche die Kollegen von thedrive.com aufgespürt haben, liefert Hinweise auf eine neue Offroad-Version des Tundra. Der Hersteller hat sich am 10. März den Namen "TRD Hammer" beim US-Patent- und Markenamt gesichert. Der Name tauchte offenbar bereits zuvor in einer internen Umfrage auf, in der mehrere Bezeichnungen für ein künftiges Hochleistungsmodell abgefragt wurden. Neben "TRD Hammer" standen unter anderem "TRD Baja" oder "TRD Quake" zur Auswahl. Entscheidender als die Namensliste ist jedoch die Beschreibung des Fahrzeugs, auf das diese Bezeichnung zielen dürfte.

Raptor im Visier

Demnach handelt es sich um ein Performance-Offroad-Paket mit Extremfahrwerk, 37-Zoll-All-Terrain-Reifen sowie heftiger Verbreiterung. Diese Aufzählung mitsamt der enormen Reifengröße legt nahe, dass Toyota hier gezielt auf das Segment der werksseitigen Offroad-Pick-ups vom Schlage eines Ram TRX oder eines Ford F-150 Raptor zielt.

Zusätzliche Indizien für ein solches Projekt gab es bereits in den vergangenen Jahren. Neben internen Hinweisen auf eine entsprechende Entwicklung trat zuletzt auch ein Rennfahrzeug auf Tundra-Basis bei der Wüstenrallye Mint 400 an. Und einen konkreten Ausblick auf die technische Machbarkeit liefert das bereits 2021 präsentierte Konzeptfahrzeug Toyota Tundra TRD Desert Chase Concept.

Hohes Fahrwerk, dicke Reifen

Im Zentrum steht auch hier ein langhubiges Fahrwerk, das an den serienmäßigen Befestigungspunkten ansetzt, jedoch deutlich größere Federwege in Verbindung mit einer erheblichen Spurverbreiterung liefert. Ergänzt wird dies durch einen Widebody-Umbau , der Platz für großformatige Räder schafft. Zum Einsatz kamen bei dem Konzeptfahrzeug 18-Zoll-Schmiederäder mit 37-Zoll-Reifen, was sich mit den aktuellen Gedankenspielen deckt.

Angetrieben wird das Konzept vom bekannten i-FORCE-MAX-Hybridsystem: ein 3,5-Liter-V6-Biturbo kombiniert mit einem Elektromotor, integriert in die 10-Gang-Automatik. Die Systemleistung entspricht mit 443 PS und 790 Nm dem Serien-TRD-Pro-Niveau. Aktuell ein bisschen wenig im Vergleich zur V8-Konkurrenz, aber vielleicht fällt Toyota diesbezüglich ja noch etwas ein.

Darüber hinaus zeigt das Desert-Chase-Konzept zahlreiche funktionale Erweiterungen für den Offroad-Einsatz. Dazu zählen ein umfangreiches Beleuchtungssystem mit nach vorne, hinten und zur Seite gerichteten Zusatzscheinwerfern sowie ein höhenverstellbarer Lichtbalken. Im Laderaum finden sich fest installierte Halterungen für Ersatzräder und Werkzeug sowie Kraftstoff- und Wasserkanister. Die Ausrüstung orientiert sich an realen Anforderungen von Begleitfahrzeugen im US-Wüstenrennsport.

Konzept als Service-Truck

Die Rolle solcher Chase-Fahrzeuge ist im Offroad-Motorsport wichtig, da es auf den Etappen keine Service-Punkte gibt. Stattdessen folgt das Support-Team dem Rennfahrzeug durch unwegsames Gelände und übernimmt Reparaturen oder Versorgungsaufgaben direkt vor Ort. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Robustheit, Reichweite und Geländegängigkeit.

Viele der im Konzeptfahrzeug gezeigten Lösungen lassen sich als technische Blaupause für eine mögliche Serienversion interpretieren. Insbesondere Fahrwerk, Reifenformat und Karosserieverbreiterung decken sich mit den Merkmalen, die in der Beschreibung der Markenanmeldung zum TRD Hammer genannt werden.

Fazit