Jeep erweitert die Wrangler-Baureihe um eine weitere Achtzylinder-Variante. Der Jeep Wrangler Willys 392 ist Teil der auf zwölf Sondermodelle angelegten Reihe "Twelve 4 Twelve". Das wichtigste Detail steckt unter der Haube: der legendäre Hemi-V8. Der Saugmotor mit 6,4 Liter Hubraum leistet 476 PS, das maximale Drehmoment beträgt 637 Nm. Die Kraftübertragung erledigt ein Automatikgetriebe, das die Leistung an den Permanent-Allradantrieb des Jeep Wrangler Willys weiterleitet. Für Akustik-Eskapaden gibt es eine zweistufige Abgasanlage mit Klappensteuerung, um den V8 bei Bedarf etwas lauter herumrüpeln zu lassen.
Sperre serienmäßig
Zum Antriebsstrang gehören robuste Dana-44-Starrachsen der dritten Generation mit einer relativ kurzen Achsübersetzung von 4,56:1. Ein elektronisch sperrbares Tru-Lok-Hinterachsdifferenzial ist außerdem Standard. Der Willys 392 rollt serienmäßig auf 35-Zoll-Reifen vom Typ BF Goodrich KO2 auf 17-Zoll-Beadlock-Felgen, die große Bereifung erklärt dann auch die kurze Achsübersetzung. Die Bodenfreiheit gibt Jeep mit 282 Millimeter an. Ergänzt wird die Offroad-Ausstattung durch Rock Rails an den Schwellern sowie Stahlstoßfänger vorne und hinten. Der vordere Stoßfänger ist für die Aufnahme einer Seilwinde vorbereitet. Die Motorhaube verfügt über einen Lufteinlass mit integriertem Wasserabscheider für tiefe Wasserdurchfahrten.
Optisch greift das Sondermodell dem Namen Willys entsprechend (das war der erste Jeep überhaupt) historische Elemente auf, darunter entsprechende Haubenaufkleber und Schriftzüge am Heck. Die Außenbeleuchtung ist vollständig in LED-Technik ausgeführt. Für das Modelljahr 2026 wird zudem eine neue Außenfarbe namens Goldilocks eingeführt, die sich an klassischen Farbtönen orientieren soll.
Feines Leder
Im Innenraum unterscheidet sich der Willys 392 erheblich von den Basismodellen der Baureihe. Die mit Nappa-Leder bezogenen Vordersitze sind elektrisch verstellbar und beheizt. Das Infotainmentsystem arbeitet mit einem 12,3-Zoll-Touchscreen inklusive Navigation. Ein Alpine-Audiosystem mit neun Lautsprechern, Subwoofer und 552-Watt-Verstärker gehört ebenso zur Serienausstattung wie vier programmierbare Zusatzschalter im Armaturenträger. Das Trailer-Tow-Paket für den Anhänger-Betrieb ist ebenfalls ab Werk enthalten.
Der kombinierte Kraftstoffverbrauch nach US-Norm wird mit 13 mpg im Stadtzyklus angegeben. Das entspricht umgerechnet rund 18,1 Litern pro 100 Kilometer, im Gelände auch gerne ein Schlückchen mehr. Die rechnerische Reichweite liegt damit bei rund 484 Kilometern. Zum Vergleich: Ein Wrangler mit dem V6-Basis-Benziner erreicht Reichweiten von bis zu rund 700 Kilometern.
Fast schon günstig
Der Einstiegspreis in den USA beträgt 69.995 US-Dollar, hinzu kommen 1.995 US-Dollar Überführungskosten. Daraus ergibt sich ein Gesamtpreis von 71.990 US-Dollar. Zum aktuellen Umrechnungskurs entspricht das rund 66.200 Euro und ist damit das günstigste Wrangler-mit-Hemi-Angebot aller Zeiten. Zum Vergleich: Der frühere Wrangler Rubicon 392 lag bei über 100.000 Dollar. Nach Deutschland kommt der neue V8-Willys wie alle anderen Verbrenner-Wrangler nur über freie Importeure.







