Cockpit Innenraum Bakterien Untersuchung Studie Collage Peugeot / ScrapCarComparison / Patrick Lang
Cockpit Innenraum Bakterien Untersuchung Studie Collage
Cockpit Innenraum Bakterien Untersuchung Studie Collage
Cockpit Innenraum Bakterien Untersuchung Studie Collage
Cockpit Innenraum Bakterien Untersuchung Studie Collage 4 Bilder

Sie haben das Limit frei verfügbarer Artikel für diesen Monat erreicht.

Registrieren und kostenlos weiterlesen

Wir verwenden Ihre E-Mail Adresse, um Ihnen Angebote zu ähnlichen Produkten oder Dienstleistungen aus unserem Haus anzubieten. Sie können diesen Dienst jederzeit mit dem in der E-Mail befindlichen Abmeldelink beenden oder der Nutzung Ihrer Daten zu Werbezwecken widersprechen unter motorpresse@datenschutz.de.

Mit Ihrer Registrierung erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden und nehmen die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Mangelhafte Innenraumpflege: Mehr Bakterien als in Haushalts-Toiletten

Mangelhafte Innenraumpflege Autos schmutziger als ein Klo

Einer britischen Untersuchung zufolge achten Autobesitzer zu wenig auf die Sauberkeit in ihren Fahrzeugen. Laut der Studie bevölkern Sitze, Lenkrad, Schaltknauf und Co. mehr Bakterien als ein Haushalts-WC. Besonders Kofferräume entpuppen sich als Keimschleudern.

Die regelmäßige Autowäsche ist für viele Autobesitzer ein wichtiges Ritual. Der eigene Wagen soll was hermachen, denn schließlich sind wir mit ihm viel unterwegs und verbringen dabei reichlich Zeit hinterm Steuer. Aber wie schmutzig ist eigentlich ein durchschnittliches Fahrzeug und wo häufen sich die meisten Keime an? Diesen Fragen ist die britische Website ScrapCarComparison in Zusammenarbeit mit der Aston University nachgegangen. Und die Ergebnisse, die Dr. Jonathan Cox, leitender Dozent für Mikrobiologie, mit seinem Forschungsteam hervorbrachte, geben Anlass zum Ekel.

Fünf Gebrauchtwagen, zwei Toiletten

Für die Studie nahm die Forschungstruppe die folgenden fünf Gebrauchtwagen unterschiedlichen Alters genauer unter die Lupe:

  • Peugeot 307-SW; 17 Jahre alt; Tiere fahren mit; von einem Vorbesitzer gebraucht gekauft
  • VW Golf; 5 Jahre alt; Tiere und Kinder fahren mit; nach zwei Vorbesitzern aus dritter Hand gekauft
  • Ford Focus; 13 Jahre alt; Tiere und Kinder fahren mit; von einem Vorbesitzer gebraucht gekauft
  • Honda Jazz; 9 Jahre alt; Tiere und Kinder fahren mit; nach zwei Vorbesitzern aus dritter Hand gekauft
  • Peugeot 308; 2 Jahre alt; von einem Vorbesitzer gebraucht gekauft

Bei jedem Fahrzeug entnahmen die Forscher mit sterilen und zuvor in einer phosphatgepufferten Kochsalzlösung getränkten Wattestäbchen genaue Proben an den wichtigsten Stellen im Interieur. Jeder Tupfer wurde dann auf beimpften Agarplatten ausgestrichen. Es handelt sich dabei um Petrischalen, die ein festes Nährmedium enthalten. Um jegliches Bakterienwachstum zu identifizieren, wurden die Behältnisse für 24 Stunden bei 37 Grad Celsius aufbewahrt. Als Vergleich zu den Fahrzeugen dienten zwei Haushalts-Toiletten. Sie wurden nicht wissentlich gereinigt, aber während der 24 Stunden vor Durchführung der Studie benutzt.

Kontaminations-König Kofferraum

Das Ergebnis: schauderhaft! Vor allem im Kofferraums. Insgesamt 1.425 Bakterienstämme identifizierten die Forscher in den Heckabteilen der Fahrzeuge. In jedem der untersuchten Pkw befanden sich darunter auch Fäkalkeime. Und bei allen Autos überbot der Kofferraum die bakterielle Kontamination einer durchschnittlichen Toilette deutlich. Warum das so ist, weiß Untersuchungsleiter Dr. Cox, den ScapCarComparison zitiert: "Der Kofferraum ist oft der Ort, an dem wir unsere Supermarkt-Einkäufe verstauen – und durch die rückläufige Verwendung von Tragetaschen wirft man lose Gegenstände noch öfters dort hinein." Deshalb sei es besonders wichtig, Lebensmittel wie Obst, Gemüse oder andere Produkte vor dem Verzehr ausreichend zu reinigen.

Cockpit Innenraum Bakterien Untersuchung Studie Collage
ScrapCarComparison
Am stärksten betroffen waren die Kofferräume der untersuchten Autos. Hier wiesen die Forscher insgesamt 1.425 Bakterienstämme nach – darunter auch Fäkalkeime.

Fäkalkeime auch auf dem Fahrersitz

 Auch bezogen auf die Gesamt-Keimbelastung lag der Wert bei jedem einzelnen Auto höher als an den beiden stillen Örtchen. Übrigens: Fäkalkeime fanden sich nicht nur im Kofferraum, sondern ebenfalls auf dem Fahrersitz. Mit 649 identifizierten Bakterienarten belegte dieser Platz zwei im Ranking – gefolgt vom Schalthebel (407 Bakterien) und vom Rücksitz (323 Bakterien). Und auch das Armaturenbrett war mit 317 festgestellten Keimen stark verunreinigt. In Anbetracht der Tatsache, dass man da als Autofahrer oft mit den Fingern "herumtätschelt", erscheint das nur logisch.

Auto vor Corona schützen, 2020
Tech & Zukunft

Niedriger Wert am Lenkrad

Sind folglich auch Lenkräder entsprechend verunreinigt? Fehlanzeige. Zumindest in diesem Fall. Mit nur 146 verschiedenen Bakterien schlugen sich die Volants bei der Untersuchung verhältnismäßig gut. Warum? Nun, laut Dr. Cox sei der vermehrte Einsatz von Desinfektionsmitteln durch die Corona-Pandemie für den niedrigen Wert verantwortlich. Deshalb weisen einige Fahrer-Kontaktflächen geringere Bakterien-Konzentrationen auf als erwartet. Dennoch gehe die Forschung davon aus, dass das Lenkrad ohne die durch COVID-19 verursachte Ausnahmesituation in der Regel am schlimmsten betroffen sei. "Das bedeutet, dass der Schalthebel bei der Desinfektion wahrscheinlich übersehen wird", merkt der leitende Dozent an. Denn die Testergebnisse zeigen, dass auch dieser Teil des Innenraums tatsächlich schmutziger ist als der Knopf für die Toilettenspülung – und in den meisten Fällen auch als ein Toilettensitz.

Je älter, desto schmutziger

Darüber hinaus hat die Studie gezeigt, dass die bakterielle Belastung mit dem Alter des Fahrzeugs korreliert. So wiesen die älteren Autos einen höheren Bakterienbefall auf als solche, die über einen kürzeren Zeitraum auf der Straße waren. "Das ergibt Sinn, denn je mehr wir unsere Autos benutzen, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir mehr Bakterien aus verschiedenen Quellen hineinbringen", erklärt Dr. Cox gegenüber ScapCarComparison. Wer sich demnächst einen Gebrauchten gönnt, besorgt vorab also besser auch gleich einen Lappen und eine ausreichend große Desinfektions-Flasche.

Umfrage

4492 Mal abgestimmt
Reinigen Sie den Innenraum Ihres Autos während der Corona-Krise öfter als sonst?
Ja, dem Virus darf man so wenig Verbreitungs-Chancen wie möglich geben.
Nein, das finde ich übertrieben.
Polsterreiniger, Teppichreiniger, Test

Fazit

Laut einer britischen Studie sind Fahrzeug-Innenräume von mehr Bakterien befallen als Haushalts-Toiletten. Auch Fäkalkeime lassen sich im Auto nachweisen. Am höchsten ist die Bakterien-Konzentration im Kofferraum, auf dem Fahrersitz, am Schalthebel, auf dem Rücksitz und am Armaturenbrett. Normalerweise wäre das Lenkrad in der Regel am schmutzigsten. Da Autofahrer an dieser Stelle aufgrund von Corona jedoch gewissenhafter desinfizieren, zeigen die Studienergebnisse hier einen geringeren Bakterienbefall.

Eine breite Auswahl an Pflegeprodukten für Ihren Innenraum finden Sie auch auf ebay.

Dieser Artikel kann Links zu Anbietern enthalten, von denen AUTO MOTOR UND SPORT eine Provision erhält. Diese Links sind mit folgendem Icon gekennzeichnet:🛒

Zur Startseite
Verkehr Sicherheit Mercedes Fahrer-Assistenzsystem Mercedes-Benz erklärt Alles zur Sicherheit bei Elektro-Autos

Ist ein E-Auto im Falle eines Unfalls so sicher wie ein Pkw mit...

Mehr zum Thema Fit in den Frühling
Pflanzenöl tanken
Politik & Wirtschaft
Sommerreifentest 2022 245
Reifen
Liqui Moly Frühjahrsputz
Mehr anzeigen