Auslöser sind der Ferienbeginn in Ostösterreich, der Reiseverkehr aus mehreren deutschen Bundesländern, Baustellen auf wichtigen Autobahnen sowie Großveranstaltungen wie das Donauinselfest in Wien. Zusätzlich gilt in Salzburg erstmals ein Fahrverbot für Tagestouristen in Teilen der Innenstadt.
Mit dem Ferienstart in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland beginnt am Samstag die erste große österreichische Reisewelle des Sommers. Gleichzeitig starten oder laufen die Sommerferien in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Viele Urlauber sind auf dem Weg nach Italien, Slowenien oder Kroatien und nutzen dafür die österreichischen Nord-Süd-Verbindungen.
Nach Einschätzung der Autoclubs dürfte insbesondere der Samstagvormittag zu den verkehrsreichsten Zeiten des Wochenendes gehören. Bereits am Freitagnachmittag kommt es zu starkem Ausreiseverkehr rund um die Ballungsräume.
Brenner, Tauern und Fernpass bleiben die größten Engpässe
Besonders betroffen sind erneut die klassischen Transitachsen Richtung Süden. Neben dem hohen Reiseverkehr sorgen Baustellen und Engstellen dafür, dass sich Staus schnell aufbauen können.
Mit Verzögerungen müssen Autofahrer insbesondere auf folgenden Strecken rechnen:
- Tauern Autobahn (A10) rund um Salzburg sowie vor dem Katschberg- und Tauerntunnel bis in den Raum Villach
- Inntal Autobahn (A12) im Bereich Kufstein, Wörgl und Innsbruck
- Brenner Autobahn (A13) an der Baustelle der Luegbrücke sowie vor der Staatsgrenze
- Pyhrn Autobahn (A9) vor Bosruck- und Gleinalmtunnel
- West Autobahn (A1) im Großraum Wien, St. Pölten, Linz und Salzburg
- Süd Autobahn (A2) im Raum Wien, Wiener Neustadt, Graz und Klagenfurt sowie an der Baustelle im Packabschnitt
- Ost Autobahn (A4) zwischen Wien und Nickelsdorf
- Karawanken Autobahn (A11) vor dem Karawankentunnel
- Fernpassstraße (B179) zwischen dem Grenztunnel Vils/Füssen und Nassereith
Auch auf der Fernpassstraße rechnen die beiden Automobilclubs mit erheblichen Verzögerungen. Zwar ist für dieses Wochenende keine Demonstration wie in der Vorwoche angekündigt, dennoch dürfte die Strecke aufgrund des Ferienverkehrs erneut zu den größten Engpässen zwischen Deutschland und Tirol gehören.
Vor den Grenzübergängen bei Kufstein, Walserberg, Spielfeld und dem Karawankentunnel müssen Reisende ebenfalls mit längeren Wartezeiten rechnen.
Tirol hält an den Fahrverboten für Ausweichverkehr fest
Unverändert gelten in Tirol die Fahrverbote für den Ausweichverkehr. Betroffen sind die Bezirke Innsbruck, Innsbruck-Land, Imst, Kufstein und Reutte.
Die Regelung gilt bis einschließlich 1.11.2026 jeweils an Samstagen, Sonntagen, Feiertagen sowie an bestimmten Fenstertagen zwischen 7:00 Uhr und 19:00 Uhr.
Auch auf der Süd Autobahn (A2) im Packabschnitt müssen Autofahrer wegen einer Baustelle in beiden Richtungen mit Blockabfertigungen und entsprechenden Verzögerungen rechnen.
Sperrung bei Salzburg und Nassfeldpass weiter eingeschränkt
Zusätzliche Einschränkungen gibt es im Raum Salzburg. Die Anschlussstelle Wallersee an der West Autobahn (A1) bleibt wegen Fahrbahnsanierungen von Freitag (3.7.2026), 18:00 Uhr, bis Montag (6.7.2026), 5:00 Uhr, gesperrt. Eine großräumige Umleitung erfolgt über die Anschlussstelle Thalgau.
Weiterhin gesperrt bleibt außerdem der Nassfeldpass auf italienischer Seite. Nach aktueller Planung dauern die Arbeiten dort bis mindestens 7.7.2026 an. Von österreichischer Seite ist die Strecke lediglich bis zur Staatsgrenze befahrbar.
Salzburg sperrt Innenstadt erstmals für Tagestouristen
Wer auf dem Weg in den Urlaub einen Zwischenstopp in Salzburg plant, muss in diesem Sommer eine neue Regel beachten. Seit 1.7.2026 dürfen Tagestouristen bis einschließlich 31.8.2026 große Teile der Innenstadt nicht mehr mit dem Auto anfahren.
Die Stadt reagiert damit auf die regelmäßig überlastete Verkehrssituation rund um die Altstadt während der Sommermonate. Besucher sollen stattdessen die Park-and-Ride-Anlagen an der Messe, am Designer Outlet Center, am Flughafen oder in Salzburg-Süd nutzen. Die Tagesgebühr beträgt 7,50 Euro und umfasst ein Tagesticket für den öffentlichen Nahverkehr, das von bis zu fünf Personen genutzt werden kann.
Donauinselfest sorgt zusätzlich für Verkehr in Wien
Parallel zum Ferienreiseverkehr findet von Freitag bis Sonntag das Donauinselfest statt. Rund um die Donauinsel sowie auf den Zufahrtsstraßen nach Wien erwarten die Verkehrsexperten ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen.
Da auf der Donauinsel selbst keine Parkplätze zur Verfügung stehen, empfehlen ÖAMTC und ARBÖ die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder das Umsteigen an einer der Park-and-Ride-Anlagen. Zusätzlich erschweren zahlreiche Baustellen sowie Einschränkungen bei U-Bahn, Straßenbahn und S-Bahn den Verkehr in der österreichischen Hauptstadt.





