Fuchs 6x6 oder Piranha 8x8: Wer fährt künftig die Hornisse?

Fuchs 6x6 oder Piranha 8x8
Wer fährt künftig die Hornisse?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 13.08.2026
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Eloka Bundeswehr auf Fuchs-Basis
Foto: Bundeswehr/Sonja Broschinski

Das Nachbarland beschafft federführend gemeinsam mit Deutschland die neuen Systeme und hat sich bei dem Projekt "Knifefish" für den Piranha 5 von General Dynamics European Land Systems (GDELS) als Träger entschieden. Hensoldt rüstet den 8x8-Radpanzer mit der Technik aus, die gegnerische Funkverbindungen stören und täuschen soll.

Das kann der Piranha 5

Die Plattform kann für unterschiedliche Aufgaben ausgerüstet werden. Je nach Variante nimmt sie beispielsweise Waffen-, Führungs-, Aufklärungs- oder andere Missionssysteme auf. Für Knifefish kommen unter anderem die EloKa-Technik, Antennen, Bedienplätze und die notwendige Energieversorgung hinzu.

Was sind EloKa, Kifefish und Sawfish?EloKa steht für Elektronische Kampfführung. Dabei werden elektromagnetische Signale wie Funkverbindungen aufgespürt, ausgewertet oder gezielt gestört.

Sawfish übernimmt dabei die passive Seite und soll gegnerische Signale erfassen, lokalisieren und analysieren.

Knifefish ist für den aktiven elektronischen Kampf vorgesehen und kann gegnerische Funkverbindungen gezielt stören oder täuschen. Vereinfacht Sawfish sucht nach gegnerischen Signalen, während Knifefish gegen sie vorgeht.

Mit mehr als 30 Tonnen möglichem Gesamtgewicht ist der Piranha 5 deutlich schwerer als der Fuchs. Angetrieben wird er je nach Ausführung von einem Dieselmotor mit rund 580 PS. Auf der Straße sind etwa 100 km/h möglich.

Für die Knifefish-Ausführung sind noch keine vollständigen technischen Daten veröffentlicht. Gewicht und Abmessungen können sich deshalb von anderen Varianten des Piranha 5 unterscheiden. Hier geht´s zum großen 8x8-Radpanzer-Vergleich.

Die Hornisse basiert auf dem Fuchs

Bei der Bundeswehr würde der Piranha 5 einen wesentlich älteren Radpanzer ablösen. Die Hornisse basiert auf dem Transportpanzer Fuchs. Bei der Bundeswehr wird die entsprechende Variante als "TPZ 1 FUCHS A1A6 ELOKA HORNISSE" geführt.

Die Hornisse ist ebenfalls für den aktiven elektronischen Kampf vorgesehen. Ihre Technik kann gegnerischen Funkverkehr stören und damit die Nutzung von Kommunikationsverbindungen erschweren oder verhindern. Die deutschen Streikräfte nutzt dafür einen speziell ausgerüsteten Fuchs mit der für diese Aufgabe notwendigen Elektronik und Antennentechnik.

Piranha 5 Stratcom
General Dynamics European Land Systems

Der Fuchs ist deutlich kleiner

Der Fuchs unterscheidet sich bereits beim Fahrzeugkonzept deutlich vom möglichen Nachfolger. Statt vier Achsen und 8x8-Antrieb besitzt er drei Achsen und 6x6-Antrieb. Mit einer Länge von rund 6,8 Metern fällt er zudem kürzer aus als der rund acht Meter lange Piranha 5.

Der Transportpanzer wurde für zahlreiche Aufgaben der Bundeswehr angepasst. Neben EloKa-Fahrzeugen gibt es unter anderem Führungs-, Transport- und ABC-Aufklärungsvarianten.

Die Werte unterscheiden sich abhängig von Version und Rüststand. Die Hornisse trägt zusätzliche Missionsausrüstung für den elektronischen Kampf.

Dänemark und die Schweiz sind ebenfalls dabei

Neben Deutschland haben sich auch Dänemark und die Schweiz dem Projekt Knifefish angeschlossen. Beide Länder haben entsprechende Vereinbarungen über eine Beteiligung unterzeichnet. Offiziell hat die Bundeswehr über den Piranha 5 als Träger des neuen Störsystems noch nicht entschieden. Hier stellen gut informierte Branchen-Magazine den direkten Bezug her.

Fazit