Geely verhandelt mit Ford: Kölner könnten für die Chinesen fertigen

Geely verhandelt mit Ford
Kölner könnten für die Chinesen fertigen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 05.02.2026
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Ford Werk Saarlouis
Foto: Ford

Ford und der chinesische Autobauer Geely verhandeln nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters über eine weitreichende Zusammenarbeit. In den bereits seit Monaten laufenden Gesprächen ginge es um eine mögliche Fertigung von Geely-Modellen in europäischen Ford-Werken sowie den Austausch von Technologien.

Geely-Autos aus Valencia

Nach Insider-Informationen, auf die sich Reuters bezieht, ist Geely an einer Produktion im spanischen Ford-Werk in Valencia interessiert. Der chinesische Hersteller könnte damit die von der EU verhängten Strafzölle für Elektroautos aus China umgehen. Ford würde von einer besseren Werksauslastung profitieren.

Ford Europa hat zuletzt den Produktionsstandort Saarlouis komplett geschlossen und die Elektroauto-Fertigung in Köln auf einen Einschicht-Betrieb reduziert.

Geely-Technik für Ford

Zudem diskutierten beide Unternehmen angeblich über eine Zusammenarbeit bei Fahrzeugtechnologien, unter anderem im Bereich des autonomen Fahrens. Ford könnte so seinen Rückstand gegenüber den chinesischen Wettbewerbern aufholen. Ford-Chef Jim Farley hat bereits mehrfach öffentlich betont, dass die chinesischen Anbieter bei Elektroautos und vernetzten Fahrzeugen einen globalen Vorsprung besitzen.

Offiziell wollten sich beide Unternehmen auf Anfrage von Reuters nicht zu einer möglichen Kooperation äußern.

Der chinesische Geely-Konzern ist unter anderem der Eigentümer von Zeekr, Volvo, Polestar und Lotus, mit Mercedes im Joint-Venture Smart aktiv und auch stark beim Sportwagenbauer Aston Martin engagiert.

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