Gibt es bald den Xiaomi SU7 mit 1.548 PS bei uns? Autohelden will begehrte China-Autos importieren

Autohelden will begehrte China-Autos importieren
Gibt es bald den Xiaomi SU7 mit 1.548 PS bei uns?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 19.06.2026
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Etliche chinesische Automodelle wecken auch in Europa Begehrlichkeiten. Sei es wegen massiver Leistung, luxuriöser Ausstattung oder schlicht wegen der günstigen Preise. Doch etliche der spektakulärsten Modelle sind bislang nicht bei uns auf dem Markt. Das soll sich nun im großen Stil ändern. Die Autoteile- und Fahrzeugplattform Autohelden bereitet den Einstieg in den Vertrieb chinesischer Automobile vor, die von ihren Herstellern bislang nicht offiziell in Europa angeboten werden. Wie die Automobilwoche berichtet, soll dabei unter anderem der Xiaomi SU7 nach Deutschland kommen. Auch weitere Modelle der Marken Avatr, Zeekr und Jetour sollen künftig über das Unternehmen vermarktet werden.

Taycan-Konkurrent Xiaomi SU7

Im Mittelpunkt steht dabei der Xiaomi SU7, das erste Serienfahrzeug des chinesischen Elektronikkonzerns Xiaomi. Während der Hersteller selbst einen offiziellen Marktstart seiner Fahrzeuge außerhalb Chinas erst zu einem späteren Zeitpunkt plant, will Autohelden die Limousine bereits zuvor über den Weg des Parallelimports anbieten. Neben dem SU7 soll auch das SUV YU7 in verschiedenen Leistungsstufen nach Deutschland gelangen.

Nach Angaben der Automobilwoche befindet sich das Projekt bereits in einer fortgeschrittenen Phase. Autohelden-Geschäftsführer Christoph Wicke erklärte, die notwendigen Prozesse seien vorbereitet. Geplant ist der Aufbau eines Händlernetzes mit 80 bis 100 Vertriebsstandorten in Deutschland. Darüber hinaus soll ein europaweites Vertriebsnetz entstehen. Für das erste volle Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen nach eigenen Angaben mit einem Absatz von rund 50.000 Fahrzeugen in Europa, davon etwa ein Drittel auf dem deutschen Markt.

Avatr und Zeekr sollen kommen

Zum geplanten Portfolio gehören außerdem mehrere Modelle der Marke Avatr. Importiert werden sollen die Baureihen 06, 07, 11 und 12. Hinzu kommen die Zeekr-Modelle 8X und der ultra-luxuriöse Premium-SUV 9X sowie die Jetour-Modelle Dashing, X70 und T2.

Autohelden will dabei nicht nur den Vertrieb, sondern auch die technische Betreuung der Fahrzeuge organisieren. Laut Automobilwoche übernimmt der Importeur die Verzollung, die technische Abnahme sowie weitere Anpassungen für den europäischen Markt. Für Wartung und Reparaturen soll ein Servicenetz aufgebaut werden. Ersatzteile sollen regulär per Bahntransport geliefert werden. In dringenden Fällen ist nach Angaben des Unternehmens auch der Lufttransport einzelner Komponenten vorgesehen.

Xiaomi wehrt sich

Besondere Aufmerksamkeit erhält der geplante Import des Xiaomi SU7, da das Modell in China innerhalb kurzer Zeit hohe Bestellzahlen erreicht hat und international zu den bekanntesten neuen Elektroautos aus dem Reich der Mitte zählt. Xiaomi hat in den vergangenen Jahren seine Aktivitäten im Automobilbereich deutlich ausgebaut und betreibt unter anderem ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Elektrofahrzeuge in München.

Der chinesische Konzern reagiert jedoch ablehnend auf die Pläne von Autohelden. Wie die Automobilwoche berichtet, betont Xiaomi, dass keine Geschäftsbeziehungen zu Autohelden bestehen. Ein Sprecher von Xiaomi Technology Germany erklärte gegenüber dem Fachmedium, dass rechtliche Schritte eingeleitet worden seien, um den Import der Fahrzeuge zu untersagen.

Darüber hinaus kündigte das Unternehmen an, für nicht autorisierte Fahrzeugimporte eine EU-weite Grenzbeschlagnahme zu beantragen. Autohelden hatte zuvor erklärt, sich rechtlich abgesichert zu haben und Fahrzeuge teilweise direkt von Herstellern, teilweise über Vermittler zu beziehen.

Fazit