Der Erwerb eines Führerscheins ist mittlerweile mit 3.400 bis 3.500 Euro wirklich so teuer geworden, dass er zu einer Art sozialem Ausschlusskriterium geworden ist. Wenn man schaut, wie sich die Zahlen in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben, dann haben sich die Führerscheinkosten gemessen an einem mittleren Haushaltseinkommen verdoppelt, betrachtet vom Jahr 1990, in dem der Führerschein um die 600 Euro gekostet hat, bis zum Jahr 2025. Als Folge machen weniger junge Menschen den Führerschein. 1990 lag die Quote in der Altersklasse der 17- bis 20-Jährigen, die den Führerschein der Klasse B erworben haben, bei rund 90 Prozent, 2025 waren es nur noch 41 Prozent. Das ist ein rapider Rückgang.
Ja. Um insbesondere jungen Menschen die Teilnahme an Individualmobilität zu ermöglichen, brauchen wir eine Reform, die vor allen Dingen die Kosten senkt.
Ich bin ein großer Freund des Fahrsimulators. Überall, wo professionell geflogen oder gefahren wird, macht dieses Instrument viel Sinn. Das sehen wir bei der Pilotenausbildung der Lufthansa. Warum sollte man es nicht auch im Straßenverkehr einsetzen? Und wir reden ja auch über eine Generation, bei der viel mehr simuliert wird – zum Beispiel auf der Playstation.
Das ist ein ganz wichtiges Instrument, das enorm hilft, die Qualität des Fahrens zu verbessern. Uns ist nur der Zeitraum bis zum 18. Lebensjahr zu kurz. Wir beobachten, dass eine längere Begleitung beim Fahren hilfreich ist, deshalb wünschen wir uns diese Möglichkeit bereits ab dem 16. Lebensjahr. Das hilft bei der Unfallvermeidung mehr, als wenn die Menschen erst mit dem 19. Lebensjahr ihren Führerschein machen würden.
Ich finde es gut, wenn eine Fahrschule unterschiedliche Autos zur Verfügung stellt –mit unterschiedlichen Assistenzsystemen. Dann würde ich auch darauf achten, ob eine Fahrschule die eigene Erfolgsquote auf der Homepage sichtbar macht, um zu erkennen, wie viele Fahrstunden notwendig sein werden, um zum Ziel zu kommen. Ein weiteres Kriterium: Wenn man eine nicht allzu kleine Fahrschule wählt, hat man auch ein größeres Spektrum an Fahrlehrern, unter denen man den persönlichen Favoriten auswählen kann.
Grundsätzlich erleben wir zunächst die steilste Lernkurve beim Fahren mit Autos ohne jede Form von Assistenzsystemen, weil man dort die Physik des Fahrens unmittelbar erlebt. Erst dann versteht man auch, was Assistenzsysteme heutzutage alles wegfiltern können. Der Schalter ist ein Auslaufmodell, bei batterieelektrischen Autos gibt es das gar nicht mehr. Aber wir beobachten aktuell einen Trend zu Gebrauchtwagen und zu Youngtimern. Und dann ist es gut, wenn man es auch gelernt hat, ein Auto mit Schaltgetriebe zu fahren.
Ich würde es begrüßen, wenn die Reform die Führerscheinausbildung günstiger machen würde. Ob das tatsächlich eintritt, werden wir sehen. Grundsätzlich sollte man seine eigene Ausbildung auch ein Stück weit planen, um die hohen Durchfallquoten zu vermeiden. Ich glaube auch nicht, dass man sich unbedingt in einen Schulungsraum setzen muss, sondern die Theorie heutzutage gut über eine App lernen kann.
Wenn ich in unsere Telematikdaten schaue, dann ist das zum einen überhöhte Geschwindigkeit, zum anderen auch hohe Querbeschleunigung in Kurven. Es gibt jedoch auch eine Gruppe, die ganz hervorragend Auto fahren kann – das sehen wir an unseren Daten auch.
Wir sehen, dass junge Menschen die Mobilität ganz anders nutzen. Sie nutzen zum Beispiel sehr stark E-Scooter, von denen wir mittlerweile über eine halbe Million versichern – als rein privat genutzte E-Scooter. Aber unsere Mobilitätsstudie hat auch gezeigt, dass mehr als 70 Prozent der jungen Menschen im Auto das eigentlich richtige Fortbewegungsmittel sehen, auch aufgrund der aktuellen Situation im öffentlichen Personennahverkehr. Wir setzen uns grundsätzlich sehr stark für bezahlbare Mobilität ein. Mit unserem Telematiktarif haben wir da auch ein sehr gutes Angebot – Sie können bis zu 30 Prozent des Beitrags sparen, wenn Sie vorausschauend fahren.
Wir müssten das gesamte Themenspektrum der Finanzierung stärker platzieren. Das müsste eigentlich auch ein Schulfach sein. Wie vergleicht man Mobilitätsangebote, wie bekomme ich ein gutes Leasingangebot, wie verschaffe ich mir einen Überblick, welche Kosten wirklich auf mich zukommen? Man muss Finanzierungskonzepte verstehen können, dann kann Mobilität auch bezahlbar sein.
Wir sponsern deinen Führerschein!

Die Aktion PRO FÜHRERSCHEIN findet im Rahmen der Sicherheitsinitiative Mobilität der Zukunft statt.
Mobilität muss bezahlbar bleiben – aber gerade für Fahranfänger sind die hohen Führerscheinkosten oft eine hohe, schwer zu überwindende Hürde. Genau hier setzt die Kampagne PRO FÜHRERSCHEIN von auto motor und sport an: Gemeinsam mit starken Partnern übernehmen wir anteilig die Kosten für den Führerschein ausgewählter Bewerberinnen und Bewerber.
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Mit etwas Glück helfen wir dir dabei, deine Führerscheinrechnung zu begleichen – mit 3.000 Euro.





