Erstmals sind Elektroautos in Deutschland die meistverkaufte Antriebsart. Mit 70.663 Neuzulassungen im März konnten in Deutschland so viele Stromer abgesetzt werden wie noch in keinem Monat zuvor. Und der Marktanteil von 24 Prozent an allen Neuzulassungen bedeutet auch, dass das Kennzeichen E sowohl an Benzinern als auch an Dieselmodellen vorbeigezogen ist. Insgesamt gab es im März 294.161 Pkw-Neuzulassungen, ein Plus von 16 Prozent.
Mehr Elektroautos als Benziner
Doch das ist nicht der einzige Kracher, den die Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) für den abgelaufenen Monat zu bieten hat. Noch spektakulärer ist das krasse Comeback von Tesla. Mit knapp 9.200 Neuzulassungen insgesamt rasiert der E-Auto-Pionier wie zu besten Zeiten die versammelte Konkurrenz. 6.841 neu zugelassene Model Y bedeuten einen spektakulären ersten Platz in der Neuzulassungsstatistik, mehr als VW ID.3 und ID.4 zusammen; der zweitplatzierte Skoda Elroq kommt "nur" auf 3.872 Neuzulassungen.
Spektakulärer Tesla-Erfolg
Wer jetzt glaubt, dass Elon gemauschelt und mit Eigenzulassungen oder Gewerbeverkäufen die Statistik geschönt hat, irrt sich. Denn ein weiterer Wert ist spektakulär: 86 Prozent der neu zugelassenen Tesla Model Y gingen an Privatkunden, beim VW ID.4 waren es im Vergleich gerade einmal 12 Prozent.
Der immense Boom der Elektroautos dürfte zu einem gewissen Teil auf die angekündigte neue E-Auto-Förderung zurückgehen, die alleine kann aber nicht der Grund sein. Schließlich vergehen zwischen der Bestellung und der Neuzulassung von Pkw wenigstens Wochen, oft Monate, sodass die Ende Januar vorgestellte Förderprämie nur ein Teil der Erklärung sein kann. Der andere Teil ist die nachlassende Skepsis der Verbraucher gegenüber der neuen Technik und nicht zuletzt eine Flut neuer Modelle mit günstigen Preisen und/oder hohen Reichweiten.
Zusatz-Prämie kommt an
Bei Tesla hat noch ein weiterer Aspekt eine Rolle gespielt. Die Marke war mit vielen Lagerfahrzeugen schnell lieferfähig und setzte zur angekündigten Förderprämie noch einen drauf. Für ausgewählte Varianten des Tesla Model Y gewährte der Hersteller bis zum 31. März einen "Tesla Bonus" von 3.000 Euro, teils ergänzt durch eine Null-Prozent-Finanzierung. Das Einstiegsmodell mit Heckantrieb sank damit auf einen Preis von 36.990 Euro, noch vor Einbeziehung der möglichen staatlichen Förderung. Da griff wohl so mancher Interessent zu, dem ein Tesla bislang zu kostspielig war.
VW-Konzern top
Das war allerdings nicht die einzige interessante Erkenntnis aus dem turbulenten Monat, in dem die Elektroautos ihren Durchbruch feierten. Bemerkenswert ist zum Beispiel, dass zehn der 20 meistverkauften Stromer aus dem Volkswagen-Konzern stammen, wobei Skoda abermals VW überholt und Audi knapp vor Cupra liegt. Schön anzusehen sind auch die ersten Auslieferungen des im Vorfeld viel gelobten Neue Klasse-iX3 von BMW, der es im März bereits auf Platz 12 der Statistik schafft, wobei hier auch eine ordentliche Anzahl an Vorführern für die Händler dabei sind.
Kurzer Blick nach China: Meistverkaufter chinesischer Stromer war im März der kleine Leapmotor 03, der im Stellantis-Verbund segelt und mit 711 Neuzulassungen auf Platz 28 fuhr. BYD Dolphin Surf (409 Neuzulassungen) und Smart #5 (361 Neuzulassungen) stellen die Plätze 2 und 3 mit dem Siegel Made in China.
Die 20 meistverkauften Elektroautos in Deutschland im März 2026 zeigen wir in der Bildergalerie.











