Beim Autobauer Porsche geht das Aufräumen im Krisenmodus weiter. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen die Tochterunternehmen Cellforce Group GmbH, Porsche eBike Performance GmbH und Cetitec GmbH nicht weitergeführt werden.
"Porsche muss sich wieder auf sein Kerngeschäft fokussieren. Das ist die unabdingbare Grundlage für eine erfolgreiche strategische Neuausrichtung. Das zwingt uns zu schmerzhaften Einschnitten – auch bei unseren Tochtergesellschaften", erklärt der neue Porsche-Chef Michael Leiters die Maßnahme, in deren Zuge 500 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren.
Eigene Batteriezellenfertigung wird beendet
Die Porsche-Tochter Cellforce mit Sitz in Kirchentellinsfurt war bislang mit der Batteriezellfertigung für den Sportwagenbauer betraut. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung von Porsche mit einer technologieoffenen Antriebsstrategie sieht der Autobauer allerdings keine ausreichend tragfähige Perspektive für Cellforce mehr. Die Geschäftsleitung wird daher Gespräche mit dem Betriebsrat zur Schließung des Unternehmens aufnehmen. Rund 50 Mitarbeiter sind betroffen.
Ebenfalls keine Zukunftsperspektive sieht Porsche für die eBike Performance GmbH, die gegründet wurde, um leistungsstarke E‑Bike-Antriebssysteme zu entwickeln und weltweit zu vermarkten. Aufgrund grundlegend veränderter Marktbedingungen für E‑Bike-Antriebe werden die Aktivitäten des Joint Ventures eingestellt. Die Betriebsschließung an den Standorten Ottobrunn und Zagreb betrifft rund 350 Mitarbeiter.
Die Cetitec GmbH in Pforzheim entwickelte spezialisierte Software für Datenkommunikation für Porsche und den gesamten Volkswagen Konzern. Auch hier hat sich das Marktumfeld verändert und Entwicklungsumfänge wurden verlagert. Die Geschäftsleitung der Cetitec GmbH wird Gespräche mit dem Betriebsrat zur Schließung des Unternehmens aufnehmen. Betroffen sind rund 60 Mitarbeiter in Deutschland und 30 in Kroatien.





