Stau-Wochenende 10. bis 12.7.: Diese Autobahnen sollen Sie meiden

Stau-Wochenende 10. bis 12.7.
Diese Autobahnen sollen Sie meiden

ArtikeldatumVeröffentlicht am 09.07.2026
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Stau Autobahn
Foto: Moorefam via Getty Images

Bereits 13 Bundesländer befinden sich in den Sommerferien. Entsprechend erwartet der ADAC auf zahlreichen Autobahnen dichten Reiseverkehr. Hinzu kommen rund 1.000 Baustellen, mehrere Vollsperrungen und anhaltende Grenzkontrollen, die die Fahrt zusätzlich verzögern können.

Bereits am Freitagnachmittag dürfte das Verkehrsaufkommen deutlich zunehmen. Viele Urlauber starten unmittelbar nach Schulschluss oder Feierabend in Richtung Nord- und Ostsee, in die Alpen oder weiter nach Italien, Kroatien und Slowenien. Gleichzeitig sind zahlreiche Reisende aus den Niederlanden und Skandinavien unterwegs, die Deutschland als Transitland nutzen. Hinzu kommen Urlauber, die nicht an Ferientermine gebunden sind und das Wochenende bewusst für den Reisebeginn wählen.

Neben dem Freitag gilt auch der Samstagvormittag als besonders stauträchtig. Auf den wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen ist über viele Stunden mit stockendem Verkehr zu rechnen. Am Sonntagnachmittag dürften vor allem Rückreisende für ein hohes Verkehrsaufkommen sorgen. Zusätzlich werden bei sommerlichem Wetter zahlreiche Tagesausflügler unterwegs sein, wodurch sich auch auf den Zufahrtsstraßen zu Seen, Küsten und beliebten Ausflugszielen längere Verzögerungen bilden können.

Diese Autobahnen sind besonders betroffen

  • A1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln
  • A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg – Berliner Ring
  • A3 Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt sowie Passau – Linz
  • A4 Aachen – Köln – Olpe sowie Chemnitz – Dresden – Görlitz
  • A5 Kassel – Frankfurt sowie Karlsruhe – Basel
  • A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
  • A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel sowie Würzburg – Ulm – Füssen
  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A9 Berlin – Leipzig – Nürnberg – München
  • A10 Berliner Ring
  • A11 Berliner Ring – Kreuz Uckermark
  • A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)
  • A13 Dresden – Schönefelder Kreuz
  • A20 Lübeck – Rostock
  • A21 Kiel – Bargteheide
  • A23 Hamburg – Heide
  • A24 Hamburg – Schwerin – Berliner Ring
  • A27 Bremen – Bremerhaven
  • A31 Gronau – Meppen
  • A38 Göttingen – Halle
  • A40 Duisburg – Essen
  • A45 Dortmund – Hagen – Gießen
  • A59 Köln – Bonn
  • A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
  • A81 Singen – Stuttgart – Heilbronn
  • A95 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A96 Lindau – München
  • A99 Autobahnring München

Vollsperrungen verschärfen die Verkehrslage

Neben dem Ferienverkehr erschweren mehrere Vollsperrungen die Reise. Auf der A1 wird der Bereich bei Osnabrück in beiden Fahrtrichtungen zeitweise vollständig gesperrt. Ebenfalls betroffen ist die A4 zwischen dem Kreuz Kerpen und dem Kreuz Köln-West, wo die Autobahn von Freitagabend bis Montagmorgen in beide Richtungen gesperrt wird. Weitere Sperrungen betreffen die A37 im Raum Hannover sowie die A94 zwischen Altötting und Neuötting-Ost.

Darüber hinaus bestehen weiterhin langfristige Einschränkungen auf mehreren wichtigen Fernstraßen. Dazu zählen die A7 südlich von Hamburg, die A44 bei Velbert, die A59 zwischen Düsseldorf und Köln sowie die im Raum Bonn. Zusätzlich könnten nach der Hitzewelle erneut kurzfristige Reparaturen an beschädigten Fahrbahnen erforderlich werden. Solche sogenannten Blow-ups können auch kurzfristig zu Fahrstreifensperrungen führen und die Verkehrslage weiter verschärfen.

Tirol setzt weiter auf Abfahrtssperren

Wer über Österreich in den Urlaub fährt, muss sich weiterhin auf Einschränkungen abseits der Autobahnen einstellen. In Tirol gelten auch an diesem Wochenende wieder die bekannten Abfahrtssperren. Sie sollen verhindern, dass Autofahrer bei Stau von den Autobahnen auf das untergeordnete Straßennetz ausweichen und Ortschaften zusätzlich belasten.

Die Fahrverbote gelten seit dem 1.5.2026 an Samstagen, Sonn- und Feiertagen jeweils zwischen 7:00 Uhr und 19:00 Uhr in mehreren Bezirken rund um Innsbruck, Kufstein, Imst und Reutte. Wer dort unterwegs ist, darf die Autobahn bei Stau häufig nur noch verlassen, wenn das Fahrtziel innerhalb des jeweiligen Sperrgebiets liegt. Zusätzlich werden auf der A93 regelmäßig Blockabfertigungen für den Lkw-Verkehr durchgeführt. Die nächsten Termine sind Montag, 13.07., und Montag, 20.07.2026.

Auch im Ausland ist Geduld gefragt

Nicht nur auf Deutschlands Autobahnen steigt das Verkehrsaufkommen deutlich an. In vielen europäischen Ländern haben die Sommerferien bereits begonnen oder starten an diesem Wochenende. Besonders auf den klassischen Transitstrecken Richtung Alpen und Mittelmeer müssen Urlauber mit längeren Verzögerungen rechnen.

Vor allem in Österreich zählen die Westautobahn (A1), die Tauernautobahn (A10), die Inntalautobahn (A12), die Brennerautobahn (A13), die Rheintalautobahn (A14), die Pyhrnautobahn (A9), die Karawankenautobahn (A11), die Ostautobahn (A4), die Arlbergstraße (B197) sowie die Fernpassstraße (B179) zu den besonders staugefährdeten Strecken.

Auch in der Schweiz erwartet der ADAC lange Wartezeiten auf der Gotthard-Route (A2), der A1 zwischen Bern und St. Margarethen, der A3 von Basel nach Chur sowie auf der San-Bernardino-Route (A13).

In Italien gelten die Brennerroute über die A22 sowie die Verbindung Mailand–Genua über A7 und A9 als besonders belastet. Hinzu kommen die Fernstraßen in Richtung Kroatien, Frankreich, Griechenland und Türkei, auf denen ebenfalls mit dichtem Reiseverkehr gerechnet wird.

Grenzkontrollen können zusätzliche Wartezeiten verursachen

Seit Mai 2025 finden an allen deutschen Außengrenzen wieder verstärkte Einreisekontrollen statt. Besonders an den stark frequentierten Autobahnübergängen müssen Reisende deshalb zusätzliche Zeit einplanen. Betroffen sind unter anderem die Übergänge auf der A3 bei Suben, auf der A8 am Walserberg sowie auf der A93 bei Kiefersfelden. Auch auf der A4 bei Ludwigsdorf, der A12 bei Frankfurt (Oder), der A15 bei Forst und auf der A7 bei Ellund an der Grenze zu Dänemark sind Verzögerungen möglich. Gleiches gilt für Fahrten in Richtung Slowenien, Kroatien, Griechenland und Türkei.

Mit der Spritpreis-App Kraftstoffkosten senken

Um ein wenig die Kraftstoffkosten zu minimieren, sollten Autofahrer nach Möglichkeit die Schwankungen der Kraftstoffpreise im Tagesverlauf nutzen.

Für eine aktuelle Übersicht bietet sich unsere kostenlose Spritpreis-App "mehr tanken" (Google Play-Store oder Apple App-Store) an, die die aktuellen Kraftstoffpreise, eine Preis-Prognose und günstige Tankstellen in der Nähe anzeigt. Dort finden auch E-Auto-Fahrer Ladepunkte und deren Preise.

Fazit