In Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Schleswig-Holstein und Hamburg sowie im Norden der Niederlande gehen die Sommerferien zu Ende. Damit verlagert sich der Schwerpunkt des Ferienverkehrs zunehmend auf die Fahrtrichtung Norden. Richtung Süden sind zwar weiterhin Urlauber unterwegs, nach Einschätzung des ADAC dürfte der Verkehr dort aber nicht mehr die Dimensionen der vergangenen Wochenenden erreichen.
Für zusätzliche Behinderungen sorgen rund 1.000 Autobahnbaustellen. Besonders voll dürfte es am Freitagnachmittag (14.8.), am Samstagvormittag (15.8.) und am Sonntagnachmittag (16.8.) werden. Der Samstag ist wegen Mariä Himmelfahrt zudem in Bayern und Teilen des Saarlands ein Feiertag, was vor allem bei gutem Wetter zusätzlichen Ausflugsverkehr bringen kann.
Diese Autobahnen sind besonders betroffen
Der ADAC nennt für das Wochenende folgende Strecken, auf denen in beiden Fahrtrichtungen mit größeren Behinderungen zu rechnen ist.
- A1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück
- A2 Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
- A3 Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau – Linz
- A4 Dresden – Görlitz
- A5 Heidelberg – Karlsruhe – Basel sowie Kassel – Frankfurt
- A6 Mannheim – Heilbronn
- A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel sowie Ulm – Füssen/Reutte
- A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
- A10 Berliner Ring
- A11 Berliner Ring – Kreuz Uckermark – Stettin
- A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)
- A13 Berliner Ring – Dresden
- A17 Dresden – Prag
- A20 Lübeck – Rostock
- A21 Kiel – Bargteheide
- A24 Hamburg – Schwerin
- A27 Bremen – Bremerhaven
- A61 Koblenz – Mönchengladbach
- A81 Stuttgart – Singen
- A95 München – Garmisch-Partenkirchen
- A96 Lindau – München
- A99 Autobahnring München
Niedrigwasser bringt zusätzliche Lkw auf die Straße
Neben dem Ferienverkehr kann auf einigen Autobahnen mehr Schwerverkehr als sonst an einem Sommerwochenende unterwegs sein. Grund ist das Niedrigwasser auf den Flüssen. Weil Frachtschiffe teilweise weniger Ladung transportieren können, werden Transporte auf die Straße verlagert. Mehrere Bundesländer haben dafür die Fahrverbote für schwere Lastwagen gelockert.
In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gelten entsprechende Ausnahmen zunächst bis 31.8.2026. Nordrhein-Westfalen hat zusätzlich Fahrten an Samstagen während der Sommerferien ermöglicht. In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland können Ausnahmegenehmigungen bis längstens 30.9.2026 gelten. Hier alle Infos zur Lockerung der Fahrverbote für Lkw.
Diese Autobahnen werden komplett gesperrt
Neben Baustellen gibt es am Wochenende mehrere Vollsperrungen. Autofahrer sollten vor allem auf der A57 und A61 mehr Zeit einplanen, da die Sperrungen dort über das Wochenende hinausreichen.
Längerfristig bleibt außerdem der Tunnel Birth auf der A44 Richtung Düsseldorf zwischen Velbert-Nord und Hetterscheidt bis 12.10.2026 gesperrt. Auf der A27 zwischen Bremen-Horn/Lehe und Bremen-Vahr gibt es bis 28.10.2027 in den Nächten von Mittwoch auf Donnerstag zwischen 22:00 und 05:00 Uhr Sperrungen.
Abfahrtssperren gelten auch in Deutschland
Auf mehreren stark belasteten Urlaubsrouten dürfen Autofahrer einen Stau nicht einfach über das untergeordnete Straßennetz umfahren. Entsprechende Durchfahrtsverbote gelten an Wochenenden und Feiertagen entlang der A7 im Landkreis Ostallgäu und der A8 in den Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach. Betroffen sind außerdem die A93 sowie die B2 und B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.
Am vorherigen August-Wochenende wurden die Verbote verstärkt kontrolliert. Damit ist auch am kommenden Wochenende zu rechnen. Die Blockabfertigungen für Lastwagen auf der A93 finden dagegen üblicherweise nicht am Wochenende statt. Die nächsten Termine sind erst im September vorgesehen.
Tirol und Salzburg sperren Ausweichstrecken
Ähnliche Einschränkungen gibt es in Österreich. Bei Stau gelten auf mehreren Landesstraßen in Tirol und Salzburg Fahrverbote, die den Ausweichverkehr aus den Ortschaften fernhalten sollen. Entlang der Tauernautobahn können davon an diesem Wochenende auch Reisende betroffen sein, die in der Region eine Unterkunft gebucht haben.
Stau-Strecken in Österreich
- A1 Westautobahn
- A4 Ostautobahn
- A9 Pyhrnautobahn
- A10 Tauernautobahn
- A11 Karawankenautobahn
- A12 Inntalautobahn
- A13 Brennerautobahn
- A14 Rheintal/Walgau-Autobahn
- B197 Arlbergstraße
- Fernpass B179
Stau-Strecken in der Schweiz
- A1 Bern – Zürich – St. Margarethen
- A2 Luzern – Chiasso (Gotthard-Route)
- A3 Basel – Zürich – Chur
- A13 Bregenz – Chiasso (San-Bernardino-Route)
Vor allem die Gotthardroute bleibt damit eine der kritischen Nord-Süd-Verbindungen für den Rückreiseverkehr.
Ferragosto sorgt in Italien für zusätzlichen Verkehr
In Italien fällt das Reisewochenende mit Ferragosto zusammen. Der Feiertag am Samstag (15.8.) sorgt für starken Verkehr in Richtung der Küstenregionen. In den darauffolgenden Tagen machen sich viele Urlauber wieder auf den Heimweg.
Stau-Strecken in Italien
- A22/SS12 Brennerroute
- A23 Villach – Udine
- A4 Verona – Venedig – Triest
- A7 Mailand – Genua
- A1 Modena – Bologna – Florenz
Weitere Engpässe erwartet der ADAC auf den Fernstrecken zu und von den niederländischen, kroatischen und französischen Küsten sowie auf den Hauptverbindungen nach Polen und Tschechien. Auch auf den Balkanrouten von und nach Griechenland und in die Türkei können längere Verzögerungen entstehen.
Grenzkontrollen sorgen weiter für Wartezeiten
Seit Mai 2025 finden an allen deutschen Grenzen verstärkte Einreisekontrollen statt. Besonders betroffen sind die Übergänge Suben auf der A3, Walserberg auf der A8 und Kiefersfelden auf der A93. Verzögerungen sind außerdem bei Ludwigsdorf auf der A4, Frankfurt (Oder) auf der A12 und Forst auf der A15 möglich.
Ein weiterer Engpass liegt an der deutsch-dänischen Grenze. Am Übergang Ellund auf der A7 entstanden an den vergangenen Wochenenden kilometerlange Staus. Auch auf den Reiserouten nach und aus Slowenien, Kroatien, Griechenland und der Türkei sind längere Wartezeiten an den Grenzen möglich.
Nutzen Sie unsere Spritpreis-App
Um ein wenig die Kraftstoffkosten zu minimieren, sollten Autofahrer nach Möglichkeit die Schwankungen der Kraftstoffpreise im Tagesverlauf nutzen. Für eine aktuelle Übersicht bietet sich unsere kostenlose Spritpreis-App "mehr tanken" (Google Play-Store oder Apple App-Store) an, die die aktuellen Kraftstoffpreise, eine Preis-Prognose und günstige Tankstellen in der Nähe anzeigt. Dort finden auch E-Auto-Fahrer Ladepunkte und deren Preise.





