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Svolt E-Auto-Akkus aus dem Saarland für Stellantis

Svolt baut kobaltfreie Batterien in Deutschland Stellantis erhält E-Auto-Akkus aus dem Saarland

Batteriehersteller Svolt errichtet in Überherrn eine Gigafactory, in der Akkus für bis zu 500.000 E-Autos gefertigt werden sollen. Nun gibt es einen ersten Kunden.

Erst 2023 soll die Fertigung von Elektroauto-Batterien im Saarland starten. Doch schon jetzt präsentiert Svolt, ein Spin-off des chinesischen Automobilherstellers Great Wall Motors, einen ersten namhaften Kunden. Der aus dem Zusammenschluss von PSA und FCA hervorgegangene Stellantis-Konzern, zu dem Marken wie Chrysler, Citroën, Fiat, Opel und Peugeot zählen, wird von 2025 an einen Teil seiner Lithium-Ionen-Akkus von Svolt beziehen.

Zwei Zelltypen für Stellantis

Die von Stellantis georderten Komponenten, die sich von der Batteriezelle über den Hochvoltspeicher bis hin zum Batterie-Management-System erstrecken, werden aber nicht nur aus dem saarländischen Städtchen Überherrn, sondern auch aus China zugeliefert. Der Konzern greift dabei auf zwei unterschiedliche Batteriechemien zurück: eine Option mit hoher Energiedichte und eine nickelbasierte, kobaltfreie Alternative.

11/2020, Stellantis Logo neu final
Stellantis
Mit Stellantis steht ein erster namhafter Kunde für E-Auto-Batterien aus dem Saarland fest.

Weltweit beschäftigt Svolt derzeit 3.000 Mitarbeiter. In Überherrn, wo auf der Industriefläche Linslerfeld die Batterie-Produktion aufgebaut wird, sollen perspektivisch bis zu 2.000 Menschen einen Arbeitsplatz finden. Im ehemaligen Laminatepark in Heusweiler entsteht parallel ein großes Modulfertigungs- und Pack-Zentrum. Die Bauarbeiten sollen Anfang 2023 abgeschlossen sein. Dann soll die Kapazität die maximal anvisierten 24 GWh erreichen. Die ersten Batterien im Saarland will Svolt aber schon Mitte 2022 herstellen. Bauherr beider Projekte ist die Strukturholding Saar GmbH. Das Land und der Bund geben für die Projekte eine Bürgschaft ab. Svolt will hierzu bis zu zwei Milliarden Euro investieren.

Neben Stellantis auch Ford im Gespräch

Bereits im Februar 2020 gab Svolt bekannt, einen Auftrag für sieben Gigawattstunden Batteriezellen aus Europa erhalten zu haben. Dabei wurde allerdings weder klar, um welche Batterien es sich handelt, noch welcher Autohersteller den Auftrag erteilt hatte. Schon damals wurde aufgrund der räumlichen Nähe über den PSA-Konzern, mithin einer der Stellantis-Vorgänger, als möglichen Kunden spekuliert. Aufgrund der räumlichen Nähe zum Werk Saarlouis war seinerzeit auch Ford im Gespräch.

Tesla-Fabrik in Grünheide Elon Musk
Alternative Antriebe

Great Wall hatte 2012 zusammen mit Litex ein Montagewerk in Bulgarien eröffnet, das allerdings inzwischen wohl Pleite ist und nicht mehr produziert. Svolt ging aus dem Bereich für Traktionsbatterien des chinesischen Autobauers hervor und ist seit 2018 von diesem unabhängig. Das Unternehmen fertigt Lithium-Ionen-Batterien und Batteriesysteme für Elektroautos sowie Energiespeichersysteme – aber die Systemkompetenz für Elektroautos will Svolt behalten haben.

Svolt plant kobaltfreie Akkuzellen

Eigenen Angaben zufolge arbeitet Svolt an der Direktintegration von Batteriezellen in die Fahrzeugstruktur, wie es zuletzt Tesla auf dem Battery Day angekündigt hatte. "Wir sind nicht Tesla, aber wir verstehen die Technologie genauso gut", sagt Maxim Hantsch-Kramskoj, Vice President Sales & Marketing Svolt Europe. Zudem sei es dem Unternehmen als erstem Hersteller weltweit gelungen, Batteriezellen mit großem Nickelanteil (Nickel-Rich) ohne Kobalt zu massentauglicher industrieller Serienreife zu bringen. 2021 will man die ersten kobaltfreien Batteriezellen auf den Markt bringen – solche Zellen sollen auch im Saarland entstehen. Sie sollen Elektroautos eine Reichweite von knapp 900 Kilometern bei einer Lebensdauer von 15 Jahren ermöglichen.

SVOLT Batteriefabrik Saarland
SVOLT
Svolt verspricht einige Innovationen für seine Akkuzellen.

Zwei Ausführungen sind geplant: Im Juli 2021 soll eine 115 Ah-Version mit 245 Wh/kg Energiedichte auf den Markt kommen, die nicht näher spezifizierten E-Autos eine Reichweite von 600 km ermöglichen soll. Für die zweite Jahreshälfte sind größere 226-Ah-Zellen geplant. Wenig verwunderlich, sollen sie in einem Luxus-Auto von Great Wall ihren ersten Einsatz feiern. Das Modell soll damit 880 Kilometer Reichweite schaffen. Seinen Zellen sagt Svolt eine Energiedichte von 240 Wh/kg nach. Die kobaltfreien Zellen sollen dem Hersteller zufolge bei gleicher Leistung fünf bis 15 Prozent günstiger sein als bisherige Lithium-NMC-Zellen.

Svolt-Präsident Yang Hongxin behauptet, man könne für die Zellen ein Haltbarkeit von 1,2 Millionen Kilometern garantieren. Den technologischen Durchbruch bei den neuen Nickel-Rich-Batterie-Zellen haben laut Hersteller ein Einzelkristall, Nano-Beschichtungen und eine spezielle Zellanordnung gebracht.

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Fazit

Bis die Svolt-Gigafactory im Saarland fertig ist, dauert es noch eine Weile. Noch etwas später startet die Kooperation zwischen dem chinesischen Batterie-Produzenten und dem Autokonzern Stellantis. Doch die frühe Übereinkunft der Firmen schafft Planungssicherheit für beide Seiten. Zudem stärkt die Zusammenarbeit Deutschlands Position als aufstrebender Standort bei der Fertigung von E-Auto-Akkus.

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