Seit Freitag (22.5.2026) ist der Plöckenpass zwischen dem österreichische Bundesland Kärnten mit der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien wieder für den Verkehr geöffnet. Die Alpenverbindung zwischen Österreich und Italien war nach einem schweren Felssturz auf italienischer Seite über lange Zeit gesperrt oder nur eingeschränkt befahrbar. Gerade angesichts der aktuellen Lage am Brenner dürfte die Strecke für viele Urlauber aus Deutschland nun wieder deutlich wichtiger werden.
Denn am Brenner ist für den 30.5.2026 eine großflächige Protestaktion angekündigt. Die A13 in Tirol könnte dadurch zeitweise komplett blockiert werden. Zusätzlich sorgen Baustellen und Einschränkungen auf der Tauernautobahn weiterhin für Staus und längere Fahrzeiten Richtung Italien.
Das ist die Adria-Strecke
Damit rückt die Route über die Felbertauernstraße und den Plöckenpass wieder stärker in den Fokus. Sie gilt als kürzeste Verbindung von Süddeutschland an die obere Adria, etwa nach Grado oder Lignano. Vor allem Urlauber aus Bayern und Baden-Württemberg könnten verstärkt auf die Strecke ausweichen.
Der Pass war nach einem massiven Felssturz Anfang Dezember 2023 gesperrt worden. Dabei wurden auf italienischer Seite Straßenabschnitte und Schutzbauwerke schwer beschädigt. In den vergangenen Monaten liefen umfangreiche Sicherungs- und Sanierungsarbeiten.
Seit dem 22.5.2026 dürfen Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen die Strecke wieder nutzen. Der Verkehr wird allerdings per Ampelregelung geführt, zusätzlich sind wechselseitige Anhaltungen möglich. Fahrzeuge über 3,5 Tonnen bleiben vorerst weiter ausgesperrt.
Die Strecke über den Plöckenpass ist allerdings keine klassische Transitautobahn. Vor allem auf italienischer Seite gilt der Pass wegen seiner engen Kurven und Serpentinen als anspruchsvoll. Gleichzeitig ist die Verbindung deutlich weniger leistungsfähig als Brenner oder Tauernautobahn.
Trotz der Wiedereröffnung bleibt die Lage angespannt. Stefano Mazzolini, Vizepräsident der Region Friaul-Julisch Venetien, erklärte gegenüber der "Kronen Zeitung", weitere große Felsstürze könnten langfristig sogar das Ende der Verbindung bedeuten. Die Berghänge gelten weiterhin als instabil.
Gerade während der Pfingstferien könnte die Strecke nun deutlich stärker belastet werden. Wegen der Probleme am Brenner rechnen Verkehrsexperten weiterhin mit Staus und längeren Fahrzeiten auf mehreren Alpenrouten Richtung Italien.





