Über den Bedeutungsverlust des Diesels auf dem deutschen Markt ist schon viel gesagt und geschrieben worden. Von Marktanteilen von annähernd 50 Prozent wie in den späten 2000er- und frühen 2010er-Jahren sind wir heutzutage weit entfernt. 2025 hatten laut offizieller Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) gerade einmal 20,3 Prozent aller neu zugelassenen Autos einen Dieselmotor unter der Haube. Und da sind Nutzfahrzeuge vom Schlage eines Fiat Ducato, Mercedes Sprinter oder VW Transporters ebenso eingerechnet wie Diesel-Hybride, egal ob mit Plug-in-Layout oder milder Elektro-Unterstützung.
VW verkauft die meisten Diesel-Pkw
Dennoch gibt es Marken, die auch heute noch stärker mit Dieselmodellen punkten können als andere und entsprechend deutlich höhere Selbstzünderanteile beim Neuwagenabsatz aufweisen. Und zwar selbst dann, wenn man die typischen Nutzfahrzeug-Baureihen herausrechnet. In der KBA-Zulassungsstatistik kristallisieren sich mehrere Diesel-Champions heraus, und mindestens einen davon hat sicher kaum jemand auf dem Schirm.
Betrachtet man die absoluten Zahlen, dann liegt VW eindeutig an der Spitze. Die Wolfsburger haben 2025 mit 138.337 Dieselautos die mit Abstand meisten unter die Leute gebracht. Das entspricht fast einem Viertel aller hierzulande neu zugelassenen Autos, die einen Dieselmotor im Antriebsstrang aufweisen (580.059). Hier sind zwar die Nutzfahrzeug-Baureihen Crafter und Transporter mit integriert, doch selbst ohne sie bleibt Volkswagen an der Dieselspitze: Passat, Tiguan, Golf und Co. vereinen fast 110.000 Diesel-Neuwagen (siehe Tabelle unten) – da kann kein Rivale mithalten.
Am nächsten kommen der Kernmarke des Wolfsburger Konzerns zwei Premiumhersteller. Mercedes verkaufte im vergangenen Jahr 81.603 Pkw mit Dieselmotor, bei BMW waren es fast 71.000. Dann folgt bereits die tschechische VW-Schwester Škoda mit 58.122 abgesetzten Diesel-Neuwagen. Das entspricht 25,7 Prozent aller Neuzulassungen der Marke im vergangenen Jahr, womit Škoda sogar über dem VW-Wert liegt. Dort sind es 21,0 Prozent, wenn man nur die Pkw betrachtet – was in diesem Fall fair ist, da Škoda keine Nutzfahrzeuge im Programm hat.
Premiummarken mit vielen Diesel-Hybriden
Was auffällt: Bei den Premiumherstellern ist der Selbstzünderanteil tendenziell höher. Von Nutzfahrzeugen bereinigt hatten 2025 bei Mercedes 36,9 Prozent aller verkauften Neuwagen einen Dieselmotor an Bord. Bei den ewigen Rivalen BMW (28,0 %) und Audi (23,9 %) waren es zwar weniger, doch die Prozentsätze liegen klar über dem deutschen Gesamtschnitt. Interessant ist obendrein, dass diese drei Marken deutlich mehr Diesel-Hybride als reine Selbstzünder verkaufen. Besonders hoch ist der Anteil bei BMW; der Faktor liegt bei 12,5.
In Bezug auf den Dieselanteil bei den eigenen verkauften Autos liegt aber eine Nischenmarke weit vorn. Bei DS Automobiles waren im letzten Jahr satte 77,5 Prozent aller neu in Deutschland zugelassenen Pkw Dieselautos (2.155 von 2.781). Ein kurzer Blick auf die Modell- und Antriebsstrategie der Franzosen erklärt, wie das kommt: Den Topseller der Marke DS 7 gibt es ausschließlich mit Dieselmotor; auf die SUV-Baureihe entfallen allein 82,6 Prozent aller DS-Diesel-Neuzulassungen.












