Der neue AUDI E5 Sportback, exklusiv für China eingeführt, ist innerhalb weniger Monate deutlich im Preis gefallen. Audi und sein Partner SAIC gewähren zeitlich befristete Rabatte von insgesamt 30.000 RMB (aktuell umgerechnet zirka 3.700 Euro), um den Absatz anzukurbeln. Dadurch sinkt der Einstiegspreis auf 205.900 RMB (rund 25.400 Euro).
Audi hatte den E5 Sportback mit großen Erwartungen gestartet: Innerhalb kurzer Zeit sollen mehr als 10.000 Vorbestellungen eingegangen sein. Trotzdem bleiben die realen Auslieferungen mit rund 7.070 Einheiten seit dem Start und nur 420 Verkäufen im Januar deutlich hinter der Zahl der Vorbestellungen zurück. Analysten sehen darin eine Diskrepanz zwischen "Marketingzahlen" und tatsächlicher Marktdurchdringung. Und der Widerspruch setzt sich fort: Eine aus führenden Redakteuren chinesischer Automagazine bestehende Fachjury kürte den E5 2026 zum "Car of the Year" – die Verkaufszahlen zeigen, dass Titel und Markterfolg in China zwei verschiedene Dinge sind. Audi reagiert nun mit dem bis zum 31. März 2026 befristeten Rabatt. Für ein strategisch so wichtiges Modell ist so ein hoher Preisnachlass nur fünf Monate nach Marktstart ein ungewöhnlich früher Eingriff.
Harter Wettbewerb
Die neue Marke AUDI (ohne die traditionellen vier Ringe) ist Teil einer lokal ausgerichteten China-Strategie. Der E5 Sportback basiert auf der Advanced Digitised Platform und bietet relevante Technikdaten wie bis zu 579 kW Leistung (787 PS) und Reichweiten nach CLTC von bis zu 773 km, was ihn technisch konkurrenzfähig macht.
Nach dem Rabatt rangiert der E5 preislich nahe bei Wettbewerbern wie dem Zeekr 007 GT und etwas unter dem Xiaomi SU7, den der Hersteller im vergangenen Jahr mehr als 250.000 Mal verkauft hat. Das zeigt, wie stark die Konkurrenz im chinesischen EV-Markt ist – auch andere deutsche Premiummarken wie BMW und Mercedes sahen sich dort bereits zu großen Preiszugeständnissen gezwungen, um relevant zu bleiben.

Audis ringlose Tochtermarke AUDI möchte mit dem E5 Sportback den chinesischen Markt erobern. Aber wegen schleppendem Absatzes ist bereits kurz nach der Markteinführung eine Rabattaktion nötig.
Händler doppelt belastet
Branchenberichte aus China verweisen darauf, dass viele chinesische Händler nicht nur mit einer schwachen Nachfrage kämpfen, sondern gleichzeitig mit schrumpfenden Margen. Die Rabattaktion dürfte die Profitprobleme nicht grundsätzlich lösen, was Zweifel an der Effektivität der Preisstrategie nährt. Andererseits gehen einige Marktbeobachter davon aus, dass Audi die Rabattaktion bei anhaltendem Preisdruck über den 31. März 2026 hinaus verlängert.







