08/2020, Bollinger Deliver-E Bollinger Motors
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08/2020, Bollinger Deliver-E 6 Bilder

Bollinger Deliver-E

Elektro-Lieferwagen mit Extrem-Tieferlegung

Das Elektroauto-Startup Bollinger Motors kündigt ein Lieferwagen-Modell an. Dessen Vorteile: tiefes Chassis, vollkommen ebene Ladefläche und extreme Akku-Größen.

Bollinger Motors hat seine ersten beiden Modelle B1 (einen elektrischen Geländewagen, der optisch an den klassischen Land Rover Defender erinnert) und B2 (dessen Pickup-Ableger) noch gar nicht auf den Markt gebracht, da kündigt die Firma bereits ihr drittes Modell an. Das Startup bewegt sich dabei endgültig ins Nutzfahrzeug-Segment: Der Deliver-E ist ein rein elektrisch angetriebener Lieferwagen, der in der Gesamtkosten-Bilanz deutlich günstiger ausfallen soll als ein Benzin- oder Diesel-Pendant. Wobei die Amerikaner bislang weder Preise noch einen Termin für den Marktstart nennen.

Niedriger und ebener Ladeboden

Bollinger Motors macht möglichen Flottenkunden seine Neuentwicklung mit weiteren Vorteile schmackhaft. Zuvorderst mit dem niedrigen Fahrzeugboden: Die Einstiegshöhe soll bei lediglich knapp 46 Zentimetern liegen. Was auf den Bildern wie ein extremer Fortschritt aussieht, ist in Wahrheit gar nicht so dramatisch: Beim aktuellen Mercedes Sprinter Kastenwagen liegt der Wert bei 57,6 Zentimetern. Dennoch ergibt sich beim Deliver-E ein komplett ebener Ladeboden. Dass die hinteren Radhäuser ins Ladeabteil ragen, konnten die Bollinger-Konstrukteure dennoch nicht verhindern.

08/2020, Bollinger Deliver-E
Bollinger Motors
Der Ladeboden liegt etwa 11,6 Zentimeter tiefer als der des aktuellen Mercedes Sprinter.

Beim Deliver-E werden allein die Vorderräder angetrieben. Die Amerikaner stellen mehrere Radstände für den Lieferwagen in Aussicht. Auch bei der Batteriekapazität herrscht die Qual der Wahl aus gleich fünf verschiedenen Paketen: 70, 105, 140, 175 und 210 Kilowattstunden sind im Angebot. Die Akkus sollen mit maximal 100 Kilowatt geladen werden können.

Aerodynamisch optimiertes Design

Je nach Größe und zulässigem Gesamtgewicht ordnen sich die verschiedenen Varianten in die US-Nutzfahrzeug-Klassen 2B ("Light-Duty Trucks"; 2.722 bis 4.536 Kilogramm) über 3 und 4 bis 5 ("Medium-Duty Trucks", 7.258 bis 8.845 Kilogramm) ein. Lenkung und Bremsanlage funktionieren elektrisch, alle Räder sind einzeln aufgehängt. Zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung gehören ABS, ein elektronisches Stabilitätsprogramm sowie eine Traktionskontrolle.

Markant ist die sehr glattflächige, offensichtlich aerodynamisch optimierte Formgebung des Bollinger Deliver-E. Hier unterscheidet sich der Lieferwagen maximal von seinen sehr eckigen Geschwistern B1 und B2. Das Fahrerhaus zeichnet sich durch sehr große Fensterflächen aus. Die Vorderachse ist nah an die frontseitigen Ecken des Deliver-E gerückt, während der hintere Überhang sehr lang geraten ist. Alle Räder werden von ausgestellten Radläufen bedeckt.

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Fazit

Es ist schon auffällig: Viele amerikanische Elektroauto-Startups schielen von Anfang an auf den Nutzfahrzeug-Markt. So machen es Lordstown oder auch Rivian, das bereits eine Kooperation mit dem Versandriesen Amazon eingegangen ist. Einen derartigen Deal wünscht sich sicher auch Bollinger Motors, dessen Deliver-E dem Lieferwagen von Rivian erstaunlich ähnlich sieht.

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