Mit dem Atto 3 hat BYD erst seit 2023 einen vollelektrischen Kompakt-SUV in Europa auf dem Markt. Mit dem Atto 3 Evo folgt 2026 bereits eine komplett überarbeitete Version des SUV. Der Familien-SUV bietet jetzt mehr Leistung, einen größeren Akku, eine höhere Reichweite und schnellere Ladezeiten. Hinzu kommen eine erweiterte Ausstattung und neue Antriebsoptionen.
Neue Plattform, altes Design
Basis für die Evolution bildet die neueste E-Plattform 3.0. War der Atto 3 bislang nur mit Vorderradantrieb zu haben, so bietet der neue Unterbau wahlweise Heck- oder Allradantrieb. Zudem wurde die Hinterradaufhängung von einer Vierlenker- auf eine Fünflenkerachse für verbesserte Fahrdynamik umgestellt. Die Außenmaße des Atto 3 bleiben dabei unverändert. Auch der Atto 3 Evo ist 4,46 Meter lang, 1,88 Meter breit und 1,62 Meter hoch. Auch der Radstand von 2.720 Millimeter wurde übernommen. Leichte Anpassungen gab es beim Design. Dazu zählen überarbeitete Stoßfänger vorn und hinten, neue 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, eine dynamischere Seitenlinie mit schmaleren Seitenschwellern und ein sportlicher gezeichneter Heckspoiler.
Die neue Plattform bringt aber Raum-Vorteile. Das Kofferraumvolumen steigt um 50 Liter auf nun 490 Liter. Wird die geteilte Rückbank umgelegt, so steigt das Ladevolumen auf bis zu 1.360 Liter. Aufgewertet wurde auch der Frunk unter der vorderen Haube, der nun 101 Liter schluckt.
Aufgefrischtes Interieur
Im Cockpit sorgt der in Form eines Lenkstockhebels an die Lenksäule gewanderte Wählhebel für ein luftigeres Ambiente. Das 8,8-Zoll-Digitalinstrumentenpanel präsentiert sich in neuem Design. Das neue Infotainmentsystem setzt auf einen 15,6 Zoll großen Touchscreen. Das System umfasst integrierte Google-Funktionen wie Google Maps, den Google Play Store mit einer Vielzahl fahrzeugoptimierter Apps und den Google Assistant.
Der KI-gestützte Sprachassistent nutzt ein cloudbasiertes Sprachmodell (LLM), das komplexe Befehle in natürlicher Sprache ermöglicht. Neue Oberflächenmaterialien sollen mehr Wertigkeit versprühen. Zur erweiterten Ausstattung zählen nun ein Head-up-Display, ein Panorama-Schiebedach mit elektrischem Sonnenschutz oder beheizbare Rücksitze.
Neue Antriebe
Komplett neu sortiert präsentiert sich auch das Antriebsportfolio. Immer gleich ist der jetzt 74,8 kWh große LFP-Blade-Akku mit Cell-to-Body-Technologie, der dank der neuen 800-Volt-Plattform mit bis zu 220 kW Ladeleistung nachgeladen werden kann. Von 10 auf 80 Prozent soll es so in 25 Minuten gehen. Am 11-kW-Lader liegt die Voll-Ladezeit bei rund acht Stunden.
Die heckgetriebene Version des Atto 3 Evo ist mit einer 230 kW (313 PS) und 380 Nm starken E-Maschine an der Hinterachse ausgerüstet. Damit beschleunigt er in 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht maximal 180 km/h. Die kombinierte WLTP-Reichweite beträgt 510 Kilometer. In der Allradvariante ergänzt ein zweiter Motor an der Vorderachse den Antrieb. Die Systemleistung wird mit 330 kW (449 PS) und einem Drehmoment von 560 Nm angegeben. Damit beschleunigt der Atto 3 Evo in 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, rennt bis zu 200 km/h schnell und erreicht eine WLTP-Reichweite von bis zu 470 Kilometern. Per Vehicle-to-Load (V2L)-Technologie können externe Geräte mit bis zu 3 kW versorgt werden.
Zur Sicherheitsausstattung des Atto 3 Evo zählen sieben Airbags, ein adaptiver Tempomat, eine intelligente Geschwindigkeitsregelung, Querverkehrswarnung vorn und hinten, Totwinkelassistent, Spurhalteassistent, Front- und Heckkollisionswarnung, Verkehrszeichenerkennung und intelligente Geschwindigkeitsbegrenzung sowie eine 360-Grad-Überwachung.
Marktstart und Preise
In Großbritannien, wo der Atto 3 Evo zuerst vorgestellt wurde, ist der SUV ab sofort bestellbar, wobei noch keine Preise genannt werden. Erste Auslieferungen auf der Insel erfolgen ab Frühjahr. Wann die Evo-Variante das europäische Festland erreicht, ist noch nicht bekannt. In Deutschland ist der alte Atto 3 aktuell ab 38.990 Euro zu haben.







