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Buick Velite 7 BEV
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Buick Velite 7 BEV 8 Bilder

Elektro-SUV für die neue Bolt-Familie

Chevrolet Bolt EUV (2021) Erste Bilder vom Power Flow Screen

Beim Thema Elektromobilität setzt Chevrolet voll auf den Bolt. Der Kompakt-Stromer wird 2022 renoviert und bekommt ein SUV-Brüderchen. Jetzt gibt es den ersten Einblick in den neuen Bolt.

GM vermeldet, man wolle für das zweite reine Elektroauto der Modellpalette 300 Millionen im Orion Township-Werk in Michigan investieren und dort 400 neue Arbeitsplätze schaffen. Im Vergleich zu den Milliardeninvestitionen von Volkswagen muten die von Chevrolet bescheiden an – aber sie beziehen sich ja auch auf ein einziges Modell, während Volkswagen in seine komplett neue Plattform für einen konzernweit zweistellige Anzahl von Modellen allein sechs Milliarden aufwendet.

Opel Ampera-e Test
Tests

Die Plattform hat GM schon seit 2016 im Markt. Vom Chevrolet Bolt haben die Amerikaner in den ersten beiden vollen Verkaufsjahren 2017 und 2018 auf den Hauptmärkten USA, Korea und Kanada bereits rund 52.000 Autos verkauft. Kein Vergleich zum Model 3, von dem Tesla allein im Jahr 2018 mehr als 145.000 Stück absetzte. Dabei erfüllte der kleine Chevy die Hoffnung an das bezahlbare E-Auto mit anständiger Reichweite bereits vor dem Tesla: Im Test des Europa-Klons Opel Ampera-e ermittelte auto motor und sport selbst unter vergleichsweise ungünstigen Bedingungen eine Reichweite von 250 Kilometer, bei höheren Temperaturen wären auch 350 Kilometer realistisch.

Chevrolet Bolt EUV
Chevrolet
In einem Internet-Video zeigt Chevrolet erstmals die Silhouette des Bolt EUV

Bolt-Facelift 2022

Chevrolet renoviert den Bolt (Frontantrieb, 60 kWh-Batterie im Boden) 2022 und stellt dem Elektro-Klassiker zum Neustart gleich ein passenden SUV zur Seite. Der wird, in Anlehnung an den offiziellen Namen des Bolt (Bolt EV) wahrscheinlich Bolt EUV heißen. Das neue Modell sei ein weiterer Schritt in die rein elektrische Zukunft des Unternehmens und habe nichts mit der früheren Ankündigung zu tun, dass Cadillac die erste Konzernmarke wird, von der es ein batterieelektrisches Fahrzeug auf Basis einer neuen Plattform geben wird.Der überarbeitete Bolt EV und der Bolt EUV gehen im Sommer 2021 in Produktion.

Das SUV kommt aus China

EUV steht, dafür braucht es wenig Fantasie, für "Electric Utility Vehicle". Also kein klassischer SUV, sondern ein Crossover-Mittelding zwischen Hochdach-Kombi und Spaßauto. Als Basis dient der in China bereits im Juni 2020 vorgestellte Buick Velite 7, der in Grundzügen auf der Bolt-Plattform aufbaut. In China tritt der Buick mit einer 55,6 kWh großen Batterie an, die Reichweiten bis zu 500 (NEFZ)-Kilometer möglich machen soll. Von 0 – 100 km/h vergehen 8,6 Sekunden. Der E-Motor an der Vorderachse leistet 130 kW und stellt ein maximales Drehmoment von 360 Newtonmetern zur Verfügung. Mit einer Länge von 4,26 Meter passt der Buick (und damit auch der Bolt EUV) perfekt ins Segment der Kompakt-SUV. Mehr als Schade, dass es bislang keine Pläne gibt, das Auto nach Europa zu bringen.

Jetzt gibt es einen ersten Einblick in den "Power Flow Screen" des 2022er Bolt EUV, der den Besitzern wichtige Informationen über ihr Elektrofahrzeug liefert, einschließlich der Rekuperationsleistung der Bremsen und des Ladezustands der Batterie. Der Bolt EUV wird das erste Elektrofahrzeug von Chevrolet sein, das über Super Cruise 1 verfügt und somit ein auf Fahrassistenzsystemen basierendes teilautonomes Fahren ermöglicht.

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Kommt die Bolt-E-Familie?

Gerüchteweise ist es inzwischen sogar denkbar, den Bolt zu einer kompletten Elektro-Familie auszubauen. Die Plattform gäbe neben dem EUV noch locker ein kompaktes Crossover-Coupé her. Auch eine Limousine im Stil des Tesla Model 3 würde global sicher auf dem einen oder anderen Markt funktionieren. Und wenn dann über die GM-Schwester Cadillac auch größere E-Plattformen verfügbar sind, warum dann nicht auch über einen Bolt Pickup nachdenken?

E-Auto von GM: Chevrolet Bolt und Opel Ampera-e in Bildern

Opel Ampera-e
Opel Ampera-e Opel Ampera-e Opel Ampera-e Opel Ampera-e 68 Bilder

Fazit

Angesichts des Erfolgs von Tesla vergisst man oft, dass GM mit dem Bolt schon seit 2017 ein Elektroauto mit respektabler Reichweite zu sehr konkurrenzfähigem Preis (in den USA ab gut 40.000 Dollar) auf dem Markt hat. In Tests hat sich der Wagen in Form des Opel Ampera-e gut geschlagen, wenn auch immer mehr Hersteller für E-Autos ein Heckmotor-Konzept bevorzugen. Trotzdem ergibt es Sinn, auf der Plattform des Chevrolet Bolt eine weitere Modell auf die Räder zu stellen und so das E-Auto-Angebot des Konzerns zu verbreitern. Vielleicht bringt das dann auch entsprechende Stückzahlen

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