Denza Z EV Cabrio mit 1.600 PS: BYD liefert, was Tesla verspricht

Denza Z EV Cabrio mit 1.600 PS
BYD liefert, was Tesla verspricht

ArtikeldatumVeröffentlicht am 11.06.2026
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Seit fast zehn Jahren kündigt Elon Musk einen neuen Tesla Roadster an. Einen elektrischen Über-Sportwagen mit 1.000 PS. Gekommen ist er bislang nicht. Der chinesische Autobauer BYD setzt weniger auf Ankündigungen und mehr auf harte Fakten. So zeigen die Chinesen auf der Peking Auto Show den Sportwagen Denza Z, der als Coupé (in den Versionen Standard und Track) und als Cabrio mit Stoffverdeck und immer mit einem über 1.500 PS starken Elektroantrieb kommen wird. Bereits im Vorjahr stand auf der Shanghai-Messe eine entsprechende Coupé-Version als Studie.

Wie habhaft der Denza Z bereits ist, zeigen Testfahrten und Rundenrekordversuche auf der legendären Nürburgring-Nordschleife. Und er kommt auch nach Europa. Erstmals zu sehen ist er in der alten Welt im Sommer 2026 auf dem Goodwood Festival of Speed.

2+2-Sitzer mit Carbonkleid

Gezeichnet wurde der elektrifizierte Supersportwagen, dessen Karosserie mit ihren fließenden Linien komplett aus Kohlefaserlaminat gefertigt wird, unter der Leitung von Ex-Audi-Designer Wolfgang Egger. Er kommt auf eine Länge von 4,78 Meter, eine Breite von 1,99 Meter und eine Höhe von 1,35 Meter. Der Radstand liegt bei 2.780 Millimetern, das Gewicht bei satten 2,3 Tonnen.

Vorn erinnert der zweitürige Denza Z an Lamborghini-Modelle, das Heck weist eher Richtung Ferrari und in der Silhouette schwingt ein wenig Maserati mit. Über den Passagierraum spannt sich ein elektrohydraulisch betätigtes Stoffverdeck. In den Radhäusern stecken 20 Zoll große Leichtmetallfelgen, die vorn mit 255/40er-Reifen und hinten mit 265/40er-Pneus überspannt sind.

Der Innenraum ist als 2+2-Sitzer konfiguriert, wobei die Rücksitze maximal Kinder, wahrscheinlicher aber nur Handgepäck aufnehmen. Fahrer und Beifahrer trennt eine hohe, durchbrochene Mittelkonsole, die unter anderem induktive Ladeschalen vorhält. Vor dem oben und unten abgeflachten Sportlenkrad sitzt ein digitales Kombiinstrument. Mittig auf der Armaturentafel bündelt ein Touchscreen die meisten Bedienfunktionen. Darum herum sind nur wenige physische Schalter platziert.

Allradantrieb und über 1.500-Elektro-PS

Unter dem Carbonkleid steckt die aus dem Denza Z9GT bereits bekannte E3-Plattform mit Allradlenkung. Das Fahrwerk verfügt über DiSus-M (ähnlich wie im Supersportwagen Yangwang U9), ein intelligentes elektromagnetisches Karosserie-Steuerungssystem mit vorausschauender Straßenerkennung, das speziell für höchste Leistungsanforderungen entwickelt wurde. Die Lenkung arbeitet per Steer-by-Wire. Der rein elektrische Allradantrieb setzt auf drei E-Maschinen. Der Vorderachsmotor leistet 500 kW (680 PS), die beiden E-Maschinen an der Hinterachse liefern zusammen 680 kW (925 PS). Als Systemleistung werden 1.180 kW (1.605 PS) genannt. Der Spurt von 0 auf 100 km/h soll in weniger als zwei Sekunden möglich sein. Die Höchstgeschwindigkeit liegt deutlich über 300 km/h. Lange Fahrten werden durch die LFP-Blade-Batterie der zweiten Generation und Flash Charging mit bis zu 1.500 kW Ladeleistung ermöglicht. Damit sind Beinahe-Vollladungen in knapp zehn Minuten möglich. Eine Batteriekapazität nennen die Chinesen aber noch nicht.

Bei den Assistenzsystemen setzt Denza auf das hauseigene God's Eye-Paket. Mit an Bord sollen zudem automatisierte Fahrfunktionen, ein Driftmodus sowie die Funktion Crabwalk (schräg seitwärts) sein.

Angriff auf Porsche & Co

Mit dem Denza Z will BYD in das Kernsegment millionenschwerer Luxus-Supersportwagen vordringen – einen Bereich, der traditionell von etablierten europäischen Herstellern dominiert wird. Entsprechend sollen bei diesem Modell auch die internationalen Märkte Vorrang haben. Preise nennt BYD noch nicht. Der Z dürfte sich aber hierzulande über dem Z9GT einsortieren, der erst ab 115.000 Euro zu haben ist.

Fazit