Mercedes EQ Unimog Artyom Trofimenko
Mercedes EQ Unimog
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Mercedes EQ Unimog 30 Bilder

Mercedes EQ Unimog

Universal-Motor-Gerät goes Elektro

Mercedes bietet seine Bestseller auch als elektrische Modelle unter dem Markennamen EQ an. So gibt es vom Smart Fortwo über die S-Klasse bis zum großem SUV alles was das E-Herz begehrt. Aber wie sieht die Zukunft des Unimog, DEM Arbeitstier schlechthin im Daimler-Konzern aus?

Das Universal-Motor-Gerät, das seit 1949 in Serie gebaut wird und seit 1950 als Unimog für Daimler geschützt ist, arbeitet sich seit Jahrzehnten durch Feld und Forst. Aber können Förster, Bauern und Kommunen auch weiterhin bei dem Unimog nur auf den klassischen Dieselantrieb OM 934 setzen? Nein!

EQ Unimog mit Diesel-Hybrid

Denn der Unimog kommt auch als EQ Unimog – so will es zumindest Artyom Trofimenko, der aktuell als CAS-Designer bei Renault in Bukarest unter Vertrag steht. Der Russe, zuvor bei Kamaz tätig, hat Transportation Design an der Politechnischen Universität in Moskau studiert. Inspiriert von Wasser und Magma hat Trofimenko versucht, das Unimog-Design auf den EQ-Style anzuwenden, nicht ohne dem Modell den dazugehörigen Antrieb zu verpassen.

Mercedes EQ Unimog
Artyom Trofimenko
Die Plattform des EQ Unimog sieht einen Dieselmotor und Elektromotoren vor.

Allerdings musste er bei dem neuen Unimog auf einen Diesel-Hybridantriebsstrang setzten, da unwegsames Gelände selten mit Ladestationen gespickt ist. Dazu "verbaut" er einen Dreizylinder-Diesel mit 60 PS sowie pro Achse einen Elektromotor mit jeweils 170 PS. Den Saft für den Dieselmotor bezieht der Unimog aus einem 130 Liter Tank, der Saft für die E-Motoren kommt aus Lithium-Ionen-Akkus, die im Fahrzeugboden untergebracht sind. Sie haben eine Kapazität von 50 kWh. Ob diese Leistung und Kapazität ausreicht, um das Arbeitstier auch wirklich zu belasten, sei einmal dahingestellt.

Mercedes-Benz-AMG EQR
Alternative Antriebe

Puristisches Interieur

Das EQ-Design des elektrischen Unimogs wirkt stimmig. Breit ausgestellte Kotflügel beherbergen große Räder, die Front mit dem typischen Grill und dem illuminierten Mercedes-Stern ist offen und lässt einen Blick auf die Technik zu. Schmale LED-Streifen und quadratische Scheinwerfer geben dem Unimog ein sehr modernes Outfit. An der Seite fallen die flächigen Türen mit sichtbaren Scharnieren auf, die Seitenspiegel sind an dünnen Trägern befestigt, auf dem Dach bietet ein Träger noch mehr Stauraum.

Mercedes EQ Unimog
Artyom Trofimenko
Der Fahrer greift in ein Dreispeichen-Lenkrad.

Im Innenraum setzt der Designer auf ein dick gepolstertes Dreispeichen-Lenkrad mit kleinem Pralltopf sowie einem Cockpitdisplay, das frei auf dem Armaturenträger zu schweben scheint.

Wie ein abgerundetes Becken zeigt sich das am Boden geriffelte Ladebett. Hier dürfte noch Platz sein, für weitere Aufbauten. Das Heck ist puristisch mit kleinen Leuchten und einem beleuchteten Schriftzug gehalten. Auffällig, das Ersatzrad findet seinen Platz direkt hinter der Fahrerkabine. Eine Platz in der EQ-Baureihe bei Mercedes dürfte das Modell indes nicht finden.

Fazit

Mercedes setzt auf Elektromobilität – bei den Pkw. Der Unimog, auch im Einsatz bei Städten und Gemeinden ist nach wie vor als Diesel-Arbeitstier im Einsatz, oftmals bereit seit Jahrzehnten. Sollte der Unimog also vielleicht mal einen E-Antrieb bekommen, dann darf sich Mercedes sicher gerne an Artyom Trofimenko wenden – er lernt übrigens gerade Deutsch.

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