FAQs, Tests und Wissenswertes über Elektroautos
Der große E-Ratgeber
Mercedes EQE Power Upgrade OTA Update Collage Hersteller / Patrick Lang
Mercedes EQE 350+
Mercedes EQE 350+
Mercedes EQE 350+
Mercedes EQE 350+ 21 Bilder

Mercedes EQ-Modelle: Mehr Leistung per OTA-Update im Abo

Mercedes EQ-Power-Update Over The Air Mehr Leistung im Abo

In den USA bietet Mercedes den EQ-Kunden ein Power-Update im Abo an. Für 1.200 Dollar pro Jahr sind bis zu 24 Prozent mehr Leistung drin.

Erfahrene Tuner wissen längst: Wenn ein Neuwagen vom Band rollt, ist das Ende der Leistungs-Fahnenstange meistens längst nicht erreicht. Doch bei den Elektroautos ist die Branche noch nicht allzu stark in der Materie. Offenbar schlummern in den Stromern, zumindest was die EQ-Familie von Mercedes betrifft, aber noch Kraftreserven. In den USA bietet der Hersteller den Kunden nun ein Power-Upgrade im Abo an. Wer jährlich 1.200 Dollar (rund 1.160 Euro) zahlt, erhält bis zu 24 Prozent mehr Leistung und kann die Sprintzeit seines Autos um bis zu eine Sekunde verbessern.

Das Angebot richtet sich laut des Onlineportals Motortrend an die Besitzer von EQE 350, EQS 450 4Matic, sowie deren SUV-Pendants. Die EQE-Modelle hebt das bezahlte OTA-Update von 215 auf 260 kW, bei EQS und EQS SUV steigt der Output von 265 auf 330 kW. Dabei soll die zusätzliche Puste nicht nur im Sport-Modus abrufbar sein, sondern in allen Fahrmodi greifen. Aussagen über die Auswirkung auf die werksseitigen Reichweitenangaben macht Mercedes nicht. Der Effekt dürfte sich aber in Grenzen halten, sofern nicht jeder Ampelstart in ein Drag Race umgemünzt wird.

Eine Leistungsklasse höher

Beim EQE schließt die Mehrleistung eine Lücke zwischen dem 350er- und dem 500er-4Matic-Modell mit 300 kW, deren Preisdifferenz bei immerhin rund 17.000 Euro liegt. Dafür könnten Sie die Extra-kW schon mehr als 14 Jahre lang buchen. Im Falle des EQS springt das Leistungsniveau vom 450er sogar genau auf jenes des EQS 500 4Matic. Der Preisunterschied beträgt bei der großen E-Limousine rund 12.000 Euro, umfasst neben der Mehrleistung, wie beim EQE auch, aber zudem zusätzliche Ausstattungsmerkmale. Der Vollständigkeit sei noch erwähnt, dass Mercedes die Freischaltung der Zusatz-Performance auch dauerhaft, also ohne Abo-Modell, anbieten wird. Ein Preis dafür ist allerdings noch nicht definiert. Begründet wird das seitens des Herstellers mit unterschiedlichen Kundenprofilen: "Manche Kunden fahren ihren EQE oder EQS nicht ein Auto-Leben lang, sondern vielleicht nur für die Dauer eines Leasing-Angebots. Wer dann temporär mehr Performance möchte, kann sich die eben dazubuchen. Halter, die ihr Auto länger im Besitz haben, können künftig aber auch eine generelle Freischaltung kaufen."

BMW i4 Extras Optionen Abo Hacker Collage
Technik erklärt

Bislang ist das Power-Abo noch mit dem Zusatz "Coming soon" (dt. "Bald erhältlich) versehen. Ob es auch den deutschen Kunden angeboten wird? "Nein, in Deutschland wird Mercedes die Leistungssteigerung nicht anbieten. Hierzulande sind Leistungssteigerungen als verbrauchsrelevante Modifikation abnahmepflichtig und gegebenenfalls Steuer-relevant. In den USA ist das eben nicht so", erklärt ein Sprecher des Herstellers auf Anfrage von auto motor und sport. Wie sich der EQE im Serienzustand schlägt, erfahren Sie übrigens in unserer Fotoshow oben im Artikel.

Umfrage

550 Mal abgestimmt
Würden Sie ein Abo für Fahrzeug-Funktionen abschließen?
Klar, bietet viel Flexibilität
Nein, ich zahle nur einmal

Fazit

Mit der OTA-Updatefähigkeit moderner Autos halten zunehmend Abo-Modelle Einzug in die Erlösmodelle der Hersteller. Mercedes bietet seinen EQE- und EQS-Kunden in den USA jetzt mehr Leistung für 1.200 Dollar im Jahr an. Eine Kaufoption der Zusatz-Performance auf (Auto-)Lebenszeit ist ebenfalls vorgesehen, aber bislang nicht eingepreist. In Deutschland wird es Leistung per OTA-Update nicht geben.

Zur Startseite
Mercedes EQS SUV
Artikel 0 Tests 0 Generationen 0 Videos 0
Alles über Mercedes EQS SUV
Mehr zum Thema Elektroauto
Skoda Enyaq RS iV Fahrbericht Sperrfr. 05.12. 1600Uhr
Fahrberichte
Oliver Blume VW Chef Software Strategie
Neuheiten
Ford Mustang Mach-E GT
Tests
Mehr anzeigen