Mercedes VLE: Verwirrung um Höchstgeschwindigkeit, 132 km/h im Konfigurator sind ein Fehler

Verwirrung um Topspeed beim Mercedes VLE 300
„132 km/h im Konfigurator sind ein Fehler“

ArtikeldatumVeröffentlicht am 08.06.2026
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Der vollelektrische Mercedes VLE führt als neue Großraumlimousine die Nachfolge der V-Klasse in das Elektrozeitalter. Seit dem 15. April 2026 ist der VLE 300 bestellbar. In den vergangenen Tagen sorgte jedoch eine Angabe im Online-Konfigurator für Diskussionen: Dort wurde für sämtliche Varianten des VLE 300 eine Höchstgeschwindigkeit von lediglich 132 km/h ausgewiesen.

Nach Nachfrage bei Mercedes-Benz handelt es sich dabei jedoch um einen redaktionellen Fehler. "Auch bei uns schleicht sich mal der Fehlerteufel ein", erklärte der verantwortliche Baureihensprecher. Der Fehler werde derzeit korrigiert. Die richtigen Daten müssten alsbald online stehen.

Tatsächlich 180 km/h statt 132 km/h

Die im Konfigurator aufgeführte Höchstgeschwindigkeit von 132 km/h entspricht nicht den technischen Daten des Fahrzeugs. Mercedes-Benz bestätigt, dass alle aktuell angebotenen Versionen des VLE eine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h erreichen.

Damit fällt die Serienversion deutlich schneller aus als zunächst angenommen. Gerade für Kunden in Deutschland, die regelmäßig längere Autobahnstrecken zurücklegen, ist die tatsächliche Höchstgeschwindigkeit ein wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung.

Führerscheinfrage bleibt je nach Variante relevant

Unabhängig von der Diskussion um die Höchstgeschwindigkeit unterscheiden sich die angebotenen VLE-Versionen beim zulässigen Gesamtgewicht. Je nach Ausstattung überschreiten einzelne Varianten die 3,5-Tonnen-Grenze.

Während einige Modelle weiterhin mit dem Pkw-Führerschein der Klasse B gefahren werden dürfen, können bei schwereren Ausführungen etwa bis 3,7 Tonnen zusätzliche Anforderungen gelten. Mercedes weist zudem darauf hin, dass in einzelnen Ländern aufgrund des höheren Fahrzeuggewichts besondere Geschwindigkeitsregelungen oder Mautvorschriften greifen können.

276 PS und bis zu 713 Kilometer Reichweite

Zum Marktstart setzt Mercedes bei allen VLE-Varianten auf den gleichen Elektroantrieb. Der VLE 300 leistet 203 kW (276 PS) und wird von einer elektrischen Antriebseinheit von ZF angetrieben. Die permanenterregte Synchronmaschine sitzt an der Vorderachse und soll einen Wirkungsgrad von bis zu 93 Prozent von der Batterie bis zum Rad erreichen.

Bei den später folgenden Allradvarianten kommt zusätzlich ein E-Motor an der Hinterachse zum Einsatz. Die Zuschaltung erfolgt bedarfsgerecht über eine sogenannte Disconnect Unit (DCU), um die Effizienz zu maximieren. Mit einer WLTP-Reichweite von bis zu 713 Kilometern gehört der VLE 300 bereits zum Marktstart zu den ausdauerndsten Elektrofahrzeugen seiner Klasse.

Kein Zwei-Gang-Getriebe notwendig

Interessant ist zudem, dass die neue VAN.EA-Plattform im Gegensatz zu den künftigen Pkw-Plattformen MMA und MB.EA ohne Zwei-Gang-Getriebe auskommt. Dennoch erreicht der VLE die bestätigte Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Im Laufe des Jahres soll das Angebot um zusätzliche Varianten wie den VLE 400 4Matic erweitert werden. Ab September 2026 wird zudem eine Basisausstattung eingeführt, wodurch der Einstiegspreis des VLE 300 auf 70.464 Euro sinken soll.

Für 2027 plant Mercedes-Benz außerdem den VLE 250 mit einem 80-kWh-LFP-Akku. Das Modell soll ab 64.804 Euro erhältlich sein.

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